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| Hartz IV 4: U 25 Junge Menschen unter 25 Jahren sind von Hartz IV bzw. ALG II in besonderer Weise betroffen. Fragen zur U 25 Thematik hier stellen. |
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#1
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| Hallo, als Erstes möchte ich mich jetzt schon für jeden Fehler entschuldigen, den ich hier im Post/Thread mache, ist mein erster Beitrag hier & ich habe absolut keinen Durchblick bei der Rechtslage ![]() Vorab: Ich bin 18 Jahre, werde dieses Jahr noch mein Abitur in der Tasche haben (~höchstwahrschinlich) und habe auch schon einen dualen Studienplatz (also auch einen Ausbildungsplatz) gefunden. Meine Eltern und ich beziehen als Bedarfsgemeinschaft Hart IV und ich bin leider im Moment ziemlich am verzweifeln. Haben hier viele Probleme zuhaus und ich komme wirklich nicht mehr mit meinen Eltern klar, ich weiß kaum noch mir zu helfen und will hier nurnoch weg. Ich würde gerne meine eigene Wohnung haben, was auch passieren wird, sobald ich mit dem dualen Studium beginne. Ich würde 1. gerne wissen, ob ich überhaupt Möglichkeiten habe, ab dem 01.08. dann irgedwelche Hilfen zu beantragen oder komplett von meinem eig. Geld leben muss (also auch Einrichtung, etc.) oder ob man evtl. einen Kredit aufnehmen könnte? Oder bin ich da auch eingeschränk wegen meiner Eltern? 2. Könnte ich jetzt schon auf irgendeinem Weg eine eigene Wohnung bekommen bzw. ein Zimmer in einer WG, wenn ich denn mit einem Nebenjob z.B. noch verdiene (was ich dann ja wohl muss, was aber auch völlig klar ist - von nichts kann auch nichts kommen)? Oder Bafög beantragen? 3. Im Sommer, also zwischen der Zeit "Abiturzegniss" bis "Studienbeginn", würde ich gerne mit einigen Freunden in den Urlaub fahren, welche Möglichkeiten bieten sich mir hier, außer dem 100Euro Freibetrag + 20%, noch Geld zu sparen? Ich will einfach nicht einsehen, dass es sich denn gar nicht lohnt zu arbeiten oder ist das absicht, damit der Staat uns alle mit Geld "überschütten" kann D: ? Evtl. bieten sich da auch Möglichkeiten das mit einem eig. "Wohnsitz" zu kombinieren, also wenn ich hier nicht mehr wohne, sondern woanders und dann Geld zusammenspare? Vielen Dank schoneinmal fürs lesen, ich weiß, dass das ziemlich viele Fragen auf einmal sind, aber ich weiß wirklich nicht, was ich da tun kann. lg. hamwee |
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#2
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| Wenn du studierst, mußt du Bafög beantragen. Darin ist auch ein Anteil für das Wohnen enthalten. Zusätzlich bekommst du dann Kindergeld. Damit kannst du dir eine Studentenbude suchen. Solange du in der Bedarfsgemeinschaft lebst, werden Einkommen entsprechend der gesetzlichen Vorschriften bedarfsmindernd angerechnet. Als U25 kannst du nur bei dem Vorliegen von schwerwiegenden Gründen aus dem Elternhaus ausziehen. |
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#3
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| Und was könnten diese Gründe sein? z.B. unzureichende Hygiene im Haushalt (kaum geputzt, Haustiere die "Gerüche absondern"?), oft kein Mittagessen (aufgrund leeren Kühlschranks)? oder eher psychische Gründe, wie Desinteresse der Eltern oder Leistungsdruck? Das wären z.B. einige der Dinge die mich dann dazu bewegen hier auszuziehen. |
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#4
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| Mit Verlaub gesagt, das sind keine schwerwiegenden Gründe. Wenn bisher nichts Gerichtsverwertbares (Polizeieinsatz, Hilfeeinsatz von irgendwelchen kommunalen Sozialstellen etc) vorgefallen ist, vergiß es und warte bis zu deinem Studentendasein. Sind ja ohnehin nur noch wenige Monate. Der Gesetzgeber hat aus naheliegenden Gründen das Sponsern einer Wohnung für einen Schüler sehr hoch aufgehängt. Auch Schüler aus einem Elternhaus, die nicht von Hartz IV leben, bekommen keine eigene Wohnung von den Eltern bezahlt. Du bist daher diesbezüglich nicht "eingeschränkt" wegen deiner Eltern. Sondern eingeschränkt werden eher deine unangemessenen Vorstellungen. |
