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| Sag deine Meinung zu Hartz IV und Co. Sie haben keine Frage, sondern wollen einfach Ihre Situation, ihre guten und schlechten Erlebnisse schildern (z.B. Besuch beim Amt, Vorstellungstermin, Krankenkasse usw.) - sachlich. |
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#1
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| Wow...des Pudels Kern, das Ei des Kolumbus, die Quadratur des Kreises... ![]() Pflichtbewusste ARGE-Vermittler und Teile der Bevölkerung wussten es ja schon immer.. Es gibt kein Arbeitsmarkt -sondern ein Vermittlungsproblem! Die ganzen offenen Stellen werden nur nicht besetzt, weil.... ein Teil der ALG II Bezieher geistig behindert ist. ![]() HAMMER!!!! ====>DasErste.de - Monitor - Behindert nach Aktenlage: Wie Langzeitarbeitslose aus der Statistik verschwinden Ein starkes Stück...die offensichtliche "Sprachlosigkeit" und das rumstottern des ARGE-Pressesprechers, runden das Bild ab.. Find ich höchst bedenklich und menschenverachtend, aufgrund eines Test, der mich im übrigen an ein MPU erinnerte, Menschen so zu stigmatisieren... |
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#2
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| Das ist nichtmal nur bei der Arge so... ![]() Ein Freund von uns, keine Ahnung wie ich es sagen soll ohne das es diskriminierend klingt, hat einen minimalen Hau weg. Er war in der alten Firma meines Freundes eines der besten Bandarbeiter. Nach ein paar Tagen Einarbeitungszeit konnte er auch zügig ohne Fehler neue Produkte bearbeiten. Nachdem viele Stellen dort wegrationalisiert wurden, wird er nichtmal vom Arbeitsamt "vermittelt". Vermittelt schon zur Quabed, leider bieten die momentan keine "Spezialkurse" an und somit sitzt er den lieben langen Tag zu Hause rum, bekommt dafür sogar mehr Geld und ist aus der Statistik raus... Sein einziges Problem ist eigentlich nur, dass er sich Dinge nicht selbstständig erarbeiten kann, aber deswegen gleich so abgeschoben zu werden, finde ich persönlich heftig. |
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#3
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| Eventuell wird hier vergessen, dass Menschen mit Behinderungen Anspruch auf eine Förderung haben. Wenn jemand eine Behinderung hat, hat er diesen Anspruch. Ihn dann nicht zu fördern wäre zum einen unverantwortlich, zum anderen auch ein Beratungsfehler. Auch bei offensichtlichen Behinderungen sind es meistens die Familien die darauf bestehen, dass doch gar nichts vorliege. Viele Menschen, insbesondere mit leichteren geistigen Behinderungen können mit den heutigen Anforderungen des Arbeitsmarktes einfach nicht mehr mithalten. Sie haben ein Recht darauf, dass ihre Einschränkungen gesehen werden. Ich habe den Monitorbeitrag nicht gesehen, habe aber mehrere Kunden gehabt bei denen sich nach Prüfung herausgestellt hat, dass sie Anspruch auf Förderung haben. Arbeitsplatz in der WfbM mit Fahrservice, garantierter Arbeitsplatz, Anspruch auf Tagesstruktur auch im Alter... Abgeschoben scheint für mich etwas anderes zu sein. |
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#4
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| Gönn dir die 8 Minuten und klick den Beitrag an..deshalb hab ich ihn ja verlinkt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ![]() Ihr braucht nur den von mir verlinkten Teil anzuklicken...ist bereits von der gesamten MONITOR-Sendung zum relevanten Beitrag "vorgespult" |
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#5
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| Mein Quälgeist hat mich jetzt auch mal den Bericht sehen lassen ![]() Und genau das ist im Grunde unserem Freund passiert. Nur weil jemand sich seine Arbeit nicht selbstständig erarbeiten kann oder wie im gezeigten Fall von Monitor "intelektuell eingeschränkt" ist, kann er also nach Aktenlage als dauerhaft geistig behindert eingestuft werden? Da fehlt mir das Verständnis. Die Menschen, die wirklich Einschränkungen bzw. Behinderungen haben müssen um Anerkennung kämpfen und nun dürfen sie sich auch noch mit Menschen, die nix in solchen Werkstätten verloren haben, um diese raren Plätze streiten. @Siebenstern: Fördern ist ja gut und wichtig, aber doch nicht abschieben um die Statistiken zu schönen. Die Frau in dem Beitrag hat vorher ohne Probleme 12 Jahre lang gearbeitet und 2 Kinder erzogen. |
