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| Politisch und Sozial: Ihre Meinung Uns interessiert, was Sie denken - zu den brandaktuellen Themen rund um Hartz IV, Arbeitslosengeld, Sozialleistungen, Unterhalt ... |
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#1
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| Es ist doch irgendwie seltsam. Zu einem schimpft und stöhnt die Gesellschaft über dem demographischen Wandel im Lande, also immer mehr ältere Menschen, immer weniger Kinder. Anderseits werden kinderreiche Familien, also die, die etwas gegen diesen Wandel in der Altersstruktur tun, beschimpft, ausgesondert usw. Beispiel: In meiner Nachbarschaft lebt eine Familie mit 5 Kindern in einer unsanierten WBS 70 - Vierraumwohnung mit ca. 75 qm. Wer aus dem Osten kommt, weiß, die die geschnitten ist, also kleine Kinderzimmer, ein Minibad ohne Fenster usw. Eine größere Wohnung bekommen die nicht, weil die dem Staat zu teuer ist! Sie darf in Dresden eben nur kalt 3,60 €/qm kosten und da bleibt eben nur die unsanierte Platte. Die Kinder sind zwischen 1 und 6 Jahre alt. Die Mutter ist zu Hause, weil die Stadt nicht in der Lage ist, für alle 5 einen Kita-Platz in einer Einrichtung zur Verfügung zu stellen, der Vater macht regelmäßig seine Arbeitsgelegenheit 25 h/Woche für 1,75€ die Stunde. Wenn ich mir hier die Beiträge quer durchs Forum durchlese, geht mir zuweilen das Messer in der Tasche auf, da kommen über solche Familien dann Sprüche wie "Die schaffen sich einen Haufen Kinder an, um nicht arbeiten zu müssen!" u.ä. Klar lebt diese Familie von Steuergeldern, aber arbeiten muss doch gerade die Mutter mehr wie viele andere! Ich denke, solche Familien dürften wegen ihrer Kinder nicht beschimpft werden, die müßten einen Orden bekommen! Sind die es doch, die dafür sorgen, dass auch in der Zukunft Renten, Sozialleistungen usw. bezahlbar bleiben! Aber nee, die werden beschimpft, ausgegrenzt, gedemütigt! Vor ein paar Wochen ging es hier um dieses Bürgergeld. Sicher, in dieser beschriebenen Form nicht machbar, zumindest aber für kinderreiche Familien denkbar! Denn die haben Arbeit genug, auch ohne arbeiten zu gehen! Das Einzigste, was dieser Staat doch reichlich braucht, sind Kinder, welche in einer sozialen Sicherheit aufwachsen müssen, damit sie eine ordentliche Bildung erfahren können, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, damit diese mal unseren Staat weiterbringen können. Viele Grüße aus Dresden Papapeter |
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#2
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Das Problem ist eher so: Wenn du einmal in der ALG2-Falle steckst, und das kann unter den Bedingungen ja länger dauern, und schon vorher in einer unsanierten Wohnung wohnst, wird das Amt keine Notwendigkeit bewilligen, nur weil die Wohnung nicht schön ist. Aber mit fünf Kindern sollte es möglich sein, auf Grund der zwei Kinderzimmer mit zusammen 20 m², für fünf Kinder wohl doch zu klein, eine Bewilligung für was Besseres zu bekommen. Allerdings ist das Angebot zwischen den genannten Wohnungen und den dann gleich viel zu teuren deutlich größeren eher historisch begründet wegen der entsprechenden Bautätigkeit in den letzten Jahrzehnten sehr begrenzt. Das macht es in der Tat nicht einfach. |
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#3
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| Ich kenne naürlich nicht die Geschichte dieser Familie, aber um für seine Familie zu kämpfen gehört m.M.n. mehr dazu, als einer AGH nachzugehen oder darauf zu warten dass 5 Plätze in der gleichen Kita frei werden. Sowie Du schreibst sollten womöglich die 5 auch noch in die gleiche Gruppe kommen, was wohl bei den deutschlandweiten knappen Kitaplätzen ein Ding der unmöglichkeit wäre. Hier bei uns gibt es z.B. 2 Kitas in unmittelbarer Nähe (Fussweg wenn man schleicht 5 Minuten), wäre das nicht eine Möglichkeit? Gehen die Älteren in die Kita oder sollen alle 5 unbedingt gleichzeitig gehen? Grade wenn viele Kinder im Haus sind sollte die Verantwortung nicht bei anderen gesucht werden, sondern man selber als Eltern ist in der Verpflichtung für sich, seine Familie und seine Kinder zu kämpfen. Natürlich werden einem da ständig Steine in den Weg gelegt, aber wenn man sich hier mal im Forum so durchliest, haben es einige User trotzdem immer geschafft für die Kinder das bestmögliche rauszuholen. |
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#4
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Nur erscheint es bei manch anderen Familien schon etwas fragwürdig, wenn sich manche viele Kinder "zulegen" und damit niemals ein Bein auf den Boden bringen. Zitat:
