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Hartz IV 4: U 25 Junge Menschen unter 25 Jahren sind von Hartz IV bzw. ALG II in besonderer Weise betroffen. Fragen zur U 25 Thematik hier stellen.

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  #1  
Alt 04.12.2008, 08:51
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Registriert seit: 04.12.2008
Ort: Saarland
Beiträge: 3
Standard Hilfe, ausziehen mit 18

Hi Leute
brauche unbedingt ein paar Infos!

Also kurz und knapp.. Ich bin 18 Jahre alt, Fachoberschülerin, kein wirkliches Einkommen (grad mal 90 Euro für mein Praktikum, suche aber zurzeit ne Nebenbeschäftigung).

Habe ziemliche Probleme zuhause, wurde vor einem Monat schon rausgeschmissen, wohne aber jetzt wieder zuhause. Eigentlich sollten meine Eltern und ich eine Art Familientherapie machen, aber mein Vater ist dazu nicht wirklich bereit. Mein Vater sagt mir jeden 2. Tag ich soll ausziehen, er würde sich 3 rote Kreuze in den Kalender machen, wenn ich endlich weg wäre.
Seiner Meinung nach, distanziert er sich von mir, weil ich sozusagen ein schlechter Mensch wäre, keinen Respekt hätte, nichts könnte und später eine Hartz IV Empfängerin wäre, also kurz und knapp, er stellt mich da wie einen „Looser“.

Jedoch bedenkt er nicht, dass ich oft mals den ganzen Haushalt schmeiße, ganze Wohnung putze, Wäsche mache, kochen etc. pp. Aber liegen 3 Oberteile auf meiner Couch und mein Glätteisen da rum, werde ich auch direkt schon angeschrieen, ich wäre ja so ne „Schlampe“.
Er kann mich nur kritisieren, er kann mich nicht einmal loben! Und interessieren tut er sich grad gar nicht für mich! Er weiß nicht mal in welcher Klasse ich bin, oder welche Schule ich besuche, er war in seinem Leben grad 1 oder 2x auf nem Elternabend. Ich habe zu meinem 18. nicht ein mal ein Geschenk von ihm bekommen, mit der Begründung ich hätte es mir nicht verdient. Aber eigentlich bin ich ein ganz normales Mädchen, hab gute Noten in der Schule, hänge nicht mit irgendwelchen Assis ab, nehme keine Drogen, ich breche keine Regeln meiner Eltern…
Das ist zwar noch nicht soooo schlimm, andere würden sagen ist doch normal, aber ich kann jetzt nicht alles auflisten, ansonsten könnte ich grad ein Buch schreiben!

Ich habe auch schon mit meinem Bruder darüber geredet, Auszug etc. Mein Bruder (28) ist selbst mit 20 ausgezogen weil er es nicht mehr ausgehalten hat, meine Mama sagt sogar, ich hätte es schlimmer als mein Bruder es hatte.

Jedoch im Falle eines Auszugs würde mein Vater mich, seiner Meinung nach, finanziell nicht unterstützen (wozu er doch eigentlich verpflichtet ist?)


Klar sind Unstimmigkeiten zwischen Kindern und Eltern normal, aber was bei mir zuhause abgeht (und das leider schon seit mehreren Jahren) ist ehrlich gesagt nicht mehr normal.
Ich werde jetzt nicht unbedingt geschlagen, aber es zeigen sich bei mir schon psychische Probleme.

Deshalb würde ich gerne ausziehen. Mir zu Liebe und letzt endlich meinen Vater zu Liebe.
Ich schätze mal, wenn mein Vater und ich uns nur einige Male im Monat sehen, gäbe es natürlich auch weniger Stress.
Aber ich hab gar keine Ahnung worauf ich achten muss, ob ich überhaupt Zuschüsse bzw. Unterstützung erhalten würde.
Hat jemand Erfahrungen auf dem Gebiet? Habe mir auch überlegt, in eine WG zuziehen, das wäre im Endeffekt günstiger, denke ich mir mal.

Ich weiß zwar, dass man als Azubi Wohngeld beantragen kann, aber ich weiß nicht, wie es gegenüber Schülern aussieht.
Habe mal bei der ARGE nachgefragt, bezüglich Zuschüsse, aber die Unterstützung bekommt man nur im Falle einer Schwangerschaft oder Misshandlung. Beides liegt nicht vor.

Deshalb mal die Frage in die Runde, wer kann mir helfen oder mir Infos geben was alles zu tun ist?!


Wäre euch sehr dankbar!!!



GLG

Sandra
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  #2  
Alt 04.12.2008, 08:56
Benutzerbild von Mandy
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Beiträge: 6.581
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Wenn Dich Deine Eltern vor die Tür setzen, dann müssen sie Unterhalt bezahlen. das geht staatlichen Leistungen vor!
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  #3  
Alt 04.12.2008, 09:52
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Sie haben mich so gesehn ja "wieder zurück geholt" nachhause...

Aber ich kriege die ganze zeit gesagt ich soll ausziehen!

Aber wovon ist der Unterhalt abhängig, reicht das für eine Wohnung?
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  #4  
Alt 04.12.2008, 11:02
Benutzerbild von Turtle1972
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Unterhalt ist abhängig vom Einkommen der Eltern.

Ansonsten kann man dir schlecht raten. Um vom Staat eine Wohnung bezahlt zu bekommen, braucht man schwerwiegende Gründe, die allerdings auch nachweisbar sein müssen. Zwar gehören psychische Probleme dazu, ich fürchte aber, bei dir scheitert es an der Nachweisführung.

Und letztendlich wärest du dann auch genau dort, wo dein Vater dich sieht: eine HartzIV - Empfängerin. Letztendlich hätte er also dann recht gehabt. Willst du das wirklich?

Turtle
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  #5  
Alt 04.12.2008, 12:22
Neuer Benutzer
 
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Ort: Saarland
Beiträge: 3
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Eigentlich nicht, aber ich kann zuhause einfach nicht mehr!
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  #6  
Alt 04.12.2008, 16:48
Benutzerbild von Turtle1972
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Beiträge: 18.988
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Wie gesagt: Du musst die Probleme beweisen können...

Turtle
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  #7  
Alt 05.12.2008, 06:44
Benutzerbild von Grubenpony
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Beiträge: 8.217
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Zitat:
Zitat von Polska-sanny Beitrag anzeigen
Habe ziemliche Probleme zuhause, wurde vor einem Monat schon rausgeschmissen, wohne aber jetzt wieder zuhause. Eigentlich sollten meine Eltern und ich eine Art Familientherapie machen,
An wen hast du dich beim ersten Rauswurf gewandt, wer hat die Familientherapie veranlassen wollen? Ggf. kann man dir dort jetzt auch weiterhelfen.
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  #8  
Alt 05.12.2008, 08:29
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Ort: Hinter den 7 Bergen...
Beiträge: 1.729
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Hallo,
ich würde mich an deiner Stelle ans Jugendamt wenden und gucken, ob die eine Lösung wissen..

Gruß
Enibas
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