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| Schulden - Schuldnerberatung - Überschuldung - Privatinsolvenz Weg mit den Schulden! Fragen rund um das Thema Überschuldung und Schuldnerberatung. Hier können Sie sich austauschen und Tipps zum Thema Schulden, Haushaltsplanung und Privatinsolvenz erhalten. |
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#1
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| Hallo zusammen, ich bin nun an dem Punkt, in Privatinsolvenz zu gehen, da der Gürtel immer enger wird und mir schon beginnt die Luft abzuschöpfen. Ich habe als 40j. Alleinerziehende mit Festanstellung 3/4 Stelle. Seit ca. 3 Jahren bin ich chronisch krank und nehme seit über einem Jahr Psychopharmaka und Schmerzmittel, bin wohl mittlerweile auch davn abhängig. Mein Sohn ist 15, der Vater zahlt nur unregelmässig Unterhalt bzw. ist selbst in Insolvenz und aktuell wieder arbeitslos. Ich habe 45.000 Euro Schulden, inkl noch Bafög-Schulden von 10.300 Euro. Vor zwei Jahren hab ich ein Auto (Neuwagen mit Umweltprämie plus Händlerprämie) für um die 7000 Euro über eine 3-Wege-Finanzierung geleast/gekauft/wie nennt man das? und zahle seitdem 89 Euro Raten und 29 Euro Versicherung dafür. DAs ist recht günstig. Bei einer Privatinsolvenz müsste ich den Wagen wohl zurückgeben? Ich brauche aber ein Auto für den Weg zur Arbeit und zurück (insgesamt 50km) täglich. Außerdem kann ich Einkäufe nicht mehr per Fuß machen, da ich eben Muskelrheuma habe und seit drei Jahren ziemlich schnell erschöpft bin. Meine Arbeit schaffe ich oft grad noch so, will aber nicht aufgeben. Könnt ihr mir sagen: 1. wie das mit dem Auto in der PI läuft? 2. was mein erster Schritt (mach auch einen Termin bei Beratungsstelle aus) in die Privatinsolvenz sein wird 3. Muss ich schnellstmöglich ein P-Konto eröffnen? Vielen vielen Dank jetzt schon für eure Antworten. MfG Feli |
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#2
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| In Deiner Situation scheint mir der Schritt zur Insolvenz sinnvoll. Mach möglichst schnell den Termin zur Beratung, dort wird man auch all Deine Fragen beantworten. Stell Dich auf eine evtl. längere Vorlaufzeit ein. Die Stellen sind sehr überlaufen. Ein Auto, welches Du beruflich brauchst, wird man Dir nicht 'wegnehmen' können. Könnte allerdings sein, dass ein billigeres Auto es auch täte. Das mit dem P-Konto kann nie schaden. |
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#3
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| Wobei ich eher denke, daß die Bank das Fahrzeug wegnimmt. Ist doch geleast und ich glaube kaum, daß die den Vertrag weiterführen bei einer PI. |
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#4
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| Okay, das müsste vielleicht noch genau geklärt werden, wem genau das Auto gehört. Vor allen Dingen zum Zeitpunkt des Inso-Antrages. |
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#5
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| Vielen Dank für die ersten Antworten! Das Auto gehört wohl der Nissanbank. Der Händler hat einen Vertrag mit mir abgeschlossen, der für mich recht günstig alles in allem ist: Die Versicherung ist an den Vertrag gebunden, war grad so ne Aktion mit dem Versicherer und Händler und kostet mich nur 29 Euro im Monat, das für Vollkasko und zudem fahre ich überhaupt erst seit 2007 Auto, ich hatte vorher nie eines, und erst seit 2003 den Führerschein. Der Wagen hat ewig viel Garantien und Vorzüge. Die Steuer kostet nur 60 Euro im Jahr....für das Auto zahl ich oder muss zahlen: 35 Monatsraten a 89 Euro (hab schon 24 Raten gezahlt bisher), danach (nächstes Jahr um die Zeit) entweder Rücknahme des Autos durch den Händler (Rücknahmegarantie, natürlich nach Wertfeststellung) oder bezahlen einer Schlussrate von 4800 Euro, oder in Absprache mit Händler und Bank eine weitere Ratenbezahlung, das Auto gehört nach Gesamtbezahlung dann mir, also nicht direkt Leasing, sondern drittel Leasing, drittel Rückgaberecht, drittel Kauf...so könnte man sagen. Das Auto hat mir nach Abzug von 2000 Euro Nissanprämie und 2500 Euro Umweltprämie für den alten Schrottwagen den ich hatte -der keinen TÜV mehr bekommen hätte - noch ca. 6900 Euro gekostet. Im Grunde find ich s günstig. Was meint ihr? Gibt es auch Händler/Banken, die trotz der PI den Vertrag weiterlaufen lassen und auch Insolvenzverwalter, die das genehmigen? Ich bin nicht nur beruflich drauf angewiesen, sondern auch mehr und mehr gesundheitlich. Ich habe chronische Schmerzen, nehme Medikamente, auch gegen psychische Problematiken seit einem Jahr. Ein Leben ohne Auto wäre für mich momentan eine zu große Belastung und ich könnte auch nicht zu den Arbeitszeiten mit öffentlichen Mitteln zur Arbeit gelangen, wäre immer zu spät und nicht mehr flexibel, das wäre mir fast unmöglich. Eine günstigere Alternative kann mir aktuell gar nicht so vorstellen, hab mich mal umgesehen, da krieg ich für das Geld nur schlechtere....na gut, ich hab da einfach keine Ahnung von Autos....mal nebenbei gesagt. LG Feli und danke für Tipps und Rat |
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#6
