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| Hartz IV 4 - ALG II 2 Hier können Fragen zum Thema Hartz IV 4 und Arbeitslosengeld II 2 gestellt werden, sofern sie nicht in ein spezielleres Unterforum gehören. |
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#1
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| Hallo zusammen, ich habe einige dringende Fragen bevor ich meinen Antrag abgebe und hoffe hier aussagekräftige Antworten zu erhalten. hierzu schildere ich zunächst mal meine Situation: mein Mann (= KV) hat mich vor kurzem von einem Tag auf den anderen verlassen...und zwar an dem Tag, an dem wir in unsere neue Wohnung ziehen wollten (zur Miete). er ist dann alleine in diese Wohnung gezogen, ich bin in der alten Wohnung (diese befindet sich im Haus meiner Eltern geblieben). den während der Ehe angeschafften Hausrat haben wir bereits aufgeteilt. 90% der Möbel in meiner Wohnung gehören jedoch ihm, da er diese vor unserer Ehe gekauft bzw. in die Wohnung mitgebracht hat. jetzt bekomme ich nur noch diesen Monat Elterngeld für unseren Sohn (11 Monate alt). Da ich zwei Jahre Elternzeit genommen habe und eine vorzeitige Jobrückkehr aufgrund fehlernder Kinderbetreuung nicht möglich ist muss ich leider ALG II Antrag stellen. Mein Mann und ich haben ein gemeinsames Konto, auf dem sich durch den Umzug rund 1.500 € Schulden (Dispo) angehäuft haben. außerdem möchte meine Mann für die Möbel - die ja ihm gehören - eine Ablösesumme von 1.500 € haben. zudem haben wir aufgrund der Umzugskosten bei meinen Eltern seid November keine Miete mehr gezahlt (650 € Warmmiete). die Miete haben wir immer in bar gezahlt. es gab lediglich einen mündlichen Mietvertrag. D.h. ich muss meinen Eltern auch noch 4 Monate rückständige Miete zahlen. da ich aufgrund dieser Zahlen sehr verzweifelt bin habe ich meine Eltern um Hilfe gebeten und meine Mutter erzählte mir nun (erstmals!!!) von einem auf mich laufenden Sparbuch über 10.000 €. davon wusste ich bisher nichts. meine Mutter hat dieses Sparbuch nun aufgelöst (mit meiner Unterschrift natürlich) und mir angeboten mir 5.000 € hiervon zu geben. meine Eltern sind der Meinung das Geld gehöre ihnen, da sie es in 25 Jahren mühevoll angespart haben und es eigentlich nicht für mich gedacht war, es wurde lediglich aus irgendwelchen Gründen auf meinen Namen gemacht. Hier nun meine Fragen. 1. die ARGE wird die Meinung meiner Eltern vermutlich wenig interessieren. die werden mir das Geld anrechnen als Vermögen, oder? 2. das Sparbuch ist zwar vor Antrag aufgelöst worden, aber durch Datenabgleich wird das sicher ermittelt werden, dass da mal eins auf mich lief, oder? 3. das Geld ging aufs Konto meiner Eltern. wie mache ich das nun am Besten, wenn ich das Geld im Antrag angeben muss...sollen meine Eltern es auf mein Konto überweisen? 4. ist es zulässig wenn ich vor Antragstellung den Dispo (1.500 €) und die Forderung meines Mannes (1.500 €) begleiche? 5. kann ich die rückständige Miete bei meinen Eltern begleichen ohne dass mir das als SChenkung ausgelegt wird (wie gesagt leider kann ich nicht durch Kontoauszüge die Mietzahlungen bisher belegen, da wir das Geld immer bar übergeben haben)...meine Eltern verdienen so wenig, die würden mich niemals mietfrei in einer gut vermietbaren Wohnung leben lassen, aber glaubt das die ARGE? 6. mein Mann und ich haben zur Anschaffung diverser Möbel das Geld unseres Sohnes, welches er von Gr0ßeltern und Verwandten zur Geburt bekommen hat (ca. 1000 €) verwendet, um nicht weiter in den Dispo zu kommen. kann ich nun meinem Sohn ein Konto eröffnen und hierauf das Geld einzahlen ohne dass es eine Schenkung ist? das Geld hatten wir bar hier zu Hause, da wir noch nicht dazu kamen ihm ein Konto zu eröffnen (es gibt also auch hier keine Belege). ich hoffe jemand hier kann mir helfen. bin mit der ganzen Situation total überfordert, da auf einmal mein ganzes Leben in Scherben liegt. Danke! lixife |
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#2
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| Da du vermutlich nicht mehr minderjährig bist, konnten deine Eltern ein Sparbuch, das auf deinen Namen läuft, nicht auflösen. Das wäre Punkt 1 der Unstimmigkeiten. Demzufolge wird die Arge den gesamten Betrag von €10.000 als dein Vermögen ansetzen. Desweiteren ist dein Mann für die Mietschulden ebenso zuständig wie du. Eventuell machen sich deine Eltern durch die nicht nachweisbaren Mietzahlungen reichlich Probleme, denn Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung müssen versteuert werden. Deinen Angaben zufolge vermute ich, dass das nicht passiert ist. Ein entsprechender Steuerbescheid und Quittungen deiner Eltern wäre aber die einzige Möglichkeit, die Barzahlungen der Miete nachzuweisen. Dein Mann ist dir und eurem Kind auch zu Unterhalt verpflichtet, vor einem Antrag auf ALGII solltest du entsprechende Schritte zur Beitreibung eingeleitet haben. Den Dispo sowie das Sparguthaben eures Kindes darf im übrigen ruhig dein Mann ausgleichen, denn der wohnt ja in der neuen Wohnung mit den neuen Möbeln, was alles von diesem Geld finanziert wurde. Schließlich will er ja auch von dir €1500 für die alten Möbel. Oder warum willst du alles alleine bezahlen? Es scheint mir hier ausschließlich um das Runterrechnen von verwertbarem Vermögen zu gehen.
