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Kündigung Hier geht es um das Thema Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Alles, was mit der Kündigung zu tun hat, kann hier gepostet werden.

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  #1  
Alt 01.10.2009, 19:51
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Standard Arbeitsverweigerung nach Kündigung

Hallo,

habe eine Frage, die zugegebenermassen etwas dumm klingen mag, aber sie beschäftigt mich zur Zeit halt.

Habe meinen Job gekündigt, weil dort einige Dinge so liefen, dass sie für mich vor allem psychisch nicht mehr tragbar waren. Das sind zum Teil kleine Anflüge von mobbingähnlichem Verhalten meines Vorgesetzten (z.B. Beleidungen mir gegenüber in Anwesenheit von Kunden), zum anderen die Tatsache, dass der Druck und die Menge an Arbeit, die da auf mir lastet, nicht mehr tragbar ist. Es ist schon seit Jahren so dass niemand mich im Krankheits- oder Urlaubsfall wirklich vertreten kann, so dass ich auch dann immer mal wieder zwischendurch was für die Firma tun muss, egal ob im Urlaub, krankgeschrieben oder am Wochenende. Ich hatte seit Jahren nicht mehr auch nur eine einzige Woche, wo ich nicht doch irgendwas für die Firma tun musste, und seien es nur 10 Minuten gewesen.

Das alles zusammen ist für mich nicht mehr tragbar, ich merke wie es mich psychisch zermürbt hat und muss definitiv beendet werden. Habe daher gekündigt, habe aber noch einen Monat verbleibende Arbeitszeit. Es ist für mich aber eigentlich gar nicht mehr denkbar, überhaupt noch für die Firma zu arbeiten (reagiere darauf mittlerweile mit burn out-Symptomen, psychosomatischen Sachen und so).

Die Frage daher: Was passiert, wenn sich die Verhältnisse zuspitzen, ich jetzt erst recht nochmal von der Firma unter Druck gesetzt werden, und mich (was ich allerdings auch nicht wirklich erwarte) trotzdem kein Arzt krankschreibt? Wenn ich mich dann einfach weigere zu Arbeiten, was droht mir dann schlimmstenfalls? Abmahnung und fristlose Kündigung ist in dem Fall ja witzlos (weil ich ja eh gekündigt habe), der Verzicht aufs letzte Gehalt wäre auch nicht besonders schlimm, aber was kann da noch passieren? Horrende Schandesersatzklagen wegen Arbeitsverweigerung oder so?

Das soll jetzt nicht faul wirken oder so, ich kann nur einfach nicht mehr, mit den Kräften am Ende..

Gruß+Danke
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  #2  
Alt 02.10.2009, 07:22
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Grundsätzlich kann ein Arbeitgeber Schadensersatz verlangen wenn durch eine ungerechtfertigte Arbeitsverweigerung auch ein tatsächlicher Schaden entstanden ist.

Das müßte dann der Arbeitgeber allerdings auch nachweisen.

An sich müßte doch der Arbeitgeber in der geschilderten Situation selbst auch kein Interesse an der Fortsetzung des Arbeitsvertrages haben und einer einvernehmlichen sofortigen Vertragsbeendigung zustimmen.

p.s. Bezüglich ALG wäre natürlich zunächst eine Sperre zu erwarten.
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  #3  
Alt 02.10.2009, 08:09
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Zitat:
Zitat von mpumpe Beitrag anzeigen
p.s. Bezüglich ALG wäre natürlich zunächst eine Sperre zu erwarten.
Es sei denn, du kannst das Amt überzeugen, dass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht zumutbar war.
__________________
"Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)
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  #4  
Alt 02.10.2009, 19:16
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Beiträge: 3
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Naja, das ist ja auch nur die Überlegung für den "worst case". Momentan macht es eher den Eindruck, als wären beide Seiten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert..

Der Arbeitgeber hat ein grosses Interesse an einer Fortsetzung, weil ich kurzfristig nicht ersetzbar bin und daher ein bestimmter Geschäftsfeld wegbricht und evtl. sogar Kunden abspringen.

Aber auch selber schuld, wenn die Firma sich so abhängig von einer einzelnen Person macht. Für den Angestellten ist das auch nicht gut. Aber man lernt ja nie aus.
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  #5  
Alt 02.10.2009, 19:29
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Registriert seit: 19.08.2009
Beiträge: 4.208
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"Geschäftsfeld wegbrechen"
"Kunden verlieren"


Da wäre ich doppelt vorsichtig. Wenn dann noch Restreize beim Arbeitgeber sind weil er einen wichtigen Mitarbeiter verliert....
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  #6  
Alt 03.10.2009, 14:51
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Hi

Wenn dem Arbeitgeber etwas daran liegt, dich zu halten, gibt's doch nur einen Weg:

Ein klärendes Gespräch und eine Verhandlung über annehmbarere Arbeitsbedingungen! Klare Aufgabenverteilungm klare Urlaubs- und Krankheitsvertretungen, Umgang mit mobbenden KollegInnen (gibts einen Betriebsrat?)

Oder ist für dich schon komplett abgeschlossen mit dem Job?
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  #7  
Alt 05.10.2009, 02:21
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Ja, ist komplett abgeschlossen. Da ist zuviel vorgefallen. Ich spüre wie es meiner Gesundheit schadet, ich muss da aufhören. An Urlaubs- oder Krankheitsvertretung ist eh nicht zu denken, der Umsatz ermöglicht es nicht, eine weitere Stelle zu schaffen. Mein gesamtes Gefühl in Bezug auf die Firma und die Arbeit ist nur noch negativ. Da hilft nur noch die Flucht nach vorne.

Gruß und Danke für die Antworten.
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