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| Ob das Auto jetzt günstig war oder nicht - es ist halt so wie es ist. Es gehört Dir nicht, fällt also auch nicht in die Insolvenz. Ob der Händler sich nächstes Jahr auf neue Leasing einlässt, Keine Ahnung. Aber ob mit oder ohne Insolvenz: Du wirst negative Schufa-Einträge vielleicht schon haben, ansonsten irgendwann bekommen. Dann sieht's eh schlecht aus mit Krediten etc. |
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#7
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| Ach so!!!! Es geht gar nicht ein in die Insolvenz? Dann könnte es mir der Händler - nehmen wir mal an, er und die Bank sind mir wohlgesinnt - auch das weiter leasen und später per Raten zahlen lassen? Die Autorate ich wirklich die kleinste von allen Raten, die meine Schulden ausmachen....und ich brauch es am meisten, von allem, was ich besitze und das ist äußerst wenig... Naja, ich hab jetzt meinen Bruder gefragt, ob er es übernehmen könnte für mich. Ich muss noch abwarten, was er antwortet. Ansonsten macht mir die Insolvenz Angst, dass ich dann nie mehr irgendwelche selbstbestimmten Entscheidungen treffen darf ...ohne den Inso-Verwalter....Kredite nicht mehr zu erhalten, sehe ich absolut ein, dass will ich ja auch nicht mehr...bin ja nicht mehr die Jüngste und damit muss ich endlich neues Ufer sehen. Vor allem da ich auch gesundheitlich nicht ganz fit bin. Ich hoffe für das Auto gibt es eine Lösung. Was passiert eigentlich , wenn man aus gesundheitlichen Gründen o.ä. arbeitslos wird? Wieviel steht mir mit Kind (15) zu? Darf da gar nichts von abgezogen werden, bzw. gepfändet? Ist das dann so? Vielleicht hab ich aber mehr Panik, als ich brauchen müsste? LG Feli |
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#8
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| Es gibt Pfändungsfreibeträge. Je nachdem wie hoch dein Einkommen ist, kann oder kann nicht gepfändet werden. Dein Unterhaltsberechtigter Sohn wird berücksichtigt. Das gilt auch für Arbeitslosengeld. Es gibt im Net die Tabelle, wo man gucken kann,wie viel bei welchem Einkommen und wie vielen Unterhaltsberechtigten gepfändet werden kann. Die Insoverwalter sind übrigens sehr unterschiedlich. Mein Bekannter ist in Inso und außer einmal im Jahr eine Rechnung von ihm hört und sieht er vom Insoverwalter gar nichts. Einmal hat er Lohnabrechnungen angefordert und dem Arbeitgeber einen Beschluß zugeschickt. Seit dem hört man wieder gar nichts von ihm. Vermutlich ist mein Bekannter ein zu kleiner Fisch für den (er übernimmt sonst Verwaltungen von großen Firmen, wo es was zu verdienen gibt). |
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#9
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| Ich halte Panik auch nicht für angebracht. Obwohl: die Insolvenz ist natürlich kein Zuckerschlecken. Aber ohne Insolvenz musst Du täglich Panik haben vorm Gerichtsvollzieher und der Eidesstattlichen Versicherung. Und letzteres ist wirklich auch kein Zuckerschlecken. Bei der Inso musst Du sechs Jahre die Zähne zusammenbeißen - und dann ist es vorbei. Für immer. |
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#10
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| Hallo! Ich habe nun am 12.11. einen Termin bei Schuldenberater, der auch Insolvenzberatung macht. Gott sei dank. Der erste Schritt. Man wird mir Unterlagen zuschicken vorab, wahrscheinlich was ich alles brauche und mitbringen muss? Ich bin immer mehr davon überzeugt, dass es eine gute Sache für mich ist, aber einige Ängste sind wahrscheinlich normal. Darf ich fragen, ob es nicht besser ist, ich würde sofort ein P-Konto eröffnen bei der Sparkasse? Ich bin aktuell z.B. bei der Postbank. Wenn ich jetzt ab dem Termin der Beratung keine Raten mehr bezahle, dann gehen doch die Banken mit dem Privatkredit (und einen davon habe ich bei meiner Hausbank) an mein Konto, oder? Ich muss unbedingt vermeiden, dass eine Versorgungslücke entsteht, wie macht man das? Es gibt noch einen erst bestellten Laptop für meinen Sohn, den ich eigentlich ab Januar erst bei einem Versandhaus abbezahlen müsste. Den hoffe ich noch retten zu können, indem ich mir das Geld borge, bzw. mein Bruder den Laptop sofort bezahlt und ich mir darüber gesondert den Kauf bestätigen lasse, bevor ich irgendwelche Raten einstelle. Ist das vernünftig? Ansonsten: wie ist das, wenn man jetzt ganz offen und ehrlich zum Autohändler geht, und sagt: ich mach bald Insolvenz, und bin nicht mehr offiziell berechtigt das Auto weiter zu leasen und nächstes Jahr dann mit der Restrate zu erwerben.....was könnte man machen.....vielleicht - da es ja nicht - aufgrund des Leasing - in die Insolvenz eingehen muss oder nicht eingeht, könnte der Händler doch Interesse haben? Bzw. bis jetzt hab ich 24 Monatsraten immer beglichen und auch jetzt begleiche ich -bis das Verfahren losgeht - ja meine Raten, bzw. warum kann ich die Raten nicht auch bei der Insolvenz weiterzahlen, da ich das Auto ja brauche, um in die Arbeit zu kommen? Als letzte Frage: vorausgesetzt, ich müsste das Auto dem Händler zurückgeben, wie lange dauert so ein Prozess, denn vielleicht schaffe ich es, wenn ich keine Raten mehr habe, dass ich dann was zusammenbring für einen Gebrauchtwagen.... Danke! LG Feli |
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