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Kosten der Unterkunft Fragen zu den KdU, den Unterkunftskosten nach § 22 SGB II (oder 29 SGB XII): Miete, Nebenkosten, Heizung, Umzug...

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  #1  
Alt 25.01.2012, 05:45
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Unglücklich Kein Schulabschluss, Auszug in andere Stadt

Guten Morgen/Tag erstmal.
Ich habe mich hier angemeldet da ich keinen Lösungsweg mehr sehe, hoffe jemand kann mir einen Tipp geben wie es nun weiter gehen kann.

Ich, 19 Jahre jung, demnächst 20, möchte von zuhause ausziehen.
Ich wohne derzeit bei meinem Vater in Niedersachsen, hatte zuvor bei meiner Mutter gelebt, die mich allerdings nicht mehr "aushalten" konnte. Mein Vater hatte zum glück extra eine Wohnung für uns organisiert in der ich erst einmal unterkommen konnte. Die Problematik war und ist das Ich keinen Schulabschluss und keine Ausbildung habe. Mir ist klar das ich das nachholen muss, doch das lässt meine Psychische Verfassung seit einigen Jahren überhaupt nicht zu, so wie viele andere dinge auch. Und meine Familie kommt damit anscheind leider nicht zurecht.
Ich war mehrmals beim Jobcenter/Sozialamt und sämtlichen einrichtungen, doch bislang erfolglos, da mein Antrieb immer nachlies mich längere Zeit um solche Angelegenheiten zu kümmern. Doch nun möchte Ich möglichst schnell eine eigene Wohnung haben da dass zusammenleben mit meinem Vater sehr belastend ist und mittlerweile auch kaum noch ein miteinander auskommen möglich ist. Zudem kommt noch das Ich gerne Nach NRW ziehen möchte um näher bei meiner Freundin wohnen zu können. Ich spreche nicht von zusammenziehen, noch nicht jedenfalls .
Doch durch meine Situation bedingt habe Ich anscheind keine Ansprüche auf irgentwelche finanzielle Hilfen um so etwas in die Tat umsetzen zu können, oder sehe Ich das falsch?
An wenn muss Ich mich denn wenden falls mein Vater mich vor die Tür setzen würde?
Eine Psychologin riet mir, wie viele andere auch, eine Diagnostik durchführen zu lassen bei dem der Zustand meiner Psyche analysiert werden soll. Aber das hieße einen, für mich, zu langen stationären aufenthalt in einer Klinik. Ich bräuchte erstmal eine Unterkunft in der nähe meiner Freundin damit Ich die Kraft für so etwas aufbringen könnte, da wir uns doch sehr fehlen und auf die Entfernung nur schlecht unterstützen können.
Aber wo das Geld hernehmen, wie einen Umzug bewältigen?
Meine Familie wäre nich bereit die Kosten zu tragen, doch das Amt anscheind auch nicht...? Es lässt mir einfach keine Ruhe mehr, deswegen schreibe Ich auch früh Morgens schon hier. Ich habe schon einige Beiträge durchgelesen, doch bisslang keinen entdeckt bei dem die Problematik so komplex zu sein scheint, Ich hoffe jemand weiß trotzdem einen Rat.
Vielen Dank schonmal für's durchlesen.
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  #2  
Alt 25.01.2012, 06:07
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Beiträge: 430
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Deine Eltern sind dir zu Unterhalt verpflichtet. Du wohnst bei deinem Vater. Wenn er dich vor die Tür setzen möchte, kann er dir ja eine Wohnung finanzieren. Du musst erstmal was an deiner Situation ändern. Du kannst nicht einfach sagen psychisch kann ich dies und das nicht, ich bin antriebslos. Viele in deinem Alter sind antriebslos. Wenn das bei dir krankheitsbedingt ist, musst du alles daran setzen, dies zu beweisen und wenn die Diagnose steht, was dagegen zu tun. Das bedeutet, dass du in eine Klinik gehen musst. Das wäre der erste Schritt. Mit der Diagnose wird auch festgestellt inwieweit du arbeitsfähig bist. Denn wenn du Hartz IV beantragst, hast du auch Verpflichtungen. Du musst an Maßnahmen teilnehmen, Bewerbungen schreiben usw. Nur Geld empfangen und zu Hause auf dem Sofa liegen und im Selbstmitleid zerfließen ist nicht. Also nimm die Beine in die Hand und gehe in eine Klinik.
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  #3  
Alt 25.01.2012, 06:38
Benutzerbild von MrSippi
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Beiträge: 632
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Du hast diese Probleme seit Jahren. Mit einem Umzug zur Freundin würdest du deine Probleme nur verschleppen. Deine Psychologin und viele andere raten dir zu einer stationären Behandlung. Diese sollte vor weiteren Plänen stehen. Als Kompromiss könntest du dir erstmal eine geeignete Klinik in der Nähe deiner Freundin suchen.
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  #4  
Alt 25.01.2012, 07:48
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Danke für eure Beiträge.

