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| Sag deine Meinung zu Hartz IV und Co. Sie haben keine Frage, sondern wollen einfach Ihre Situation, ihre guten und schlechten Erlebnisse schildern (z.B. Besuch beim Amt, Vorstellungstermin, Krankenkasse usw.) - sachlich. |
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#21
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| @Walter Winter das kann schon sein, dass ich mich da nicht beliebt mache, aber es ist nun mal so, dass man ab und zu schon mal zu so einem Eindruck kommen kann und ich habe ja auch zwischenzeitlich "auch schon normal" geantwortet. Und ich versuche mich zu bessern! LG |
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#22
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| Zitat:
ansonsten sieht man bei ALGII-Beziehern sehr schön, wie sowas politisch und medial aufgebauscht werden kann. 1. werden durch die Abschaffung der seinerzeitigen Arbeitslosenhilfe nach einem Jahr Arbeitslosigkeit alle in einen Topf geworfen, unabhängig davon, ob jemand vlt. schon 30 Jahre gearbeitet hat. der muss sogar sein "Vermögen" noch fast komplett aufbrauchen. 2. wird nicht bedacht, dass ca. 20-25% der ALGII-Leistungen wieder an den Staat zurückfließen, in Form von Umsatzsteuer und Ertragssteuern (beispw. durch die Vermieter). 3. Bund, Länder und Gemeinden geben jährlich ca. 1,1 Bio. Euro aus. Oder anders formuliert 1.100 Mrd. ALGII kostet großzügig gerechnet 44 Mrd. Euro. Also rund 4% der Gesamtausgaben. Und auf diesen 4% wird ziemlich rumgehackt und oft unterstellt, wären alles Faulenzer. 4. gibt es in der Tat einiges an Subventionen + Begünstigungen an bestimmte Gruppen, die durchaus auch diskussionswürdig wären, ist aber politisch nicht erwünscht. Wie "gut" eine Gesellschaft ist, sieht man am Umgang mit den "Schwächsten" dieser Gesellschaft. Hat mal irgendein weiser Mann gesagt... |
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#23
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| Obdachlosigkeit ist eine Gefahr und die Gemeinde ist dafür zuständig im Rahmen der Gefahrenabwehr, die Obdachlosen unterzubringen. Die Gemeinden mieten auch Wohnungen für die Obdachlosen an. Viele Obdachlose wollen das aber nicht, weil in den Unterkünften kein Alkohol und/oder keine Tiere erlaubt sind. Dann bleiben die lieber draußen. |
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#24
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| Hallo Max964 danke für Deine Antwort. Allerdings sehe ich doch manches ein bißchen anders als Du. Möglicherweise sind es "nur" 4 % Ausgaben des Staates für H4. Aber nur deswegen, weil dieser Prozentsatz so niedrig ist, soll man das System nicht hinterfragen oder wie? Ich gebe Dir recht, dass der Staat viele Ausgaben macht, welche eine "Hinterfragung" rechtfertigt, aber für die Ausgaben ist dies einfach das falsche Forum. Und Deine Ansicht, dass der H4-Empfänger durch Medien "schlecht" gemacht wird, kann schon stimmen, aber wenn man sich bestimmte Fernsehsendungen öfters anguckt, dann weiß man ja schließlich auch, welche Meldungen für diese Sendungen "wichtig" sind. Andererseits gibt es mehrere Foren für Sozialhilfe- oder ähnliche Leistungen, und wenn man die entsprechenden Fragen mal durchliest und eben zum Teil auch die Antworten, dann kommt - zumindest mir - schon der Verdacht das es entsprechend viele Leistungsempfänger gibt, die froh sind H4 oder ähnliche Leistungen zu erhalten und auch gar