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Kosten der Unterkunft Fragen zu den KdU, den Unterkunftskosten nach § 22 SGB II (oder 29 SGB XII): Miete, Nebenkosten, Heizung, Umzug...

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  #1  
Alt 12.04.2010, 10:35
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Standard Sehr hohe monatliche Stromkosten - Arge Darlehen hohe Rate

Hallo
Ich hoffe hier etwas Hilfe zu finden. Es geht um unsere Stromkosten. Also wir sind eine 4 köpfige Familie. Ich, mein Mann und unsere 2 Kleinkinder. Ich versuche mal zu erklären...

Wir haben Ende letztes Jahr unsere Stromendabrechnung bekommen. Diese betrug über 800,- Euro. Dazu muss ich sagen das wir sehr niedrige Abschläge von nur 80,00 Euro monatlich hatten, zu wenig wie man an der Endabrechnung sehen kann. Daraufhin haben wir ein Darlehen beantragt und auch bewilligt bekommen.

Wir haben also einen Bescheid bekommen über die Genehmigung des Darlehens mit einer monatlichen Ratenhöhe von 100,00 Euro. Ausserdem hat die Arge die Zahlung der monatlichen Abschläge übernommen (wird aber vom ALG2 abgezogen) warum weiss ich nicht. (Haben die Abschläge immer pünktlich bezahlt). Soweit so gut...

Nun hatten wir aber vom vorigem Jahr noch eine offene Stromendabrechnung bei einem anderen Stromanbieter (haben zwischendurch gewechselt). Diese betrug auch ca. 800 Euro, haben uns aber mit dem Anbieter auf Ratenzahlung geeinigt. Haben die Raten auch immer bezahlt.

Ab Januar diesen Jahres wurden aber nun die 100,00 Euro Rate von der ARGE abgezogen. Im Januar und Ferbruar haben wir es noch geschafft alles zu bezahlen. Im März und April konnten wir aber die 115,00 Euro Rate für die vorherige Stromnachzahlung nicht mehr aufbringen.

Kurzer Überblick monatliche Stromkosten:
Rate ARGE Darlehen: 100,00,-
Rate alte Stromabrechnung: 115,00,-
Abschlag: 80,00,-

Zusammen zahlten wir also im Januar und Februar 295,00,- nur für Strom.

Da wir es nicht schafften die Raten der alten Rechnung weiter zu zahlen kam letzte Woche ein Schreiben des alten Stromanbieteres mit Inkasso Drohung falls bis Mitte diesen Monats der Restbetrag von 230,00 Euro nicht gezahlt wird. Keine andere Einigung seitens des Stromanbieters mehr möglich.

Wir haben nun für Mai wieder den Stromanbieter gewechselt, da wir hierdurch natürlich sparen. Dieser neue Stromanbieter hat jetzt eine monatliche Abschlagszahlung von 120,00 Euro veranschlagt.

Das bedeutet nun ab Mai für uns:
Rate ARGE Darlehen: 100,00 Euro
Abschlag: 120,00 Euro

Unsere monatlichen Stromkosten sind also ab Mai 220,00 Euro.
Und die offene Forderung von 230,00 Euro.

Wir schaffen es einfach nicht diese hohen Stromkosten zu zahlen. Jetzt wird demnächst auch noch die Endabrechnung für dieses Jahr kommen.

Was können wir machen? Gibt es eine Möglichkeit das die Stromkosten teilweise übernommen werden? Es kann doch nicht sein das wir nun mind. 220,00 Euro Stromkosten zahlen müssen?!

Weiss hier jemand Rat? Wie kann ich so etwas Beantragen? Gibt es Musterschreiben? Kann jemand evtl. helfen ein Schreiben für die ARGE zu erstellen?

Ich weiss nicht wie wir das weiterhin schaffen sollen, bin verzweifelt.

Ich bedanke mich schon einmal recht herzlich für evtl. Hilfe!

Grüsse
Nicole
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  #2  
Alt 12.04.2010, 11:14
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Ich würde hier klare Prioritäten setzen:

  1. Strom sparen, wo immer es geht
  2. Der derzeitige Energielieferant muss sein Geld bekommen
  3. Schulden bei einem früheren Energielieferanten - da kannst und musst Du dem Energielieferanten klar machen, dass Du aus den Regelleistungen derzeit nichts oder nur € xx zahlen kannst. Wenn er sich darauf nicht einlassen will - er kann ja nicht so ohne Weiteres pfänden, ab. 1.7. wird's das P-Konto geben und vorher müsstest Du, wenn's ganz bös kommt, eben zusehen, dass die eingehenden Sozialleistungen maximal 7 Tage auf Deinem Konto sind. In der Zeit darf und kann nicht gepfändet werden.
  4. Nur Mut, der Energielieferant weiß, das er im Zweifel derzeit gar nichts bekommt. Das ist Dein Argument, um Ihn zur Zustimmung zu einem für Dich tragbaren Kompromiss zu bewegen.
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  #3  
Alt 12.04.2010, 15:49
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Ort: Taucha bei Leipzig
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Standard Rückzahlung Darlehen ARGE in Höhe von 100 Euro

