Wie viel ALG1 + Harzt4 als alleinerziehende

    • Wie viel ALG1 + Harzt4 als alleinerziehende

      Hallo,

      wenn man seit 14 Monaten in einem Betrieb beschäftigt ist und jeden Monat 1000 Euro netto bekam.
      Ist es richtig, dass man 67% vom letzten netto erhält - in diesem Fall also 670 Euro?

      Hat man die Möglichkeit als Alleinerziehende noch aufstockendes Hartz4 oder Kinderzuschlag zu bekommen?

      Freue mich auf Nachrichten!

      Liebe Grüße
      Laura
    • 1. Den Anspruch auf ALG I kann man hier mittels einem ALG I - Rechner berechnen: Hoffe der Link geht.

      pub.arbeitsagentur.de/selbst.php?jahr=2016

      2. Grundsätzlich ja. Zum Kinderzuschlag kann noch Wohngeld beantragt werden. Auch du für dich kannst Wohngeld beantragen. Ich würde erst einmal über Kinderzuschlag und Wohngeld gehen. Das sind Alternativleistungen zum ALG II. Und wie sieht es mit Unterhalt für das Kind bzw. Unterhaltsvorschuss aus? ALG II würde ich als letzte Option sehen.

      Aber selbst da ist es so, die BA für Arbeit ist zuständig bei Inanspruchnahme von ALG I. Auch dann, wenn aufstockend ALG II bezogen wird. Das hat sich jetzt 2017 geändert.

      Was letztendlich greift, können unsere Fachleute naürlich erst berechnen, wenn die Einkommensmengen detailliert klar sind.
      Jeder für sich allein :P - ist nichts . Zusammen aber ^^ , sind wir ein unschlagbares Team :thumbsup:
    • Hallo,

      danke für die schnellen Antworten!

      Gehalt: 1000 Euro netto monatlich

      Meine Tochter ist 4 Jahre alt
      Unterhaltsvorschuss bisher 145 Euro, seit Januar 2017 150 Euro
      Kindergeld bisher 190 Euro

      Der Kindsvater zahlt keinen Unterhalt. Er bekommt Mindestlohn.

      Ausgaben:
      Wohnkostenzuschuss von 350 Euro per Überweisung an meine Großeltern. Es existiert kein Mietvertrag, da ich im Haus meiner Großeltern wohne.
      Ich bewohne mit meiner Tochter 2 Zimmer (insgesamt 30qm). Bad und Küche dürfen wir von meinen Großeltern mit benutzen.

      Lieben Gruß
      Laura
    • Es wird ein Grenzfall werden.

      Wie hoch das Alg I tatsächlich ausfällt, bliebe mal abzuwarten. Wenn es z.B. 67 % vom Netto wären, also 670 Euro, dann würde sich per Milchmädchenrechnung ungefähr das Folgende ergeben:

      Regelbedarf Kind 237,- Unterkunftsanteil Kind: 175,-; Gesamt 412
      Einkommen Kind 340,-

      Restbedarf Kind: 72,-

      Regelbedarf Mutter 409; Mehrbedarf Alleinerziehende 147,24; Unterkunftsanteil 175,-
      Einkommen Mutter 640 (30 Euro Versicherungspauschale sind abgezogen)

      Restbedarf Mutter: 91,24

      Die Rechenwerte können falsch sein. Das ist auf die Schnelle im Kopf überschlagen.

      Fazit: Über den Daumen gepeilt reden wir von rund 165 Euro Gesamtbedarf. Also lohnt es sich ggf. durchaus, möglichst zeitig einen Antrag beim Jobcenter zu stellen.

      Evtl. sollte man Kinderzuschlag und Wohngeld nochmal durchrechnen. Allerdings ist das Wohngeld gehandicapped durch die geringen Wohnkosten (den fehlenden schriftlichen Mietvertrag könnte man nachholen). Der Kinderzuschlag ist gehandicapped durch das Kindeseinkommen. Unterhaltsvorschuss und Kinderzuschlag schneiden sich üblicherweise.
    • Danke erstmal für die Antworten und verzeiht bitte, dass ich mich erst jetzt melde.

      Mein Opa hat gesagt, dass er nichts dagegen hätte den Wohnkostenzuschuss von 350 Euro in einen Mietvertrag zu wandeln, nur müsste er dann sicher steuern zahlen als Rentner. Er hat 1050 netto Rente, meine Oma hat 410 Euro netto Rente im Monat. Wenn wir einen Mietvertrag über 350 Euro kalt machen würden, könnte ich jedoch nicht die Nebenkosten "berechnen" bzw. auf dem Antrag für Wohngeld oder Hartz4 die genauen Nebenkosten mitteilen, da alles über einen Stromzähler und Wasserzähler usw. läuft.

      Aber eigentlich wohnen wir ja wie in einer Art "Wohngemeinschaft" - wie wird es in Wohngemeinschaften geregelt? Oder bekommen Personen, die in WG´s wohnen kein Wohngeld oder die Miete durch Hartz4?

      Viele Grüße
      Laura
    • 350 Euro im Monat an deine Großeltern. Also, wenn ich bei meinem Haus die Kosten zusammenrechne, komme ich auf keine 350 Euro im Monat. Kein normaler Mieter bezahlt 350 Euro/Monat nur für Nebenkosten, es sei denn, er wohnt auf über 150qm. Also vereinnahmen deine Großeltern bereits jetzt Miete, ohne sie dem Finanzamt zu melden.

