Erhöhungen beim Bafög erst 2016

Bund und Länder haben sich über eine Reform des Bafög geeinigt. Ab 2015 wird der Bund die kompletten Kosten für das Bafög übernehmen. Bisher teilte er sich die Last mit den Ländern im Verhältnis 65 (Bund) zu 35. Das bedeutet einen Mehraufwand von 1,17 Milliarden Euro pro Jahr. Die Länder wollen die Einsparungen in Bildung und Wissenschaft im Bereich Schule und Hochschule investieren. Gesetzlich dazu verpflichtet sind sie aber nicht. Die Opposition kritisierte, der Glaube, dass sich die Länder an diese freiwillige Vereinbarung halten würden, sei blauäugig. Damit sich der Bund in Zukunft direkt an der Finanzierung von Hochschulen beteiligen kann, soll das Grundgesetz geändert werden. Gegenwärtig besteht ein Kooperationsverbot, das den Bund daran hindert, Bildungsprojekte der Länder zu fördern.

Zum Wintersemester 2016/2017 kommt dann auch die von Studenten lang ersehnte Bafög-Erhöhung im Rahmen einer umfassenden Bafög-Reform. Die Bafög-Sätze für Studenten und Schüler steigen dann. Wie hoch die Erhöhung ausfallen soll, steht allerdings noch nicht fest. Was fest steht, ist, dass sich in den nächsten 2 Jahren nichts bewegen wird. Der Bafög Satz stagniert bei 670 Euro pro Monat – und das seit 2010. In jenem Jahr gab es die letzte Erhöhung um 5 Prozent. Eine Angleichung an die gestiegenen Lebenshaltungskosten und Mieten wird im Jahr 2016  dann 6 Jahre lang nicht erfolgt sein.

Das Studentenwerk fordert  schon seit einiger Zeit einer Erhöhung um 10 Prozent und ein Plus bei den Elternfreibeträgen um 7,5 Prozent.

Die Höhe des Bafögs richtet sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern. Es wird individuell berechnet und zum Teil als Subvention, zum Teil als zinsloses Darlehen ausgezahlt. Die Förderung muss rechtzeitig beim jeweiligen Bafög-Amt beantragt werden. Das ist für Schüler die Gemeindeverwaltung, für Studenten das jeweilige Studentenwerk.

Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es auch elternunabhängiges Bafög.

Der Darlehensteil des Bafög muss nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden.

1 Comment

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  1. Student at work

    Das ist doch eine riesige Unverschämtheit. Wir Studenten sollen 6 Jahre ohne Inflationsausgleich bleiben. Jeder Müllfahrer bekommt jedes Jahr seine Gehaltserhöhung, nur wir sollen jedes Jahr mit immer weniger Geld auskommen.

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