zustehender Größe das man mit Sicherheit eine Umzugsgenehmigung erhält. Zitat:
Die Welt hat auf uns nicht gewartet, wir müssen uns auch schon der Welt anpassen. Zitat:
Wir sind hier wirklich ein Eck mit sehr vielen Kindern, im Schnitt 3 Kinder pro Familie. Keine einzige Familie ist von Sozialgeldern abhängig und jede Mutter hier arbeitet trotz der Kinder. Das wo der Kita oder Hort 15km weg ist, Schule auch 15km, weiterführende Schule sogar 30km. Es kann keiner darauf warten das einen die Stadt bzw. Gemeinde hier eine Einrichtung für alle Kinder anbietet. Zitat:
auch einen Job haben. Das sollte eigentlich das Ziel einer Familie sein und nicht nur Quantität. Nur leider ist es meist so, das gerade in diesen Familien die Kinder gleich so weitermachen. Keine Vernünftige Schulbildung, keine Ausbildung und viele Jugendliche Mädchen die auch schon früh wieder Kinder bekommen. Der Kreis schließ sich leider zu oft. Zitat:
Zitat:
Bisher hat mich das Gym nicht mehr wie die Hauptschule gekostet, um es genau zu nehmen, geht sogar am meisten Geld für den Kindergarten drauf. liebe Grüsse - der nachtvogel - |
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#5
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| Ich habe mir auch die Frage gestellt, warum die Eltern ihren Hintern nur bewegen um Kinder zu zeugen (sorry). Sie müssten nicht in einer unsanierten Platte leben. Und wenn Du auf fehlende Kindergartenplätze ansprichst heißt es noch lange nicht das beide entsprechend Arbeit finden wenn wie Du schreibst der Vater ab und zu mal eine Arbeitsgelegenheit bekommt liegt da noch einiges mehr im Argen. Ich weiß ja nicht wie alt diese Eltern sind und was für eine Ausbildung diese haben. Ich frage mich so langsam wie unsere Eltern das früher gemacht haben denn sie hatten weniger Möglichkeiten nach dem Staat zu schreien. Wenn ich mal überschlage das dieser Familie ohne das einer davon Arbeiten muß jetzt schon an Leistungen zustehen. Regelsatz für 5 Erwachsene 1684,00 und angemessene Kdu inkl. Heizung ca 720,00. Das sind 2404,00 Euros. Erziehungsgeld lasse ich jetzt einmal aussen vor. Dafür müssen andere ganz schön schufften und kommen da nicht einmal hin. Ansonsten schön den Kopf in den Sand stecken und auf den scheiß Staat schimpfen. Frage ist auch ob sie den oben genannten Betrag mit nach hause bringen würden wenn für jedes Kind ein Kindergartenplatz vorhanden wäre und beide arbeiten müssten. Meine Hochachtung an alle die in der heutigen Zeit noch Kinder in diese Welt setzen. Aber jedes Jahr eins ohne sich einmal Gedanken darüber zu machen wie die Zukunft dieser Kinder aussieht (und das ist nicht Sache des Staates sondern der Erzeuger) finde ich schon arg. Und wenn man vielleicht eine andere Einstellung zu diesem Einzelfall hat, wird man in die Kinderfeindliche Ecke gestellt. Nein das ist zu einfach. |
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#6
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Von den Gesmtkapazitäten sieht es hier noch recht gut aus, wegen der DDR-Vergangenheit, auch wenn in den letzten 20 Jahren auf Grund des Geburtenrückgangs viele Kitas abgebaut wurden. Zitat:
![]() Viele Grüße aus Dresden Papapeter |
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#7
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| Im Übrigen bezweifle ich, dass Dresden nur 3,70 Euro/qm gewährt. Lt. der PDS www.linksfraktion-dresden.de/sozial/daten/3_10%20Hilfen%20rund%20ums%20Wohnen.pdf - ist es doch wohl ein "bisschen" mehr... Turtle |
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#8
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Viele Grüße aus Dresden Papapeter |
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#9
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Das Zitat , das die Linksfraktion auf ihrer Homepage hat, ist aber nicht schlecht und leider brandaktuell... "Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: Wer die Butter hat, wird frech." (Kurt Tucholsky) Es kann natürlich sein, dass die 3,70 € bissel angehoben wurden, schließlich sind auch die Mieten in Dresden, seit die WOBA von der Stadt an die Amis verscheuert wurde, drastig gestiegen! ![]() Viele Grüße aus Dresden Papapeter |
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#10
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| Du darfst das Minus am Ende nicht mit reinnehmen. Bei mir funktioniert der Link und danach wären es 645,15 Euro Bruttokaltmiete für 7 Personen. Turtle |
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