Ein-Euro-Job

Was ist der 1-Euro-Job?

Ein "Ein Euro Job" oder "1 Euro Job"ist eine Arbeitsgelegenheit, mit deren Hilfe der Gesetzgeber vor allem Hartz-4-Bezieher wieder in den ersten Arbeitsmarkt integrieren will. Sie haben den Zweck, die Arbeitsfähigkeit aufrecht zu erhalten und sollen den ALG 2 Empfänger an regelmäßige Arbeit und einen strukturierten Tagesablauf gewöhnen.

 

Ein Euro Jobs müssen nach der Intention des Gesetzgebers im öffentlichen Interesse liegen. Sie müssen ein zusätzlich Angebot sein, d.h. es darf sich nicht um eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt handeln. Ein solcher 1-Euro-Job muss befristet sein und darf auch zeitlich nicht an eine Vollzeitbeschäftigung heranreichen. Sie basieren nicht auf einem Arbeitsvertrag; durch die Tätigkeit wird kein Arbeitsverhältnis begründet. Basis ist vielmehr direkt das Gesetz. Eine Arbeit in Schichten und am Wochenende ist möglich. Nicht zu verwechseln ist der Ein-Euro-Job mit dem Minijob.

Arbeitslosengeld-II-Empfänger ist grundsätzlich verpflichtet einen "Ein-Euro-Job" anzunehmen. Er muss ihn nur dann nicht annhmen, wenn ihm dies i. S. d. § 10 SGB II unzumutbar ist. Zumutbar ist grundsätzlich jede legale und nicht sittenwidrige Arbeit.

1-Euro-Job ablehnen: Sanktionen

Eineuromünze

Nimmt ein ALG II Empfänger ohne Grund die angetragene Tätigkeit nicht auf, leht er den Ein-Euro-Job also ab, so muss er Sanktionen befürchten. Es kann ihm gem. § 31 SGB II das Arbeitslosengeld II um bis zu 30 % gekürzt werden. Unter 25 Jahre alten Arbeitslosengeld-2-Beziehende kann im schlimmsten Fall die komplette Regelleistung nach dem SGB II gestrichen werden. Das bedeutet, dass dann lediglich die Miete übernommen wird und Lebensmittelgutscheine ausgegeben werden.

Anrechnung

Einkommen, die aus einem "Ein Euro Job" erzielt werden, werden auf den Arbeitslosengeld II -Anspruch nicht angerechnet.