nicht die Absicht haben, dieses zu ändern. Es gibt immer wieder mal Fragen und diesem und anderen Foren, in dem Sinn: "ich bin 23, habe bisher keine Arbeit gefunden oder bin in schulischer Ausbildung oder ....., will aber jetzt ein Kind, weil ich noch jung genug dazu bin, was muss ich beachten, um H4 zu erhalten?", oder Ich bin 21 und halte es zu Hause bei meinen Eltern nicht mehr aus, weil sich diese immer in meine Angelegenheiten mischen, bisher war ich leider nicht in der Lage, eine Arbeit zu finden" usw. usw. usw. Ich persönlich finde solche Fragestellungen schon sehr aussagekräftig und vor allem zeugt es - finde ich - schon davon, dass es sehr viele Personen gibt, welche sich mit H4 "gut eingerichtet" haben. In meiner Jugendzeit war es eben so, dass man (ich) sich das Ausziehen selbst finanzieren musste und wenn dies nicht möglich war, blieb man eben weiterhin zu Hause wohnen. Wenn ich mit 18 oder so nicht gearbeitet hätte bzw. in schulischer Ausbildung gewesen wäre, also rein gar nichts gemacht hätte, hätte ich auch Stress mit meinen Eltern gehabt. Oder man möchte unbedingt in "jungen Jahren" ein Kind bekommen, weil man keine "alte" Mutter werden will, aber man kann es sich nicht selbst leisten, also für solche Fragestellungen habe ich überhaupt kein Verständnis. Und meiner Meinung nach sind Obdachlose selbst dafür verantwortlich, dass sie obdachlos sind, denn jeder in Deutschland könnte eine feste Wohnung erhalten (eben über die Wohnsitzgemeinde, die für die Unterbringung solcher Personen zuständig ist), nur wollen eben diese Personen m. E. auch so leben - dann braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn manche bei den derzeitigen Temperaturen erfrieren. Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt als nicht sozialdenkend eingestuft werde, bin ich trotzdem - je mehr ich in entsprechenden Foren usw. - mitlese, der Meinung, dass - selbst wenn es nur 4 % der Ausgaben des Staates sind - diese Ausgaben weiter gesenkt werden könnten. Was ist z. B. mit den Vermögensfreibeträgen? Warum gibt es solche überhaupt? Meiner Meinung müsste Vermögen erst vollständig aufgebraucht werden, bevor staatliche Leistungen gezahlt werden. "Man" spart doch für schlechte Zeiten, oder? Und schlechte Zeiten sind eben dann, wenn Einkommen weg fällt oder? Oder sind schlechte Zeiten erst dann da, wenn man sich keinen Urlaub mehr leisten kann, oder statt 2 Urlauben pro Jahr "nur" noch 1 Urlaub pro Jahr möglich ist? Warum muss der Staat für Kinder aufkommen, bei welchen die Eltern nicht in der der Lage dazu sind, oder vllt. auch gar nicht wollen. Wenn die Eltern es nicht schaffen, für ihre Kinder selbst aufzukommen, sollen die Kinder eben dann in ein Heim. Zugegeben, dies käme den Staat sehr viel teurer, aber ich würde es schon interessant finden, wie viele Eltern das möchten und dann nicht doch irgendwo eine Arbeit finden. Usw. Usw. Usw. Usw. LG |
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#25
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| Zitat:
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#26
