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| Kündigung Hier geht es um das Thema Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Alles, was mit der Kündigung zu tun hat, kann hier gepostet werden. |
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#1
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| Hallo, ich bin im 7. Monat schwanger und habe bereits in der 10. Schwangerschaftswoche meinen Arbeitgeber über die Schwangerschaft unterrichtet. Mittlerweile ist mir ein Beschäftigungsverbot durch den Gynäkologen erteilt worden. D. h. ich bekomme bis zum Beginn des Mutterschutzes weiterhin mein Nettogehalt und rutsche nicht ins Krankengeld. Vor dem Beschäftigungsverbot war ich jedoch länger als 6 Wochen krankgeschrieben. Teilweise vom Gynäkologen wegen starker Kreislaufprobleme und sehr schlechter Blutwerte. Aber auch von verschiedenen Allgemeinmedizinern wegen z. B. grippaler Infekte. Nun kann ich verstehen, dass Unverständnis entsteht weil ich während der Schwangerschaft verschiedene Ärzte aufgesucht habe. Liegt aber daran, dass mein Gynäkologe es nicht für nötig hielt, mich mal länger als 3 Tage aufgrund meines miesen Kreislaufes krankzuschreiben und weil ich mir nicht anders zu helfen wußte, habe ich mehrere Ärzte aufgesucht, damit man mir mal endlich hilft. Zwar bekam ich immer Krankmeldungen, jedoch selten aufgrund der Schwangerschaft. Es hieß dann ich hätte "Erschöpfungserscheinungen wegen Beruf" oder ähnliches. Ende vom Lied war, dass ich aufgrund meines miesen Kreislaufes ins Krankenhaus musste. Meinem Arbeitgeber erzählte ich immer, ich sei schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben. Denn er rief mich fast täglich an und mahnte mich, ich solle mich immer wegen der Schwangerschaft und aus keinem anderen Grund krankschreiben lassen. Da mich dieses Verhalten nervte, erzählte ich halt, ich sei immer schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben um eben meine Ruhe zu haben. Normalerweise bezieht man nach 6 Wochen Krankheit Krankengeld von der Krankenkasse. Da ich jedoch ständig aus einem anderen Grund krankgeschrieben war und man mir nicht bescheinigt hatte, dass alles mit der Schwangerschaft zusammen hängt, musste mein Arbeitgeber über die 6 Wochen hinaus weiterhin Lohnfortzahlung leisten. Nun möchte mein Arbeitgeber von mir eine Bestätigung, dass ich immer schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben war. Dies hätte ich ihm ja auch immer so gesagt. Diese Bestätigung benötigt er, um von der Krankenkasse doch noch das Geld für die Zeit nach den 6 Wochen Krankmeldung erstattet zu bekommen. Er sagte mir, wenn ich diese Bestätigung nicht ausstelle, bekommt er nichts erstattet. -Weiß jemand, ob ich ihm überhaupt so eine Bestätigung ausstellen muss? Ich weiß ja, dass ich teilweise nicht schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben war. Würde ich dann mit so einer Bestätigung eine Falschaussage machen? -Kann er mir, wenn die Krankenkasse ihm das Geld nicht erstattet, die Summe von meinem Gehalt einbehalten? - Kann er mir kündigen, weil ich ihm nicht die Wahrheit über die Gründe der Krankmeldungen gesagt habe? Wie gesagt, ich hatte immer behauptet ich sei schwangerschaftsbedingt krankgeschrieben, war es aber in wirklichkeit auch aus anderen Gründen. Und so wie ich mitbekommen habe, kann man auch einer schwangern aus schwerwiegenden Gründen kündigen. Ist eine solche Lüge ein schwerwiegender Grund? Ich weiß, dass ich mich wohl nicht korrekt verhalten habe. Aber ändern kann ich das nun nicht mehr. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann. Gruß, Kohl |
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#2
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| Du hast deinem Arbeitgeber überhaupt keine Krankheitsgründe mitzuteilen. Nicht umsonst steht ja auf dem Krankenschein für den Arbeitgeber keine Diagnose drauf. Weil ihn das nichts angeht. Ihn hat nur zu interessieren, dass dir ein Arzt Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Und nicht, wieso. Du kannst ihm gern sagen, dass du denkst, dass du schwangerschaftsbedingt krank warst. Wissen kannst du das leider nicht, da auf den Krankenscheinen immer nur Diagnoseschlüssel drauf standen und du gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaar keine Ahnung hast, was die bedeuten. Da soll er sich dich bitte an die Krankenkasse wenden, die müssen es ja wissen. Und fertig. Kündigen kann er dich aufgrund Mutterschutzgesetz nun wirklich nicht. Turtle |
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#3
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| @Kohl: Ich nehme an, es ist ein relativ kleiner Betrieb, wo Du beschäftigt bist. Da ist es durchaus üblich, dass der Chef versucht, jeden möglichen Cent von der Krankenkasse oder von wem auch immer erstattet zu kriegen. Das persönliche Verhältnis zum Chef verleitet dann auch oft dazu, seinem Drängen irgendwie nachzugeben. Da musst Du Dir eine dicke Haut zulegen und das beherzigen, was turtle geschrieben hat. |
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#4
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| Danke Euch für die Auskünfte. Im Grunde war mir das schon irgendwie klar, aber man wird halt sehr verunsichert und fängt dann an, sich die wildesten Dinge auszumalen. |
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| kündigungsgründe, schwangerschaft |
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