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Hartz IV 4: U 25 Junge Menschen unter 25 Jahren sind von Hartz IV bzw. ALG II in besonderer Weise betroffen. Fragen zur U 25 Thematik hier stellen.

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  #1  
Alt 27.06.2009, 11:55
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Registriert seit: 27.06.2009
Beiträge: 2
Standard Schwierige Situation - brauche dringend Hilfe (ich, 18, weiblich)

Hallo ihr Lieben!
Ich habe da ein gewaltiges Problem, bei dem ich Eure Hilfe brauche...
Kurz zur Sachlage:
Ich bin 18 Jahre alt, abgeschlossene Berufsausbildung, nicht erwerbstätig (wirtschaftliche Lage), getrennt lebend (hab dummerweise viel zu früh geheiratet), wohne bei meiner Mutter und deren neuem Ehemann.
Mein Ehemann ist erwerbslos (Hartz IV).
Mein Vater (der Ex-Man meiner Mutter) ist erwerbstätig, keine Ahnung von seinem Einkommen.
Meine Mutter hat einen Halbtags-Aushilfsjob, ihr neuer Ehemann arbeitet auf dem Bau...
Also um die Situation z Beschreiben:
Nach der Trennung von meinem Ehemann bin ich erst einmal 2-3 Monate bei einem guten Freund untergekommen. Da ich einfach keine Anstellung finde kam es irgendwann zum Streit...
Daraufhin habe ich mich schweren Herzens durchgerungen zu meiner Mutter zu ziehen (100 km weiter weg).
Dort habe ich nun einen Berufsvorbereitungskurs bis September laufen, bekomme vom Arbeitsamt 265 € dafür. Meine Mutter und ihr Ehemann haben für mich Kindergeld beantragt (wahrscheinlich bekommen die es nun schon, und vermutlich rückwirkend zum Antragsdatum). Zuzüglich dazu habe ich von den 265 € monatlich 150 € an Kostgeld beisteuern müssen, zuzüglich 50 € zum Einkaufen. Vom mageren Rest musste ich dann noch knapp 40 € für die Monatsfahrkarte, Schulsachen, Hygieneartikel, Kleidung usw. bezahlen.
Das wäre Alles nicht so wild, wenn nicht die Umstände wären. Täglich muss ich mir vom Ehemann meiner Mutter Vorwürfe machen lassen, dass ich ja angeblich (trotz 11 Stunden täglich Bewerbungen schreiben, Trainings etc.) Nichts für meine Zukunft tue, angeblich im Haushalt ja Nix mache usw.
Meine Mutter mischt sich nicht ein, obwohl ihr neuer Ehemann weder mein Vater, noch Adoptivvater noch sonst irgend etwas ist. Er het weder zu meiner Erzeugung noch zu Erziehung oder Ausbildung irgend etwas beigetragen.
Um dieser Situation zumindest zeitweilig zu entkommen (Gespräche gab es genug dazu, allesamt blieben diese ergebnislos in so fern, dass wenn man sich geeinigt hatte dieses nie eingehalten wurde) verbringe ich derzeit meine Wochenenden bei Freunden oder sonst wo, nur um eben mal Abschalten zu können. Dafür gibt es natürlich auch Vorhaltungen...
Irgendwann erfuhr ich dann so nebenbei (im Alkoholrausch vom Manne meiner Mutter), das auch meine Mutter nur meine Adoptivmutter ist, weil ich das leibliche Kind meiner Tante bin. Das ist auch schon schwer zu verkraften gewesen...
Ich habe auch mit der Kurspsychologin schon öfter versucht einen Weg zu finden aus dieser Situation rauszukommen. Leider ohne Ergebnis, denn das Jugendamt will erst dann etwas unternehmen, wenn Gewalt im Spiel ist; alle anderen Ämter zucken auch mit den Schultern, denn die brauchen mindestens mal die Einkommensnachweise von meiner Mutter und ihrem Ehemann, welche diese aber nicht bereit sind vorzulegen.
Am Freitag, also gestern, eskalierte die Situation dann. Er kam wieder einmal alkoholisiert nach Hause, wir stritten uns wieder und schlussendlich schlug er mich. Auch wenn ich keine sichtbaren Verletzungen habe, so ging dabei doch eine Vitrine zu Bruch in die mich der Schlag hineinbefördert hat mit dem Rücken voraus. Und nachdem ich mir eine eingefangen hatte war meine Mutter dran... - knallte gegen den Wohnzimmertisch und hat jetzt einen großen, blauen Fleck am Rücken. Im Anschluss sage er dann ich habe 3 Wochen Zeit mir eine eigene Wohnung zu suchen. Ich bin dann erst einmal wieder so weit weg wie möglich. Unterwegs rief mich dann meine Mutter an, die mir flüsternd gesagt hat, dass ihr Typ jetzt meine Sachen packen und vor die Tür stellen will, ich also quasi gar nicht erst zurück kommen bräuchte. Noch dazu würde sie in keinem Falle gegen ihren Mann aussagen, egal was passiert. Da sie geflüstert hat gehe ich davon aus, dass sie heimlich mit mir telefoniert hat.
Jetzt stellt sich die große Frage: was soll ich noch tun. Anscheinend sind weder die Ämter Willens noch in der Lage mir zu helfen, noch kann ich in diese Umgebung zurückkehren...
Bitte, bitte helft mir, ich weis nicht mehr weiter...
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  #2  
Alt 27.06.2009, 12:09
Benutzerbild von Turtle1972
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Registriert seit: 20.11.2008
Beiträge: 18.988
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Mach eine Ausbildung, notfalls im Anschluss an die BvB eine BaE (Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen) über die Agentur für Arbeit. Dann kannst du BAB erhalten, wenn du eine eigene Wohnung hast bzw. nicht bei den Eltern wohnst.

Derzeit gäbe es wohl keine Hilfe für dich, jedenfalls nicht über ALG 2, da du auch in der BvB (du bekommst ja auch dort BAB) mit eigener Wohnung gem. § 7 Abs. 5 SGB II vom ALG 2 ausgeschlossen wärst.

Turtle
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  #3  
Alt 27.06.2009, 12:19
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 27.06.2009
Beiträge: 2
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BaE habe ich schon am Laufen, aber noch keine Antwort (ist jetzt 6 Wochen her).
Ich bewerbe mich tausendfach um Ausbildungsplätze, aber bei der wirtschaftlichen Lage nur Absagen...
Nur, was hilft mir das, um aus dem Umfeld rauszukommen? Ich kann dahin nicht zurück...
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  #4  
Alt 27.06.2009, 12:21
Benutzerbild von Grubenpony
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Registriert seit: 29.11.2008
Beiträge: 8.217
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Zitat:
Zitat von helpless_girl Beitrag anzeigen
Nur, was hilft mir das, um aus dem Umfeld rauszukommen? Ich kann dahin nicht zurück...

Du meldet dich OFW (ohne festen Wohnsitz) beim Einwohnermeldeamt und gehst wieder zum Jugendamt. Vielleicht sehen die sich ja jetzt genötigt, dich zu unterstützen.
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