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| Zitat: ... Ich hätte da mal eine Frage. In verschiedenen Foren, in den Medien usw. hört man immer wieder "Weg mit Hartz 4". Ich möchte daher mal wissen, falls ALGII doch noch mal "gestrichen" wird, was dann? ... Schauen wir einmal nach Griechenland. Dort sind drastische Kürzungen im Gange. Der Unmut der Bevölkerung ist ja jetzt schon enorm. Gäbe es bei uns keine Sozialleistungen, könnte ich mir vorstellen, dass es sicher zu sozialen Unruhen kommen würde. Zitat: ... Und meiner Meinung nach sind Obdachlose selbst dafür verantwortlich, dass sie obdachlos sind, denn jeder in Deutschland könnte eine feste Wohnung erhalten (eben über die Wohnsitzgemeinde, die für die Unterbringung solcher Personen zuständig ist), nur wollen eben diese Personen m. E. auch so leben - dann braucht man sich aber auch nicht wundern, wenn manche bei den derzeitigen Temperaturen erfrieren. ... Mag sicher zum Teil stimmen. Nur bin ich da mit dem Urteilen vorsichtig. Denn manchmal verkraften Menschen Schicksalsschläge nicht. Das können z.B. kurzfristige und radikale Einschnitte im Leben eines Menschen sein. Dazu zähle ich mal z.B. den Tod eines nahen Angehörigen, radikale gesundheitliche Einschnitte. Traumatische Erlebnisse. Gerade auch bei den "Alkies": Wenn man sich mal die Mühe macht und sich mit denen unterhält, bekommt man Lebensgeschichten zu hören, die einem unter die Haut gehen. Also wie gesagt, mit dem Urteilen bin ich vorsichtiger geworden. Über die Schuldfrage Zitat: ... Oder man möchte unbedingt in "jungen Jahren" ein Kind bekommen, weil man keine "alte" Mutter werden will, aber man kann es sich nicht selbst leisten, also für solche Fragestellungen habe ich überhaupt kein Verständnis. ... Warum? - Sicher soll man solchen Menschen nicht unbedingt Honig ums Maul schmieren. Aber eine Problematik stellt es schon dar. Zitat: ... Was ist z. B. mit den Vermögensfreibeträgen? Warum gibt es solche überhaupt? Meiner Meinung müsste Vermögen erst vollständig aufgebraucht werden, bevor staatliche Leistungen gezahlt werden. "Man" spart doch für schlechte Zeiten, oder? Und schlechte Zeiten sind eben dann, wenn Einkommen weg fällt oder? Oder sind schlechte Zeiten erst dann da, wenn man sich keinen Urlaub mehr leisten kann, oder statt 2 Urlauben pro Jahr "nur" noch 1 Urlaub pro Jahr möglich ist? ... Warst du schon mal gezwungen, Sozialleistungen in Anspruch nehmen zu müssen? Eine solche Frage kann nur von jemanden kommen, der noch nicht erlebt hat, was es heisst, in die Bedürftigkeit zu geraten. Grundsätzlich kann man ja über die Höhe reden, aber generell diese Forderung zu erheben, halte ich für sehr zu hinterfragen. Zitat: ... Es gibt immer wieder mal Fragen und diesem und anderen Foren, in dem Sinn: "ich bin 23, habe bisher keine Arbeit gefunden oder bin in schulischer Ausbildung oder ....., will aber jetzt ein Kind, weil ich noch jung genug dazu bin, was muss ich beachten, um H4 zu erhalten?", oder Ich bin 21 und halte es zu Hause bei meinen Eltern nicht mehr aus, weil sich diese immer in meine Angelegenheiten mischen, bisher war ich leider nicht in der Lage, eine Arbeit zu finden" usw. usw. usw. Ich persönlich finde solche Fragestellungen schon sehr aussagekräftig und vor allem zeugt es - finde ich - schon davon, dass es sehr viele Personen gibt, welche sich mit H4 "gut eingerichtet" haben. ... Leider gibt es immer Menschen, die etwas ausnutzen. Das ist aber nicht nur beim ALG II so. Man erlebt es leider sehr oft, dass durch "Schwarze Schafe" Viele der Versuchung erliegen, gleich Alle in einen Topf zu werfen. Ich denke, eine Vielzahl der "Hartz - IV Empfänger" gehören gerade nicht zu dieser Klientel, die es sich in "Hartz IV" gut eingerichtet haben. Und die Medien schlachten solche Themen gerne mal aus. Selbst eine Frau Maischberger erlag mal dieser Versuchung.