@Birgitt63: Ich kann mir nicht vorstellen das mein Vater bereit wäre die Kosten zu übernehmen, weder von seiner Einstellung der Situation gegenüber, noch aus finanzieller hinnsicht. In wie weit meine Mutter bereit wäre Unterhalt zu zahlen weiß ich nicht, da Ich nich oft mit ihr Spreche. Was müsste Ich tun wenn beide, aus welchen Gründen auch immer, nicht bereit wären mir Unterstützung zukommen zu lassen?

@MrSippi: Ja, da hast du schon recht. Ich würde meine Probleme erstmal "verschleppen". Die Idee mit einer Klinik in der nähe kam mir auch schon. Doch wenn müsste das alles sehr spontan geschehen. Und soweit Ich weiß kann man auf einen Termin für eine Diagnostik relativ lange warten.

Ich weiß es klingt für aussehnstehende meistens nur so als ob Ich zu faul wäre, aber so ist das nicht. Selbst die einhaltung von gelegentlichen Terminen fällt mir mehr als schwer. Der gedanke darann Zeit in einer Klinik zu "verschwenden" ist für mich momentan unvorstellbar, weil meine Freundin auch einige Probleme hat und Ich es kaum aushalte ihr nich beistehen zu können.
Gibt es denn keine Regelung für Übergangssituationen? Ich denke mal mir wäre schon sehr geholfen wenn Ich hier rauskommen könnte. Das sich die Lage dann stabilisiert und Ich auch ohne einen Klinikaufhenthalt meinen Abschluss nachholen kann bzw. eine Ausbildung.
Sollte dies nicht der Fall sein könnte Ich ja immernoch eine intensivere Behandlung meiner Depressionen einschlagen. Doch momentan ist die situtation einfach nicht gegeben irgentwo Geld für so einen, nennen wir's mal Feldversuch, vor zu nehmen.
Ich möchte meine Eltern schließlich auch nicht auf Unterhalt verklagen, oder wie auch immer dass in dem Fall wenn sie nich bereit wären (zu)-Zahlungen zu leisten, abläuft.
Habe Ich keine Chance auf diese Weise Unterstützung vom Sozialamt zu bekommen?
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  #5  
Alt 25.01.2012, 07:52
Benutzerbild von Musiker
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Beiträge: 5.842
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Zitat:
Zitat von SonicVibe Beitrag anzeigen
: Ich kann mir nicht vorstellen das mein Vater bereit wäre die Kosten zu übernehmen, ....
. In wie weit meine Mutter bereit wäre Unterhalt zu zahlen weiß ich nicht,
Es geht hier nicht um Wollen sondern gesetzliche Ansprüche, die notfalls gerichtlich durchzusetzen sind. Der Steuerzahler springt erst ein, wenn die Eltern nicht unterhaltspflichtig bzw. unterhaltsfähig sind. Das ist aber im Vorfeld zu prüfen.
__________________
"Nehmt die Menschen wie sie sind. Andere gibt es nicht." (K. Adenauer)
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  #6  
Alt 25.01.2012, 08:00
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Es ist nun mal so, dass der Unterhalt vorrang zu zahlen ist. Im Übrigen kann ich nicht verstehen, dass du dir auch noch die Probleme deiner Freundin antust. Wenn du wirklich psychisch so angeschlagen bist, dann musst du das passende Umfeld dafür schaffen, dass es dir bald besser geht. Eine Freundin, die auch problembeladen ist, hilft dir bestimmt nicht weiter. Hört sich grausam an ist aber so. Das ist wie mit den Alkoholikern, die müssen auch oftmals ihre Partner verlassen, weil diese auch trinken. Anders würden diese auch nicht trocken.
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  #7  
Alt 25.01.2012, 08:20
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@Musiker: Was wäre denn erforderlich um diese Prüfung vor zu nehmen? Gerichtliches durchsetzen hieße auf gut Deutsch sie auf Unterhalt zu verklagen. Verstehe Ich das richtig? Wie läuft denn so ein verfahren ab?

