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Hartz 4 - Kritik von seinem "Vater"
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Warum muss man immer "mithalten" können? << :: >> Zwangsumsiedlung von Hartz IV-Empfänger  
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klara01



Anmeldedatum: 03.12.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 03.12.2007, 16:15    Titel: ich verstehe den hass auf den man nicht

der hat doch nicht die gesetze gemacht.
ich glaube wenn man ihm vorher gefragt hätte ob er gleubt das die politiker das was er schreibt nache zu 1zu1 übernehmen dann hätte er sicher nein gesagt und sich vielleicht nehr mühe gegeben.
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Berater



Anmeldedatum: 12.12.2005
Beiträge: 228

BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 19:09    Titel:

[quote="Turtle1972"]Man sollte im Prinzip nur über etwas schreiben, von dem man auch Ahnung hat. Nun lässt sich das in Foren leider verlangen, wird aber seltenst eingehalten...

Es fängt schon mit "Manager... äh Fallmanager" an. Mag sein, dass dir ein Fallmanager zugeordnet wurde, weil du das Amt mit 123 Widersprüchen überschüttet hast oder weil du einfach nicht zum ärztlichen Dienst gehst oder sonst irgendwas.

Aber ein "normaler" ALG 2 Empfänger hat keinen Fallmanager zugeordnet. Konntest du nicht wissen - ist aber so.

Die Sachbearbeiter sind zusammengestückelt aus allen Bereichen der kommunalen Verwaltung und der Bundesagentur für Arbeit. Neuzugänge von Fachhochschulen und Co. sind für den im Nachhinein festgestellten erhöhten Personalbedarf ggf. befristet eingestellt worden. Nicht jeder Mitarbeiter einer ARGE oder eines Jobcenters ist verbeamtet, ergo kann kaum jeder Mitarbeiter Oberverwaltungsrat oder Oberverwaltungsdirektor sein. Konntest du nicht wissen - ist aber so.

Wenn man von "sitzengebliebenen Sozialpedagogen" schreibt, sollte man zumindestens - um sich nicht der Lächerlichkeit preis zu geben - nachschauen, wie Pädagoge korrekt geschrieben wird. Konntest du nicht wissen - ist aber so.

Ach ja "Anrechnung von Kindergeld als Einkommen" - ein wahrhaft dramatischer Fehler... Doch wirklich. Problematisch ist nur, dass Kindergeld tatsächlich als Einkommen anrechenbar ist. Konntest du nicht wissen - ist aber so.

Turtle[/quote]

@Turtle

Antragsteller können schon von Hartzens Anfang an einem "Fallmanager" zugewiesen worden sein. Einfach weil es so ist.
Sollte jetzt jemand, der "dumm" redet, weil er davon keine Ahnung hat, zum Schweigen verurteilt sein?
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Turtle1972
Moderator


Anmeldedatum: 14.12.2005
Beiträge: 12308

BeitragVerfasst am: 04.12.2007, 21:06    Titel:

Du hast also die Ahnung, ob dein Gegenüber ein normaler "pAP" oder ein "FM" ist???

Du kennst die Strukturen der einzelnen ARGEn? Bist mit Dutzenden Kollegen im Austausch und kennst deren Geschäftsstrukturen?

Nein? Ich schon. In meiner ARGE Geschäftsstelle gibt es 4 FMs und ca. 25 normale Vermittler/pAPs. Nur die SCHWEREN Fälle gehen an die FMs. Und so ist das überall. Wenns da überhaupt noch FMs gibt. Manche ARGEn haben sie nämlich abgeschafft.

Turtle
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Dopamin



Anmeldedatum: 21.02.2008
Beiträge: 223
Wohnort: Kiel

BeitragVerfasst am: 21.02.2008, 20:30    Titel:

Hallo,

ich bin noch neu hier und bin über die "wie gut ist Eure ARGE?"-Abstimmung beim Stöbern hier hängengeblieben...

Ich habe das Werk der "Hartz-Kommission" im letzten Jahr interessehalber durchgearbeitet, und habe festgestellt, dass zwischen den Ergebnissen der Kommission und dem, was Gesetz wurde teilweise WELTEN liegen...