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#6
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| Wenn ich wieder zu Hause bin - auf dem Dienstrechner läuft es nicht... |
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#7
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| Zitat:
Verheiratet, 3 Kinder, allerdings bisher nur eher kurz gearbeitet (vor 20 Jahren). Dann ist der Mann arbeitslos geworden und die Frau soll sich auch bewerben. Absoluter Zusammenbruch, Angstzustände, heulendes Elend. Inzwischen ist mal ein Test gemacht worden - der IQ liegt bei 63. Nur weil jemand bisher die Umgebung hatte, in der er zurechtgekommen ist, heißt das noch lange nicht, dass er nicht auch eine geistige Behinderung haben kann. Eine meiner ehemaligen Kundinnen hat deutlichste Anzeichen einer geistigen Behinderung gezeigt - konnte aber eine DDR Ausbildung vorweisen. Inzwischen ist sie in der WfbM und sehr glücklich damit - da kann und darf sie nämlich so arbeiten, wie es ihre Möglichkeiten hergeben. Ich warte mal ab was der Beitrag ergibt |
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#8
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| Also, ich habe den Beitrag jetzt gesehen - mir kommen da ein oder zwei Sachen seltsam vor - aber vor allen Dingen in der Darstellung von Monitor. Ein psychologischer Test findet mWn laut den Vorgaben der BA immer unter Kontrolle eines Psychologen statt - wurde uns jedenfalls vom Psychologischen Dienst so erklärt (und von meinen Kunden bisher auch so erzählt). Nach Durchführung der Tests soll dem Kunden das Ergebnis erklärt werden. Eröffnet wird das Gutachten vom Vermittler (im Normalfall), ausgehändigt wird das Gutachten auf Verlangen durch den PD um eventuell noch Fragen zu beantworten. Wie das gelaufen ist kann ich nicht sagen, allerdings würde die WfbM ein Gutachten, das ohne Beteiligung eines Psychologen erstellt worden ist, nicht anerkennen. Das das Gutachten einfach zugeschickt worden ist kommt mir sehr sehr merkwürdig vor. (Wäre ein deutlicher Fehler der ARGE) Das gezeigte Gutachten ist nicht vom PD, sondern vom Ärztlichen Dienst. Wenn der PD feststellt, dass eine Behinderung vorliegt, wird der ÄD auf Grund dieses Gutachtens die Arbeitsfähigkeit bescheinigen - der Vorwurf, dass nur nach Aktenlage entschieden worden ist, passt also nicht. Wahrscheinlich hat der PD untersucht, der ÄD nur die entgültige Entscheidung über die Arbeitsfähigkeit getroffen. (Frau Kruse ist auch im Beitrag nie gefragt worden ob sie einen Psychologen gesehen hat - ob das Absicht war?) Und zu implizieren, dass psychologische Tests voraussetzen, dass vorher Probleme mit der Psyche vorlagen, ist einfach Blödsinn (und unfair den Menschen gegenüber, die Eignungstests durchlaufen) Das Argument, dass die Frau schließlich 12 Jahre gearbeitet habe und daher nicht behindert sein könne, zieht nicht so richtig. Eine Ausbildung in der DDR haben teilweise auch Menschen bekommen, die deutliche geistige Behinderungen hatten - wäre nicht der erste Fall. Diese Menschen sind in den Betrieben mitgelaufen - ein Vorteil des Sozialismus und auch eine Art geschützte Umgebung. Wenn man davon ausgeht, dass Frau Kruse noch 6 Jahre in der DDR gearbeitet hat, bleibt vom Zeitablauf nicht mehr viel Zeit für eine Ausbildung - mehr als ein Jahr kann ich da nicht mehr reinquetschen. Für eine 3 jährige Lehre (die die meisten im Kopf haben wenn von Ausbildung gesprochen wird) fehlt da doch einfach die Zeit. Ich bezweifel aber, dass Obst- und Gemüsekonserviererin in der DDR eine Lehre war, wie die meisten sie sich vorstellen werden (und ich bezweifel das alle Abschlüsse in der DDR mit den selben Prüfungen gemacht wurden) berufe.net kennt den Beruf auf jeden Fall nicht, er scheint nach der Wende verschollen zu sein. In dem Beitrag wird meiner Meinung nach auf dem Begriff der geistigen Behinderung herumgetrampelt. Nicht jeder Mensch mit einer geistigen Behinderung sitzt