      Mein Verständnis für solche Konstrukte hält sich in Grenzen. Im Normalfall hilft man sich innerhalb der Familie untereinander. Und zockt sich nicht gegenseitig ab. Bzw. jetzt den Staat.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • @ Turtle1972, es scheint mir auch so, als hättest Du es nicht verstanden.
      Wir zocken uns nicht gegenseitig ab, Du hast überhaupt keine Ahnung von uns und ich finde das auch eine echt Unterstellung! Hier wäre ne Entschuldigung fällig Herr "Admin"

      Meine Großeltern haben Nachtspeicherheizungen und sonst läuft auch alles über Strom, sie haben monatlich knapp 500 Euro Stromkosten, Entschuldigung, dass ich mich mit einem Wohnkostenzuschuss daran beteilige. Sie hatten die beiden Räume früher auch schon vermietet und dann bin ich mit meiner Tochter nach meiner Trennung eingezogen.
    • Vermietet ohne Küche und Bad. Ja, klar. Selbst bei halben Stromkosten von 250 Euro (für eure lächerlichen 30qm) sind das immer noch 100 Euro für kalte Nebenkosten, die nie im Leben so in der Höhe anfallen. Das ist und bleibt Abzocke. Insbesondere, wenn ich davon ausgehe, dass du deine Großeltern physisch unterstützt, also Hilfeleistungen erbringt, die ein normaler Mieter nicht erbringen würde. Mein Bruder lebt auch noch bei meinen Eltern, da geht einfach jede Hausrechnung die kommt, durch 3. Und da zahlt er garantiert keine 350 Euro im Monat.

      Ich könnte den Betrag noch glauben, wenn da auch Kostgeld drin wäre, weil deine Oma für alle kocht. Aber so glaube ich das nicht. Und dafür werde ich mich garantiert nicht entschuldigen, ich schalte ungern meinen gesunden Menschenverstand aus, denn ich weiß, wie hoch Hauslasten in etwa monatlich sind, da ich in meinem Leben bisher nur in eigenen Häusern gewohnt habe.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Floristiker schrieb:

      Mein Opa hat gesagt, dass er nichts dagegen hätte den Wohnkostenzuschuss von 350 Euro in einen Mietvertrag zu wandeln, nur müsste er dann sicher steuern zahlen als Rentner.
      Warum die Unsicherheit, wenn er das dann doch schon wissen müsste?

      Floristiker schrieb:

      Meine Großeltern hatten früher, als sie noch keine Rentner waren, die beiden Zimmer untervermietet - also wie eine art WG, na klar durfte derjenige damals Küche und Bad mitbenutzen.
      (Btw: nicht untervermietet, sondern vermietet)
    • Wie weiter? Du stellst einfach deinen Antrag beim Jobcenter, weist deine Nebenkostenbeteiligung per Kontoauszug und Bestätigung der Großeltern nach und wartest ab. Was soll passieren? Deine 670 Euro und die ca 350 Euro KG und UVG sichern euer Überleben problemlos, denn deine Großeltern werden dich bestimmt nicht auf die Straße setzen, wenn sie auf die 350 Euro mal ein paar Tage warten müssen, oder?

      Ich rate dir trotzdem, dich mal mit deinen Großeltern und allen Abschlägen und Rechnungen, die übers Jahr so anfallen, zusammenzusetzen und die 350 Euro zu prüfen. Mal sehen, ob du dann nicht erkennst, dass du ein Großteil der Kosten deiner Großeltern mitzahlst. Wenn nicht, würde mich glatt interessieren, wie sich diese 350 Euro im einzelnen zusammensetzen. Das jetzt übrigens nicht nur aus Spaß, im Normalfall wird das Jobcenter diese Unterlagen nämlich auch fordern, weil es diese Kosten nur nach Fälligkeit übernimmt. Denn Schornsteinfeger oder Grundsteuern zahlt man nicht jeden Monat. Auch Wasser/Abwasser/Müll zahlt man meist nur alle 2 Monate oder quartalsweise.
      Es ist nicht nötig (und noch dazu regelwidrig!), mir eine PN zu schreiben, weil eine Verwarnung erfolgte, ein Beitrag oder Thread gelöscht oder ein Thread geschlossen wurde. Wenn dies geschah, hatte es einen entsprechenden Grund. Ich verweise insoweit auf die Regeln des Forums: Forenregeln.
    • Abgesehen vom Antragstellen ein lebenspraktischer Hinweis:

      6000 Euro Strom pro Jahr erreicht nicht einmal ein freistehendes Bauernhaus aus den 50er/60er Jahren (=keine nennenswerte Wärmedämmung) mit 8+ größeren Zimmern, zusätzlicher Nutzfläche inkl Dachspeicher, voll unterkellert und mit den frühen Generationen von Nachtspeicheröfen ausgestattet, falls die Bewohner sich stromsparend verhalten und die Tarife zeitgemäß optimiert sind. Das sind 1000 Euro pro kaltem Monat.

      4000 Euro wäre schon viel bei "normalem" Verbrauch von 4 Personen.

      Daher: Schau ob es bei Euch in der Gegend kostenlose Stromberatung von den Stromanbietern, öffentlichen Einrichtungen oder gemeinnützigen Vereinen gibt, ies Dir online einfache Hinweise zum Stromsparen durch und prüf das Verbrauchsverhalten und den Stromvertrag Deiner Großeltern.

      Wenn Du da etwas reißen kannst, kommen spürbare Beträge heraus - die Deine Großeltern dann für andere Sachen verwenden können.