Niemand wird Jobs aus dem Ärmel schütteln können, die Verantwortung von Nürnberg in die Region zu verlegen halte ich für sinnvoll, den Nürberg wird sicher weniger Ahnung haben, was hier arbeitsmarkttechnisch anliegt, hier (und ich glaube da ist dieses JobCenter nciht das Einzige in D) wird es aber in der Praxis so gehandhabt, dass über diesen Bereich ERinsparungen in Millionenhöhe erreicht werden sollen - egal wie...

So sehr ich gern mal in der Leistung hier arbeiten würde (einfach um zu sehen wies abläuft, auch wenn ich mir das denken kann) so wenig möchte ich mit den Kräften tauschen die mit dem Kundenverkehr zu tun haben und die Patzer der Leistung ausbaden müssen...

Nein ich will nicht jammern, und mich hier als neue auch nicht einschleimen, ich erinnere mich an eine Seite aus den Ergebnissen der Kommission: die Koalition der Willigen (oder so ähnlich) Nur wenn wir uns alle gemeinsam bemühen das Problem (was meist oben zu suchen ist - bei uns zumindest) zu lösen, werden wir langfristig erfolgreich sein...

Mal sehen, was die Entscheidung des BVerfG bewirkt: noch schlimmere Komplettierung des bisher manchmal/oft schon schlimmen Zustands?

Übrigens, meine Integrationsfachkraft ist eine ganz nette, der leider die Hände gebunden sind (n.e. A. von den Vorschriften, die die Leistung aufstellt, bzw. deren "Obere Etage") und in der Leistung habe ich seit Mitte Oktober den 5. Namen als Ansprechpartner...

M.E. ist es nicht tolerierbar, dass Planstellen aus haushaltstechnischen Gründen nicht geschaffen werden, und stattdessen die Gesundheit der Mitarbeiter (permanente Stressituation) offensichtlich den Vorgesetzten völlig egal zu sein scheint...

Naja, unser GF scheint noch Karrierepläne zu haben, die hab ich auch, mal sehen wer zuerst dort ist, wo er hinwill :twisted:

Dopamin
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scan400



Anmeldedatum: 05.08.2007
Beiträge: 176
Wohnort: Penig

BeitragVerfasst am: 22.02.2008, 18:15    Titel: Ein Richter sprach :

" Auch arbeitslose Menschen haben ein Recht auf eine faire Behandlung"
Gefunden in der BILD - Zeitung vom 22.02.2008 auf der Seite 3 !!!

Und da ich von "Nichts Ahnung" habe, habe ich hier nichts mehr zusagen Punkt :!:
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kiki1962



Anmeldedatum: 19.05.2008
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 19.05.2008, 11:50    Titel: Hartz gibt fehler zu

na und er haftet ja nicht dafür und dass uns das Wasser bis zum Hals steht tut ihm auch nicht weh -
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TinTin



Anmeldedatum: 23.08.2008
Beiträge: 5
Wohnort: Lichtenwald

BeitragVerfasst am: 23.08.2008, 17:43    Titel: Hartz IV - Kritik von seinem Vater

Peter Hartz hat sich für jedwede ernstzunehmende Meinungsäußerung im
sozialen Bereich gründlich disqualifiziert.

Zu dem Reformwerk, das seinen Namen trägt, sagt schon das Grund-
gesetz:

1. Die Würde des Menschen ist unantastbar.

2. Empfänger von Arbeitslosengeld II sind keine Menschen sondern
Hartz IV - Empfänger.

Das ist natürlich zugespitzt, aber so empfinde ich es als nicht Betroffener,
wenn ich die Beiträge in Eurem Forum lese.

Zu viele inkompetente, unfreundliche, unsachliche, unsensible, persönlich überforderte Sachbearbeiter in den Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften ('"zu viele" beinhaltet kein Pauschalurteil über
alle dort Beschäftigten).