Dieser Betrag ist absolut rechtens, die Rate wird pro Haushaltsangehörigen festgelegt und das sind mindestens 25 Euro pro Person, Kind zählt auch dazu. Ihr müsst ja auch mal das Darlehen erledigt haben ...

Solch immens hohe Stromkosten lassen die Vermutung zu, dass Ihr unnötige Energiefresser habt, Trockner, Anlagen die ständig standby sind etc.

Holt euch doch mal einen kostenlosen Prüfer ins Haus, den gibt es über den Caritas Verband und die checken euren Energieverbrauch und helfen Euch sofort Stromkosten zu sparen.
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  #4  
Alt 12.04.2010, 15:53
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Beiträge: 678
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@ Clownfisch: Besser kann man es nicht zusammenfassen
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  #5  
Alt 12.04.2010, 19:19
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[QUOTE=marion39;100659]Dieser Betrag ist absolut rechtens, die Rate wird pro Haushaltsangehörigen festgelegt und das sind mindestens 25 Euro pro Person, Kind zählt auch dazu. Ihr müsst ja auch mal das Darlehen erledigt haben ...

Ich weiss ja nicht was Du so monatlich zur Verfügung hast, aber für uns ist das immens viel Geld.
Ob es rechtens ist habe ich auch nicht gefragt. Das ist mir schon bewusst, ich fragte nach evtl. Hilfe.

Ich will bestimmt nichts geschenkt haben, es ist für uns nur im Moment echt schwer mit so hohen Stromkosten klar zu kommen.

Stromsparen.... klar ich geh mir morgen neue Geräte mit Klasse A oder A++ kaufen, gar kein Problem (ironie pur). Ausserdem läuft unser Warmwasser über Strom. Sollen wir kalt baden/duschen??? Vor allem die Kinder?
Im Ernst... wir versuchen schon Strom zu sparen, so ist es nicht. Wir haben einen alten Warmwasserboiler, der bestimmt auch viel Strom frisst. Der Vermieter installiert keinen neuen.

Ansonsten kann ich nur sagen das die Antworten überhaupt nicht hilfreich waren. Ich fragte nach Hilfe um die aktuellen Kosten irgendwie senken zu können. Ob es Möglichkeiten direkt bei der ARGE oder an irgendeiner anderen Stelle gibt. Ich glaube im Regelsatz sind sicherlich keine Stromkosten von 295,00 mit inbegriffen. Das ist fasst der ganze Lebensunterhalt für eine Person!

Das die Stromkosten hoch sind ist klar, wie gesagt sicherlich auch dadurch das die Abschläge viel zu niedrig waren.

Naja... schade das niemand wenigstens etwas helfen konnte. Wie ich Strom sparen kann wollte ich gar nicht wissen, das tun wir derzeit schon soweit es eben geht.

Grüsse
Nicole
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  #6  
Alt 12.04.2010, 20:31
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Ich hab Dir doch nun sehr klar geschrieben, was zu tun ist.

Zahl die laufenden Kosten an den derzeitigen Energieversorger und einige Dich mit den "Schulden-Energieversorgern" auf eine für Dich tragbare Rückzahlung. Die können Dir doch gar nichts! Das ist nicht schön, das ist nicht fair, aber das ist Fakt - und diese Energieversorger wissen das auch. Natürlich spielen die erst mal den "wilden Mann". Mach denen klar, entweder ihr akzeptiert, was ich anbiete, oder ihr müsst eben mal versuchen, was bei mir zu holen. Die wissen ganz genau, dass bei Dir nichts zu holen ist.

Was soll denn die Alternative sein - noch ein Darlehen von der ARGE, dass Dir sofort wieder direkt von Deinem Regelsatz abgezogen wird. ARGE kann Dir da was abziehen, der Energieversorger aber kommt an das Geld nicht ran. Was also ist da kleinere Übel für Dich?
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  #7  
Alt 12.04.2010, 20:54
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[QUOTE=Clownfisch;100722]Ich hab Dir doch nun sehr klar geschrieben, was zu tun ist.

Hallo

Ich sprach auch nicht Dich an Clownfisch! Und ich bin auch kein kleines Kind, okay? Also bitte nicht in einem solchen Ton.

