Zitat:
Zitat von Turtle1972 Wochenlang wird eh nicht mehr gehen, wenn das Kind in der Schule ist, das kann ja nicht alle Schulsachen doppelt kaufen und einmal bei dir und einmal bei der Mutter deponieren, also wird sich der Umgang in Zukunft sicherlich auf die Wochenenden und auf die Ferien konzentrieren. |
Da scheint sich Berlin mal wieder vom Rest der Republik zu unterscheiden. Die getrennt lebenden Elternpaare, die ich kenne (und das sind einige, aber nur mit Schulkindern), haben darauf geachtet, dass sie in relativer Nähe zueinander wohnen (höchstens ein paar Straßenzüge auseinander) und betreuen ihre Kinder entweder halbwochen- oder wochenweise im Wechsel, ohne Schulsachen doppelt zu kaufen. Alles eine Frage der Organisation. Ein Paar aus meinem Bekanntenkreis hat sich für die Wochenendvariante entschieden (jedes Wochenende), was ziemlich problematisch ist, da auf diese Weise bei einem Elternteil der Ernst des Lebens (Woche) stattfindet, beim andern das Vergnügen (Wochenende).
Bei mir selbst ist es so, dass der Kindesvater weit entfernt wohnt. Er sieht die Kinder ca. 2-3 x jährlich in Ferien und ab und zu am Wochenende, wenn er mal nach Berlin kommt. Da wir sehr unterschiedliche Erziehungsstile haben, empfinden die Kinder es eher als Vorteil, dass sie nicht ständig hin und her müssen. Der Kontakt zwischen Vater und Kindern ist trotdem gut - vor allem deshalb, weil er und ich mittlerweile sehr gut miteinander auskommen. Als wir noch näher beieinander wohnten, war's problematisch. Aber das gilt für uns und lässt sich nicht ohne weiteres übertragen.
@ Torsten68: Einen festen Job dafür aufzugeben, um näher beim Kind zu wohnen, halte ich für fahrlässig. In einigen Jahren führt das Kind ein eigenes Leben, und was dann? In Sachsen ist die Arbeitsmarktsituation wohl nicht vergleichbar mit der in Hamburg. Vielleicht will das Kind studieren, ein Auslandsjahr machen etc.?
Mal ganz abgesehen davon, dass du generell eine finanzielle Verantwortung für deinen Nachwuchs trägst (und vielleicht auch den deiner jetzigen Partnerin).