@Birgit63: Ich weiß es ist schwer zu verstehen das Ich mir das antue, doch sie ist mir alles Wert, notfalls auch meine Gesundheit. Aber so schlimm ist es nicht da sie momentan in Behandlung ist und sie dort ein großteil ihrer Probleme abladen kann. Dadurch hält sich die Belastung für mich in Grenzen, wie Ich finde. Und zu dem das hilft mir nicht weiter kann ich nur sagen: DOCH! und wie! Auch wenn man es erstmal für unwarscheinlich hält. Ich hatte ja auch meine bedenken als Ich so mitbekommen habe was Sie so für Probleme hat. Doch Tatsache ist das seitdem ich sie kenne sich einiges getan hat. Ich habe aufgehört zu Kiffen und habe sehr viele Dinge geschafft wie z.B zum Psychologen zu gehen und mich beraten zu lassen. Klar war Ich schon vorhher auf die Idee gekommen. Doch hatte ich vorhher nie einen Grund etwas an meiner Situation zu ändern. Erst seitdem sie in mein Leben getreten ist. Ansonsten hätte ich bestimmt keinen Antrieb gefunden mich überhaupt um Informationen bzgl. Einkommen, Unterkunft und besserung des Gesundheitszustandes ein zu holen.
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  #8  
Alt 25.01.2012, 08:23
pAp pAp ist offline
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Ort: NRW
Beiträge: 998
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Kann es sein, dass Du beratungsresistent bist und gute und richtige Tipps nicht annimmst?

Zitat:
Zitat von SonicVibe Beitrag anzeigen
...und Ich es kaum aushalte ihr nich beistehen zu können.
Tut mir leid dass so sagen zu müssen, aber Du bist (wenn Deine Schilderung Deiner Situation zutrifft) nicht der Richtige, anderen beizustehen.

Zitat:
Zitat von SonicVibe Beitrag anzeigen
Ich möchte meine Eltern schließlich auch nicht auf Unterhalt verklagen,
Dir bleibt nichts anderes übrig.
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  #9  
Alt 25.01.2012, 08:47
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Registriert seit: 25.01.2012
Beiträge: 12
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Zitat:
Zitat von pAp Beitrag anzeigen
Kann es sein, dass Du beratungsresistent bist und gute und richtige Tipps nicht annimmst?
Das hast du sehr gut erkannt.
Ich brauche immer "meine extra wurst". Wobei das "meine" stark zu betonen ist..
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  #10  
Alt 25.01.2012, 09:28
Benutzerbild von edy
edy edy ist gerade online
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Registriert seit: 06.07.2009
Beiträge: 790
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Hallo SonicVibe,

Unterhaltspflichtig sind deine Eltern dir gegenüber nur wenn du
in Ausbildung/Schule bist.

lg
edy
__________________
Ein freundliches " Hallo " setzt sich auch in Foren immer mehr durch.
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