Verwaltungs- und wirtschaftliches Denken anstelle vor Hilfestellung und Unterstützung für die Betroffenen (ja, ja, ich weiß - ich bin völlig neben
der Kappe). Klar, Verwaltungsarbeit muß natürlich auch wirtschaftlich
abgewickelt werden aber wie wäre es mir einer vernünftigen Balance im Einzelfall?

Sicher gibt es auch Sozialschmarotzer, Betrüger, Faulpelze und Typen, die ihre Sachbearbeiter gerne ärgern. Also durchaus kein leichter Job.
Aber die meisten sind doch unverschuldet und ungewollt in ihre Situation geraten, sind oft verzweifelt und würden nur zu gerne wieder arbeiten.
Oft auch zu Bedingungen, die eine Aufstockung der Bezüge erforderlich machen um den Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Hartz IV hat auch viele akzeptable Elemente. Gegen die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe wird nichts einzuwenden sein. Fordern und fördern ist nicht falsch, so es denn tatsächlich vernünftig geschieht. Aber an der Umsetzung hapert es doch gewaltig.

Auslöser für meinen Beitrag war ein Bericht, wo sich ein Sachbearbeiter
nicht ad hoc entscheiden konnte, ein Bedarfsgemeinschaftsmitglied zur Beerdigung der Oma fahren zu lassen. Aber die war ja schon tot und die Sache daher nicht so eilig. Aber vielleicht war der Sachbearbeiter ja einfach nicht zuständig oder nicht entscheidungsbefugt.

Betroffenheit hat auch der Fall ausgelöst, wo ein Arbeitsvertrag in einer anderen Stadt unterschrieben wurde (mit kurzfristigem Arbeitsantritt), ohne vorher die Voraussetzungen für den Arbeitsantritt wie Umzug / Mietkaution in trockenen Tüchern zu haben. Wie soll das bei dieser Verwaltungspraxis funktionieren? Als Personalreferent weiß ich aber nur zu genau, wie schnell man sich für einen anderen Bewerber entschieden hat, wenn es Komplikationen bei der Einstellung gibt oder die Einstellung erst in fernerer Zukunft (vielleicht) möglich ist.

So, jetzt kann ich wieder ruhiger schlafen!

Liebe Grüße
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rechtsdurchsetzer



Anmeldedatum: 16.09.2008
Beiträge: 8
Wohnort: Potsdam

BeitragVerfasst am: 16.09.2008, 17:08    Titel:

Hauptmanko der Hartz IV Reform ist die nach wie vor äusserst geringe Vermittlungsquote der Arbeitsgemeinschaften oder Optionskommunen. Allein wegen dieser Quote könnte man die Argen abschaffen. Die Arbeitsmarktinstrumentarien werden mE falsch eingesetzt. Die 1 Euro Jobs sind in 90% der Fällen reine Geldverschwendung und sollten zu 80% abgeschaffte werden. Für den Rest der Kandidaten kann ggf eine Arbeitstherapie mit sozialpädagogische Begleitung in Frage kommen. Für normale Arbeitsuchende sind die 1 Euro-jobs einfach unsinnig. Dann gibt es keine Förderung für ältere in Fachhochschul und Hochschulbereich Den Ingenieurmangel, wenn es denn einen gibt kann man damit jedenfalls abschaffen. Für Kranke, Leistungsschwache einschließlich der wenigen Faulpelze wird nichts gemacht. Gesundheitstraining, Fett weg, Motivationstraining nichts von all dem! Echtes Fallmanagement können die unter Mobbing leidenden Mitarbeiter der ARGEn sowieso nicht leisten. Dafür müsten die erst mal ins Trainigcamp. In Singapur ist jeder 10. Haushalt ein Millionärshaushalt. Bei uns gibt es arbeitslose Bauingenieure, Juristen die von Hartz IV leben und Architekten die nach 20 Praktika keine Arbeit finden. Die Probleme will mE keiner so richtig lösen.
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Lisas



Anmeldedatum: 20.06.2008
Beiträge: 54
Wohnort: bei Köln

BeitragVerfasst am: 16.09.2008, 18:45    Titel:

Das Hauptproblem sehe ich auch in der Arbeitsmarktpolitik. Warum wandern so viele Firmen ab? Warum werden, trotz Millionen und Milliardengewinnen mancher Unternehmen wieder mal Arbeitsplätze gestrichen? Warum zählen in manchen Fällen die Aktionäre mehr als die Menschen, die das Geld reinbringen? Warum ist Mittlerweile der Verwaltungsapperat so gewaltig geworden und hemmt damit den einfachen Arbeitsvorgang und verschwendet unmengen an Geld? Warum, warum, ....... . Das könnte man unendlich weiterführen.