lallend in der Ecke und kann sich nicht alleine Anziehen. Es wäre besser gewesen der Frau zu helfen die Diagnose zu verstehen, als sie bundesweit im Fernsehen vorzuführen. Aus meiner Zeit in der Behindertenhilfe erinnere ich mich an genug Fälle in denen das Ziel die Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt war - nur weil jemand dort arbeiten will, heißt es noch lange nicht, dass er es aktuell auch kann. Der Einwand des Landschaftsverbandes Rheinland, dass Menschen in die WfbM geschickt werden, die doch auf den ersten Arbeitsmarkt wollen ist daher nicht ganz sauber. Abgesehen davon ist das Ziel der Behindertenhilfe immer auch die Integration in den ersten Arbeitsmarkt (wenn möglich) - mit Hilfe der Förderung durch die WfbM. Der Arbeitsmarkt akzeptiert Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten nicht mehr. Da kann man drüber lamentieren und es schrecklich finden - es ist aber einfach so. Dadurch haben auch Leute, die man früher in Betrieben mit einfachen Arbeiten beschäftigen konnte heute einen Anspruch auf Förderung - weil sie aus dem Arbeitsmarkt komplett rausfallen und nicht mehr eingesetzt werden. Da finde ich die Förderung über eine WfbM doch irgendwie sinnvoller... (Und nochmal - es besteht ein Rechtsanspruch) Ein echter Fehler ist in dem Beitrag aber definitiv. Ein Mensch in der WfbM oder der Eingangszone der WfbM hat keinen Anspruch auf ALG II, sondern auf Leistungen nach dem SGB XII - gleiches Geld, anderer Topf. Da hat der Pressesprecher arg danebengehauen. Zusammengefasst behauptet der Beitrag die BA und die ARGEn würde mit Hilfe des Psychologischen Dienstes völlig gesunde Menschen zu Menschen mit Behinderung abstempeln nur um die Statistik zu schönen - sorry Leute, aber irgendwo ist echt Schluss mit den Verschwörungstheorien |
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#9
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| Dem kann ich nur zustimmen. Ich kann mich selbst noch an einen Fall zu Sozialhilfezeiten/Einführung GruSi erinnern. Die junge Dame war nach Einschätzung des Psychologen des Gesundheitsamtes zum Untersuchungszeitpunkt nicht reif für den ersten Arbeitsmarkt. Es wurde daher die Eingliederung auf den 1. Arbeitsmarkt über die WfB empfohlen. Was im Übrigen dann der Grund war, dass sie schlichtweg als "zeitweise erwerbsunfähig" eingestuft wurde und weiter in der originären Sozialhilfe verblieb und nicht in die Grusi kam. Nicht viel anders scheint es hier zu sein. Im Übrigen agieren sowohl ÄD als auch PD völlig unabhängig von den ARGEn. Es interessiert niemanden vom ÄD oder PD, ob der Begutachtete aufgrund des Gutachtens dann kein ALG 2 mehr bekommt und nur noch Sozialhilfe usw. Ich gehe sogar davon aus, dass die Ärzte vom ÄD und PD von den wirtschaftlichen Gegebenheiten schlichtweg null Ahnung haben. Ansonsten ist es nunmal so, dass sich die Behörde an das Gutachen halten muss. Weder SB Leistung, Vermittler, Geschäftsführer noch Pressesprecher des Amtes kann sich über die Feststellung hinwegsetzen. Turtle |
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#10
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| jetzt bekomme ich aber auch langsam das grausen. von dem beitrag wurde mir heute schon berichtet. danke hier nochmal für die ausführliche mitteilung. meine ausbildung und tätigkeit bis zur wende war in der damaligen ddr verkaufsstellenleiterin( filialleiterin), in einem kleinen geschäft. jetzt habe ich eine 40% schwerbehinderung für seelische krankheit und eine knieorthese zuerkannt bekommen. ausserdem bin ich bei der rentenversicherung für berufliche reha gemeldet.( wenn mir da jemand netterweise zusatzinfos geben kann, wäre ich sehr dankbar). jetzt rumort es in mir schon, das ich in so eine behindertenwerkstatt untergebracht werden soll, wenn ich das hier so lese. übrigens gab es in der ddr, für geistig kranke menschen den abschluss zum teilfacharbeiter. abgänger der 8. klasse mussten in der lehre(3 jahre) die 2 klassen mit machen. abgänger der 10.kl. haben wie ich knapp 2 jahre gelernt. sonderschulabgänger hatten die oben genannte teillehre. lg die körni |
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