Wir hatten noch nie solch einen Fall. Mein Mann hat 30 Jahre gearbeitet, ich auch 10 Jahre. Wir sind verunsichert wenn jemand mit Inkasso droht! Wir sind so etwas nicht gewöhnt!
Du schreibst "die können nichts machen". Weiss ich das wirklich, nur weil Du das sagst? Verstehst Du was ich meine? Wir wollen keine Schulden, keine Schufa-Einträge u.s.w.

Der Energieversorger lässt sich auf meine Anfrage nicht ein. Du sagst sie müssen. Soll ich denen jetzt sagen: "Im Forum sagt man ihr müsst"?

Ich habe gehofft das es vielleicht möglich wäre das die derzeitige Rate bei der ARGE gesenkt wird, die andere offene Rechnung beglichen wird und wir so ungefähr die gleiche Rate haben, aber die eine Rechnung beglichen. So in etwa. Und meine Frage war eben ob so etwas in der Art möglich ist oder welche Möglichkeiten es noch geben könnte.

Es herrscht hier ein ziemlich unfreundlicher Ton, finde ich. Man sucht doch hier Hilfe. Nicht jeder kennt sich mit der ARGE oder Schulden aus.

Trotzdem Danke für Deine Ausführungen. Dennoch weiss ich noch nicht ganz was genau ich dem Stromanbieter schreiben soll damit ich die Summe in kleineren Raten bezahlen kann...

Grüsse
Nicole
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  #8  
Alt 12.04.2010, 21:34
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Ich versteh das ja - und die Energieversorger verstehen, dass die allermeisten Leute fast unglaublich ehrlich sind - und das nutzen sie oder die Inkassounternehmen schamlos aus indem sie mit Schufa, Mahnbescheid, Zwangsvollstreckung, eidesstattliche Versicherung drohen - und das mit Briefen, alle Achtung, wie toll die formulieren können.

Ich sagte es ja, es ist nicht schön und es ist auch letztlich nicht ok.

Mit der ARGE kannst und sollst Du sprechen, nur es gibt keinen Anspruch darauf, dass die Rate nach unten korrigiert wird, ganz im Gegenteil - im Gesetz ist festgeschrieben 10% des Regelsatzes.

Gehen wir also mal davon aus, ARGE kann da nichts machen. Dann bleibt doch nur noch der von mir vorgeschlagene Weg.

Du kannst Dich da auch gerne bei Schuldnerberatungsstellen erkundigen, die sind aber ziemlich überlaufen. Sag und ggf. zeig dem Energieversorger, dass Ihr ALG II bezieht - der weiß dann, es ist nichts zu holen. Er wird das zwar dann vielleicht immer noch nicht sagen, es bleibt aber Fakt.

Und dann stehst Du vor der Frage Schufa oder Brot und Du wirst früher oder später die gleiche Antwort geben müssen die Bert Brecht schon in der Dreigroschenoper gab:
Zitat:
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.
Das ist vielleicht eine pessimistische Sicht der Dinge, ich neige aber dazu, es eher als realistisch anzusehen. Und nur um Euch nicht völlig mutlos zu machen - ich hab das hinter mir - ALG II inkl. miesester Schufa und allem drum und dran. Das Leben geht weiter und es kann sogar wieder nach oben gehen.
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  #9  
Alt 12.04.2010, 22:49
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Da stimmt etwas nicht!

Ende des Jahres, also Dezember 2009, eine Nachzahlung von weit über 800 €.
Das Jahr davor, also Dezember 2008, eine Nachzahlung von weit über 800 €.

Statt die Schulden abzutragen, hat man also den Stromanbieter gewechselt und sich wieder viel zu niedrig einstufen lassen, statt der bekannten 150 € Abschlag lediglich 80 €; und das noch bei ständig steigenden Energiepreisen.

Warum ist die Rechnung aus 2008 mit monatlichen Raten von 115 € noch nicht längst ausgeglichen? Das müssten doch bereits mindestens 12 Raten sein, wenn nicht 14; mindestens 1.380 €.

Jetzt im Jahr 2010 mit der nächsten hohen Nachzahlung erhöht man nicht etwa den Abschlag, sondern wechselt wieder den Anbieter mit der gleichen monatlichen viel zu niedrigen Rate.
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  #10  
Alt 13.04.2010, 03:44
Benutzerbild von Geschafft 53
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ich versteh das auch nicht ganz
bei einem anbieter wechsel läuft die kündigung meist über den neuen anbieter
der wiederrum setzt sich mit dem alten in verbindung und erfragt den jahres verbrauch
und demnach werden die abschläge berechnet
war bei mir jedenfall so
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