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| Sag deine Meinung zu Hartz IV und Co. Sie haben keine Frage, sondern wollen einfach Ihre Situation, ihre guten und schlechten Erlebnisse schildern (z.B. Besuch beim Amt, Vorstellungstermin, Krankenkasse usw.) - sachlich. |
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#11
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| Vegas, ich weis ja nicht was Du unter guter Ausbildug verstehst. Ich habe eine kaufmännische Ausbildung und habe da auch jahrelange praktische Erfahrung. Zeiten der Arbeitslosigkeit habe ich für Fortbildungen genutzt. Aber seitdem ich 30 bin, hat mich in diesem Bereich keiner mehr genommen. Also habe ich eine 240 Stunden Grundkurs für Pflegekräfte und auch einen 160 Stunden Kurs für zusätzliche Betreungskräfte (Alltagsbgleiter) gemacht. Habe auch hier schon einige praktische Erfahrungen machen dürfen, leider aber nur als ABM bzw. MAE -Kraft und ehrenamtlich. Nun bin ich froh wenigstens als Alltgsbegletier für 15 Stunden die Woche bei eienr Hauskrankenpflege etwas gefunden zu haben. Ja beworben habe ich mich auf verschiedene Ausschreibungen. Auch jede Menge Initiativebewerbungen habe ich gestartet. Bei wieviel Zeitarbeitsfirmen oder privaten Arbeitsvermittlern ich mich vorgestelt habe kann ich auch schon nicht mehr zählen. Angela |
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#12
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| es ist sehr schwierig, wenn man eine Behinderung hat. Obwohl die Betriebe belohnt werden, wollen sie hier kaum Leute mit Behinderung einstellen. Und bei gebärfähigen Frauen kann es Probleme geben, ich kenne zwei Fälle, wo man lieber 45jährige Frauen genommen hat. Es ist nicht immer "wer Arbeit will, der findet auch welche". Andererseits kenne ich hier etliche, die sich in ALGII eingerichtet haben. Sie wollen wirklich nicht arbeiten. Immer beide Seiten sehen. |
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#13
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| Angela, ich habe nicht gesagt, daß man in seinem ursprünglich gelernten Beruf gleich wieder was findet. Ich arbeite auch in einem anderen Bereich als ich ursprünglich gelernt habe. Man muß halt flexibel sein, was Du ja auch warst. |
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#14
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| "Die Arbeitslosen kümmern sich um ihre Kinder" Dazu haben sie dann ja auch genügend Zeit. Man hat ja den ganzen Tag sonst nichts zu tun. Dann werden die Kinder auch schonmal von zwei daheimsitzenden Elternteilen gepflegt und alle Versuche des Amtes vielleicht einen nicht so gut bezahlten Job (Ganztagsjob) anzunehmen werden konsequent abgeblockt. |
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#15
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| Meine Meinung ist, dass die Löhne einfach zu gering sind. Meine Eltern (keine Studierten, Intellektuellen, sondern Arbeiter der BRD) konnten es sich locker leisten, dass einer ganz zu Hause blieb und sich um mehrere Kinder und den Haushalt kümmern konnte. Beide sind heute Rentner. Daneben war es möglich, ohne dass wir an Kleidung oder wertvollem Essen eingespart hatten, einen Pkw (bar) alle paar Jahre neu, ein Häuschen (auf Kredit abzahlbar) hatten. Wir waren nur einmal im Urlaub und dass innerdeutsch. Aber heute gehen beide Eltern arbeiten, die Kinder durch Dritte betreut oder auch zur "Selbständigkeit" erzogen, und dennoch kommen sie nicht weit sondern gerade so über die Runden, wenn sie eine oder keine Berufsausbildung genossen haben. |
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#16
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| Zitat:
und daran hakt es. Man kann sich durchaus weiterbilden, besser qualifizieren. Geht alles neben einem Beruf, muß man halt in die Hufe kommen und an anderer Stelle (auch finanziell) zurückstecken, aber es zahlt sich aus. |
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#17
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| Früher ging das wohl in der Firma meines Vaters fast "von alleine", dass man "weiterkam". Und ich kann nicht behaupten, dass die Leute, die zu zweit arbeiten gehen, sich nicht bemühen würden...... Aber es wird eben in Relation zum "Bedarf einer Familie" ggü früher deutlich weniger gezahlt, es bleibt nichts mehr hängen, von dem man sparen könnte etc pp. |
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#18
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| Na ja, ich gehe ungern von mir aus, aber da ich etliche Familien in der Nachbarschaft bzw. Bekanntekreis habe, denen es genauso geht, widerspreche ich dem "Es reicht nicht, wenn einer arbeiten geht". Würde mein Mann alo und keine Arbeit mehr finden nach dem Jahr ALG 1 würde ich - dann gewechselt in LStKl. III und ca. 2500 Euro netto natürlich meine Familie (Mann, Kind, ich) ernähren können. Klar wäre es unschön, wenn das Geld meines Mannes wegfiele, aber ausreichen würde auch mein Einkommen allein. Und so kenne ich etliche Familien, wo es so ist bzw. die auch schon entsprechend leben mussten, weil ein Partner alo wurde. Gehen tut das schon noch. Wenn man entsprechend gut ausgebildet ist. Turtle |
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#19
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| Zitat:
Hängt nämlich vom Alter ab. Bin 55J, Dipl.Ing., 30J. Berufserfahrung in technischer IT, weltweiter Einsatz als Programmierer (auch USA; Australien), dann als Softwarearchitekt und Projektleiter. Arbeit nur bei ersten Addressen, z.B. ADIDAS, so ziemlich alle Automobilhersteller in Europa, GM, British Airways, Lufthansa ... Und nun ALG II. Ab und zu zum Glück ein kleiner freiberuflicher Auftrag eines alten Kunden. |
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#20
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| Ausnahmen bestätigen die Regel. Mein Nachbar ist auch 55. Der ist Lehrausbilder bei einem überbetrieblichen Maßnahmeträger. Der könnte seine Familie auch allein durchfuttern. Und so gibt es etliche Familien in meinem Dorf, wo zur Not auch ein Einkommen reichen würde. Turtle |
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