__________________ Jeder für sich allein - ist nichts. Zusammen aber , sind wir ein unschlagbares Team !! |
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#27
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| Hallo, gestern habe ich "Maischberger" gesehen, wo es genau um das Thema eines sozialen Absturzes ging. Ich gebe Dir schon recht, dass es vermutlich viele Schicksale gibt, wonach diese Personen eben dann obdachlos werden bzw. auf Sozialleistungen angewiesen sind. Meine Meinung dazu ist aber trotzdem, dass die Mehrheit der Leistungsempfänger dieses System von H4 ausnutzen. Wenn ich z. B. schon lese: "Ich habe einen VV ohne RfB bekommen, kann dann sanktioniert werden?". Es kann dann soviel mir bekannt ist, zwar nicht sanktioniert werden, wenn sich der LE nicht bewirbt, aber grundsätzlich bin ich schon der Meinung, wenn ein Job vom LE ausgeführt werden kann (aus gesundheitlichen Gründen o. ä.), dass sich der LE auch dort zu bewerben hat und wenn er dies nicht macht, weil eine RfB gefehlt hat, dann ist dieser LE nicht wirklich bereit, aus dem H4-Bezug auszuscheiden. Auch solche Fragestellungen wie z. B. "ich bin selbständig aber mein Einkommen reicht nicht mehr aus". Ich kenne im privaten Umfeld viele Selbständige, welche eben z. Teil auch schon entsprechende Probleme hatten, die haben sich eben dann für eine gewisse Übergangszeit einen Job gesucht oder haben ihre Ausgaben mal für eine Weile "runtergeschraubt" (z. B. keine Urlaube, keine neuen Klamotten usw.), aber irgendwelche Sozial-Leistugen hat deshalb von denen keiner beantragt. Wie soll man Selbständigkeit definieren? Dass man keinen Arbeitgeber hat oder vllt. auch so (= meine eigene Defininition): dass man selbst für sich verantwortlich ist und selbst für seinen Lebensunterhalt sorgt - also ohne Zuhilfenahme von staatlichen Leistungen. Ich denke auch, dass es ein Unterschied ist, wo man lebt und wie hoch die Arbeitslosigkeit in diesem Bereich ist, aber es besteht fast immer die Möglichkeit, dass man umzieht wegen einem Job, aber dies wollen ja - meiner Meinung - viele Leute auch nicht, da lebt man dann lieber vom Staat. Ich finde auch, dass das Anspruchsdenken in Deutschland sehr hoch ist, da entsprechende Aussagen in verschiedene Foren wie z. B. Fragen wie: "was steht mir zu" und ähnliche Aussagen/Fragen mich zu dem Schluss kommen lassen. Je länger ich mich mit diesem Thema beschäftige, um so mehr, bin ich auch der Meinung "Weg mit Hartz4" - ich setze aber dann noch einen drauf und zwar "ERSATZLOS". Und erst dann würde ich das Gejammere verstehen (so wie z. B. in Griechenland). Soviel mir bekannt ist, soll nach "außen" auch der Schein gewahrt werden, so dass H4-Empfänger äußerlich nicht von Geringverdiener unterschieden werden können. Warum dies? Wenn jemand z. B. 1200 Eur netto verdient, kann dieser sich vermutlich - auch als Alleinstehender - keine Villa mit einem Wert von z. B. 3 Mill. EUR leisten. Soll dann dieser Arbeiter nicht auch "aufgestockt" werden, damit man den Unterschied zu einem Besserverdienenden von "außen" nicht sieht? Ich könnte diese Liste noch bis unendlich fortführen, aber ich lasse es besser, denke ich. LG |
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#28
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| Meine Meinung ist eher, dass die Mehrheit das System nicht ausnutzt. Bloß diese fallen halt nicht auf und damit hat man dann hauptsächlich Negativ-Beispiele. |
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#29
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| Hallo, kann schon sein, dass ich falsch liege mit meiner Meinung. Allerdings frage ich mich, aus welchem Grund dann seit Einführung des SGB II die "Gerichtstätigkeit" gestiegen ist, so dass die Sozialgerichte völlig überfordert sind bzw. neue Mitarbeiter einstellen mussten. Ich finde das System ja auch in Ordnung für LE`s die in diese Lage kommen, aber ich finde es eben nicht in Ordnung, dass es ausgenützt wird. Und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass so ein gewisses Jammerforum immer noch besteht und dort - meiner Meinung - sonderbare Tipps gegeben werden und die Ausdrucksweise, wenn es um Bedienstete der Leistungsstellen geht, wirklich widerlich ist. LG |
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#30
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| Es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass ein Großteil der ALG-II-Bezieher Menschen sind, die beispielsweise erziehungstechnisch nicht etwa das mitbekommen haben, was unsereiner sagen wir mal als normal bezeichnet. Und so, wie diese Menschen untereinander umgehen, so händeln sie das auch im Umgang mit dem 'Amt'. Weil sie's nicht anders gelernt haben. Mit dem System 'ALG-II' dürfte das recht wenig zu tun haben. Oder eigentlich garnichts. |
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