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#5
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| Bevor mpumpe Dir in der Sache nun alle Fragen beantwortet hat, kam mir der Eindruck, dass Du hier evtl. Vorschläge auskundschaften wolltest, was Du am besten als Grund für einen Auszug von Hause anführen könntest. Dass das nicht funktioniert, weißt Du nun. Und was die angeführten hygienischen Verhältnisse betrifft, so kannst Du Dir da schon recht gut selber helfen, indem Du halt beispielsweise das Putzen übernimmst - wenn es Deine Eltern schon nicht auf die Kette kriegen. Da brichst Du Dir keinen Zacken aus der Krone, und das kann anderseits eine ganz gute Grundausbildung für Dein späteres, selbständiges Leben sein. Dies nur so als Vorschlag. |
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#6
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| Ok, werde mich dann wohl wirklich noch gedulden müssen. Aber danke nochmal für die Antworten ![]() Werde dann versuchen, es noch bis dahin hier auszuhalten. Wobei es mich imemernoch stört, dass das mit dem Geldverdienen nur bis zum Freibetrag hin wirklich rentabel ist. Und das mit dem Putzen versuch ich ja hier schon, nur fällt das etwas schwer, wenn man seinen Eltern den ganzen Tag hinterputzen könnte, Bad und mein Zimmer halte ich ja schon sehr sauber, würde ich das nicht tun, würde mich diese Wohnung hier schon sehr, SEHR anekeln. |
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#7
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| Dann frage ich mich, warum ich soviel arbeite, wenn das Arbeiten doch nur bis zum SGB II-Freibetrag rentabel ist... ![]() Pass deine Wünsche mal deinen finziellen Möglichkeiten an. Kein Geld, aber eigene Wohnung haben wollen, Urlaub machen. Ich konnte das vor etlichen Jahren auch nicht, Abitur im Mai, Wehrdienst ab Oktober. Natürlich wäre Urlaub schön gewesen, aber ich bin stattdessen 4 Monate arbeiten gegangen. Und zwar für mehr Geld, als der damalige BSHG-Freibetrag...
__________________ Schöne Grüße ubu |
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#8
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| Hallo, Als Schülerin dürftest du normalerweise 1.200€ anrechnungsfrei in einem Ferienjob (max. 4 Wochen) verdienen. Du könntest also die Zeit zwischen Abi und Ausbildungsbeginn aufteilen in Ferienjob und Urlaub mit Freunden. Für die eigene Wohnung solltest du dir mal zu Ausbildungsbeginn eine Kostenaufstellung machen. Was du verdienst, evtl. noch an Bafög/BAB und Kindergeld bekommst. Unterhalt von Eltern fällt ja in deinem Fall wohl flach. Und dann mal eine Liste mit allen monatlich zu bezahlenden Kosten aufstellen: Miete & Nebenkosten, Strom, Telefon, Handy, Internet, GEZ, Fahrtkosten, Versicherungen, Vereine & Beiträge, Essen/Trinken, Klamotten, Ausbildungsbedarf ... Wenn du dann siehst, dass es kostendeckend möglich ist, evtl. auch in Form einer WG, kannst du ja auch ausziehen. Aber alleine wohnen ist auf jeden Fall teurer als bei der Familie, selbst wenn du dann einen Teil zur Miete und zum Essen beisteuern müsstest. Es ist normal, dass man in deinem Alter auch mal Probleme mit den Eltern hat und nicht immer einer Meinung ist. Aber letztendlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass man bei wirklich grossen Problemen sehr oft auf seine engste Familie zählen kann. LG, |
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| alg 2, bafög, hartz 4, kind, nebenjob |
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