Aufhebungsvertrag in der Ausbildung

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    • Aufhebungsvertrag in der Ausbildung

      Hallo ihr lieben,

      Dieses Thema betrifft mich selbst nicht aber ich versuche dennoch etwas zu helfen.
      Folgende Situation:

      Mann 28 Jahre alt. Im 3 lehrjahr seiner Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel.
      Seit nov 16 dabei und seitdem nicht einen Tag Urlaub gehabt, wöchentlich min. 10 h Überstunden und muss 24h erreichbar sein.
      Falls Krankheit besteht dann muss man direkt zum D arzt.

      Nun gab es eine Krankheit und er ging zum arzt. Chef Terrorist ihn. Wann er wieder kommt und ob er schon am besten am nächsten tag wieder kommt, obwohl er 1 woche krankgeschrieben ist.
      Chef klopft und klingelt bei ihm zu Hause.
      Schickt ihm mehrere Nachrichten und ruft regelmäßig an. Schickte 2 Abmahnung innerhalb von 24 stunden.

      Die IHK und die DAK wurde mit einbezogen und meinten er solle nicht mehr in diesen Betrieb gehen weil der Chef total ausflippt.

      Nun kam gestern ein Aufhebungsvertrag zustande und heute ging er zum Arbeitsamt. Kein Anspruch!
      In einer Woche ein Termin wo er seine Unterlagen mitbringen solle und ich vermute den Antrag ausfüllen soll damit die Sperre in kraft treten kann.
      ALG1 kein Anspruch weil es keine 6 Monate in dem Betrieb war.

      Was kann er denn jetzt tun wenn das Arbeitsamt ihm da wirklich die Sperre gibt?

      Er lebt alleine und hat schon mehrere Bewerbungen verschickt. Er möchte die Ausbildung ja auch beenden.
      Nur finanzell macht das ganze nun grosse sorgen weil er ja auch ohne Geld aus der Wohnung muss.

      Ein Gehalt bekommt er noch aber ob der Chef das wirklich macht, daran zweifelt er.

      Gibt es noch andere Möglichkeiten?

      Grüsse
    • Shalonie schrieb:

      Im 3 lehrjahr seiner Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel.



      Seit nov 16 dabei und seitdem nicht einen Tag Urlaub gehabt,




      ALG1 kein Anspruch weil es keine 6 Monate in dem Betrieb war.

      Hm, kannst Du den Widerspruch mal auflösen?
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.(Orson Welles)

      Es ist nicht nötig, mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: sozialhilfe24.de/forum/thread/…zung-des-forums-hinweise/
    • Guten Morgen!

      Wenn die Anspruchsvoraussetzungen für ALG I nicht vorliegen, weil weder die 12-Monatsfrist noch die verkürzte 6-Monatsfrist erfüllt sind, dann bleibt nur der Weg zum Jobcenter.

      Es kann aber sein, dass dort zumindest geprüft wird, ob ein Ersatzanspruch nach § 34 SGB II in Betracht kommt. Denn eigentlich sollte man sich erst um einen Ersatz-Ausbildungsplatz bemühen, bevor man das alte Arbeitsverhälnis beendet. Dann sollte er schon gut begründen können, warum das nicht abgewartet werden konnte.

      Auf jeden Fall sollte er bei der zuständigen Kammer nochmal vorsprechen und dort um Hilfe bei der Vermittlung einer Ersatzausbildungsstelle bitten.

      Gruß
      Pauliensche
    • Auch die IHK ist eigentlich dazu da, bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsbetrieb zu helfen, damit das halbe Jahr nicht umsonst war. Alternativ soll auch die Jobsuche als Verkäufer helfen. Ob nun Einzelhandelskaufmann oder Verkäufer: da sollte sich doch was finden lassen.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Turtle1972 schrieb:

      Auch die IHK ist eigentlich dazu da, bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsbetrieb zu helfen, damit das halbe Jahr nicht umsonst war. Alternativ soll auch die Jobsuche als Verkäufer helfen. Ob nun Einzelhandelskaufmann oder Verkäufer: da sollte sich doch was finden lassen.
      Selbstverständlich helfen die zuständigen Kammern bei Problemen zwischen Azubis und Ausbildungsbetrieb. Und sie bemühen sich auch, einen aufnahemebereitem Betrieb zu finden, wenn eine Fortsetzung der Ausbildung im alten Betrieb nicht sinnvoll ist. Für den Azubis ist das im laufenden Jahr allein meist unmöglich.
    • Mein Patenkind hat zu Mitte Januar in der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten von einem Augenarzt zu einer Frauenärztin gewechselt. Problemlos. Im Übrigen auch, weil die Arbeitsbedingungen beim Augenarzt als Sklavenhaltung zu bezeichnen waren. Man muss nur halt selbst mal in die Pötte kommen. Gehen tut alles.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Alternative: Antrag auf ALG II. Da wird er aber erst einmal mit einer Sanktion einsteigen und ggf. kommt hernach ein Erstattungs-anspruch nach § 34 SGB II. Sofern er nicht glaubhaft darlegen und nachweisen kann, daß der Arbeitsort krankmachend ist.

      Am Sonsten schleunigst Arbeisersatz suchen. Da allerdings wird das JC hilfreich zur Seite stehen.

      dejure.org/gesetze/SGB_II/34.html
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Vegas schrieb:

      Weil die Ausbildung hingeschmissen wurde gibt's eine Sanktion. Und Schadenersatz nach 34 weil die Hilfebedürftigkeit selbst herbeigeführt.
      Aber natürlich nur, wenn ALG II beantragt und gezahlt wird. ALG I gibt es hier ja nicht. Beim JC ist die Welt ja noch in Ordnung. Weil, baut man Mist, muß Lehrgeld gezahlt werden.

      Sollte natürlich mit in die Überlegungen mit einfließen. Da sollte er eine andere Art der Finanzierung finden. Ja gut, wegen der KK, da ist zunächst eine Freiwillige Versicherung ratsam. Kostet zwar auch Geld... Eben Lehrgeld.
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    • Pauliensche schrieb:

      Die Rechtsgrundlage für die Sanktion wäre interessant. Und die Begründung für die Kombination von Sanktion und Erstattungsanspruch.
      sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbii/31.html
      dejure.org/gesetze/SGB_II/34.html

      zur 31:
      ... 2. sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,


      zur 34:

      (1) Wer nach Vollendung des 18. Lebensjahres vorsätzlich oder grob fahrlässig die Voraussetzungen für die Gewährung von Leistungen nach diesem Buch an sich oder an Personen, die mit ihr oder ihm in einer Bedarfsgemeinschaft leben, ohne wichtigen Grund herbeigeführt hat, ist zum Ersatz der deswegen erbrachten Geld- und Sachleistungen verpflichtet. Als Herbeiführung im Sinne des Satzes 1 gilt auch, wenn die Hilfebedürftigkeit erhöht, aufrechterhalten oder nicht verringert wurde.
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