Schülerbafög abgelehnt!

    • Schülerbafög abgelehnt!

      Hallo, ich hoffe hier kann mir jemand helfen. Meine 17 jährige Tochter lebt 300 km von mir entfernt in ihrer eigenen Wohnung und besucht dort die Realschule. Sie hat bald ihre Prüfungen und wird danach in die Ausbildung gehen. Sie lebt in Sachsen-Anhalt und ich in Thüringen. Am Telefon sagte mir eine Dame vom Bafögamt, dass meiner Tochter Schülerbafög zusteht aber jetzt wurde der Antrag mit der Begründung abgelehnt, dass sie hier zur Schule gehen könne. Nach einem Gespräch mit der Schulleiterin war klar, dass meine Tochter bei einem Umzug die 10. Klasse wiederholen müsste weil der Unterrichtsstoff in Sachsen-Anhalt anders als in Thüringen ist. Vielleicht kennt sich jemand hier aus denn ich weiß im Moment nicht weiter.
    • die Ablehnung der BaföG-Stelle ist m.M. korrekt.
      Auszug aus § 2 BAföG:
      "(1) Ausbildungsförderung wird geleistet für den Besuch von
      1.
      weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und Berufsfachschulen, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung, ab Klasse 10 sowie
      von Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, wenn der Auszubildende die Voraussetzungen des
      Absatzes 1a erfüllt...
      (1a) Für den Besuch der in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Ausbildungsstätten wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn der Auszubildende nicht bei
      seinen Eltern wohnt und
      1.
      von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte nicht erreichbar ist,
      2.
      einen eigenen Haushalt führt und verheiratet oder in einer Lebenspartnerschaft verbunden ist oder war,
      3.
      einen eigenen Haushalt führt und mit mindestens einem Kind zusammenlebt."
      Die Ausnahmeregelungen treffen auf deine Tochter nicht zu, denn eine geeignete Realschule wird es ja auch in deiner Umgebung geben.
      Weshalb ist sie denn umgezogen?
    • hi!

      Zumuten ist das richtige Stichwort!

      Es mag ja sein, das von dem Wohnort der Mutter/Eltern durchaus eine Ausbildungsstätte erreichbar ist. Und die mag auch von der Schulform her zumutbar sein.

      Das ist aber zu kurz gedacht.

      Zumutbar ist die Ausbildungsstätte aber dann nicht, wenn sie nur um den Preis der Wiederholung eines Schuljahres besucht werden kann.

      Hier kommt hinzu, daß die derzeitige Ausbildingdstätte ja ursprünglich vom Wohnort der Eltern aus die zumutbare Ausbildungsstätte war. Siecwurde also nicht bewusst im weiter Entfernung vom jetzigen Wohnort der Eltern gewählt.

      M. E. Ist dir Entscheidung des Bafög - Amtes falsch

      Gruß
      Pauliensche

    • 2.1a.15 Der Besuch einer Ausbildungsstätte ist der auszubildenden Person nicht zumutbar, wenn dadurch die Ausbildung wesentlich beeinträchtigt würde. Eine wesentliche Beeinträchtigung liegt z. B. vor, wenn die auszubildende Person infolge einer Veränderung ihrer Lebensverhältnisse und der ihrer Eltern während des letzten Schuljahres oder bei Gymnasien während der letzten beiden Schuljahre vor Abschluss des Ausbildungsabschnitts auf eine andere Ausbildungsstätte wechseln müsste.
      bafoeg-aktuell.de/bafoeg/gesetz/paragraph2.html
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.