LG Lisa
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max56



Anmeldedatum: 13.06.2008
Beiträge: 314

BeitragVerfasst am: 17.09.2008, 04:38    Titel:

[quote="Lisas"]Das Hauptproblem sehe ich auch in der Arbeitsmarktpolitik. Warum wandern so viele Firmen ab?

..Warum ist Mittlerweile der Verwaltungsapperat so gewaltig geworden und hemmt damit den einfachen Arbeitsvorgang und verschwendet unmengen an Geld? Warum, warum, ....... . Das könnte man unendlich weiterführen.

LG Lisa[/quote]

Es wandern Firmen ab weil in Deutschland die Arbeit zu teuer geworden ist. Zu teuer ist sie geworden weil ein immer größerer Sozialhaushalt auf den Lohn umgelegt werden muß, was sich in einer Vergrößerung der "Lohnnebenkosten" bemerkbar macht.

Die Lohnnehbenkosten sind als Steinbruch für den Sozialhaushalt entdeckt worden, da im Bundeshaushalt mit seinen 60 % für Pump und Soziales nichts mehr ging.

In vielen Ländern um Deutschland herum wird die gleiche Arbeit mit gleicher Qualität mit geringeren Kosten erledigt.

Auch trifft es nicht zu daß der Verwaltungsapparat größer geworden ist. Er ist nur größer geworden bei Arbeitsämtern und Arbeitsrichtern.

Ansonsten ist er kleiner geworden. In Berlin ist bereits in den letzten Jahren der Öffentliche Dienst massiv abgebaut worden, bis 2013 sollen weitere 20.000 Stellen abgebaut werden.
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Lisas



Anmeldedatum: 20.06.2008
Beiträge: 54
Wohnort: bei Köln

BeitragVerfasst am: 17.09.2008, 18:26    Titel:

Es kommt aber auch immer darauf an, [b]wo[/b] die Stellen abgebaut werden. Von einem Bekannten der bei der Einsatzhundertschaft der Polizei ist weiß ich, das gerade in diesem Bereich viele Stellen abgebaut werden bzw. nicht neu Besetzt werden. Und das in Zeiten steigender Kriminalität.

Ist es aber nicht auch so, das viele Firmen in Deutschland einen Dumpinglohn bezahlen und den Angestellten nichts anderes übrig bleibt als aufstockend Hartz4 zu beantragen? Somit holen sich die Arbeitnehmer das Geld beim Staat, was ihnen normaler Weise ihr Arbeitgeber zahlen müsste. Schuld daran ist nicht der Hartz4 Empfänger :roll: .
Klar das dadurch die Lohnnebenkosten steigen. Es ist ja so von der Politik irgendwie gewollt hab ich das Gefühl. Und diese Spirale hat bestimmt noch nicht ihr Ende erreicht. Das lässt einen Schaudern.

LG Lisa
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max56



Anmeldedatum: 13.06.2008
Beiträge: 314

BeitragVerfasst am: 19.09.2008, 15:45    Titel:

Altkanzler Schmidt hat darauf hingewiesen daß die Nachkriegsgeneration wesentlich anspruchsloser war, es blieb ihr ja auch nichts anderes übrig.

Schau doch hier in die U25 Abteilung oder in die BAB Abteilung. Junge Menschen die bisher nur gewickelt und genähret wurden wollen wie selbstverständlich "eine Wohnung". Nein, nicht selbst verdienst.

Vom Staat, gratis. Und das gefälligst atempo.
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