__________________ Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank. |
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#3
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| Zitat:
__________________ Grüsse, Mandy Es ist nicht notwendig mir eine PN zu schreiben, weil Threads geschlossen und/ oder bearbeitet bzw. entfernt wurden oder man eine Verwarnung bekam. Wenn dies der Fall ist, dann hat das seinen Grund (FORENREGELN!!!!!)! |
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#4
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| Danke für eure Antworten und die Einschätzung. - Also zum Dispo ist es ja so, dass wir Gesamtschuldner sind, d.h. die Bank fordert das Geld von demjenigen der zahlt und da mein Mann nicht zahlt muss ich das wohl tun...im Innenverhältnis habe ich dann einen Ausgleichsanspruch auf die Hälfte, okay, aber die andere Hälfte müsste ich doch wohl bezahlen dürfen....ich kann das Konto nicht auflösen ohne den Dispo auszugleichen und wenn ich es nicht auflöse macht mein Mann weiterhin sChulden zu meinen Lasten, das kann doch nicht sein??? - zum Geld des Kindes: heißt das dann dass mein Kleiner Pech gehabt hat weil wir versäumt haben ein Konto zu eröffnen? er konnte mir ja schlecht ne Quittung unterschreiben ;-) - zu den Mietschulden: auch hier muss doch gelten dass ich die Hälfte bezahlen darf (auch wenn wir mal wieder Gesamtschuldner sind und ich das ganze bezahlen muss und lediglich einen Anspruch gegen meinen Mann habe, der niemals realisierbar sein wird.....) - zur Forderung meines Mannes: wenn mein Mann mir Möbel dalässt und dafür Geld will, ist das wirklich eine Verschleierung wenn ich bezahle? d.h. die Alternative ist mein Mann holt seine Möbel ab und ich habe bis auf ein Kinderbett und einen Kleiderschrank nichts????? ich müsste mir also alles neu kaufen, Wohnzimmereinrichtung, Bad, Schlafzimmer, Esszimmer, eine neue Küche, sämtliche Elektrogeräte, Staubsauger, Waschmaschine etc.? dass ich Unterhalt bekomme ist mir schon klar....nur einen Anspruch haben und einen Anspruch durchsetzen sind leider zwei verschiedene Paar Schuhe...außerdem habe ich ja nicht gesagt dass ich keinen Unterhalt bekomme oder verlange...die Sache ist bereits beim Anwalt und sobald die Berechnung da ist, bekomme ich hoffentlich Unterhalt. der Unterhalt reicht aber nicht mal im allerallerentferntesten um irgendwie über die Runden zu kommen (Bedarf wäre bei uns ca. 1.350 €, Unterhalt plus Kindergeld ca. 500 €) |
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#5
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| aber wenn ich nun losziehe und mir die für die Wohnung benötigten Sachen kaufe dann ist das zulässig (brauche Waschmaschine, Staubsauger, Fernseher...das wäre jetzt das nötigste, abgesehen von anderen Elektrogeräten die man haben sollte aber naja....) wenn ich nicht an meinen Mann zahlen darf, geht auch die Küche mit, d.h. es wäre okay wenn ich mir ne neue Küche kaufe? |
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#6
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| Wenn du dir das leisten kannst.... Wie wäre es, wenn du erstmal anwaltlich abcheckst, was wirklich deinem Mann gehört (immerhin muss er nachweisen können, was "seins" ist) und was dir, wie mit den Schulden zu verfahren ist, was unterhaltsmäßig laufen muss, was mit dem Sparvermögen ist, dass deine Eltern anscheinend zu Geldwäschezwecken auf deinen Namen angelegt haben bzw. wo sie behaupten, dass es ihnen gehört, obwohl es rechtlich deins ist, da das Sparbuch auf dich lief? Ggf. wird es noch im Hinblick auf die 650 Euro Miete interessant, ob die Eltern die überhaupt beim Finanzamt angegeben haben... Und dass die 650 Euro auf Dauer als angemessen gelten: wage ich doch stark zu bezweifeln. Außerdem kenne ich keine Eltern, die ohne Not von ihren Kindern soviel Miete verlangen. Sorry, aber du glaubst doch wohl nicht, dass du hier auf sowas rechtlich korrekte Antworten erhalten kannst, wenn alles nach getürkt und "ich will soviel wie möglich beim Staat rausholen" aussieht? Turtle |
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#7
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| Schon sehr merkwürdig, wenn man mit den Eltern im Haus lebt und dann unbedingt als erstes eine neue Waschmaschine braucht. Meine Eltern würden mir sofort ihre Maschine zur Verfügung stellen und auch nicht eine Sekunde darüber nachdenken von mir Miete zu nehmen, geschweige denn noch die letzten Monate einfordern |
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#8
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| ....also ich würde meinem Kind auch mit Waschmaschine und sonstigen Geräten aushelfen. Versteuern deine Eltern tatsächlich die Miete die du ihnen bar gibst? Loni |
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#9
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| ich selbst bin seid der Geburt meines Sohnes schwer krank und daher nicht arbeitsfähig. nun hat mich mein Mann verlassen weil er keine kranke Frau haben wollte und mir nichts als SChulden hinterlassen. ich stand mit meinem Kind - ohne Job, Geld und Wohnung - auf der Straße. ich wäre niemals zu meinen Eltern zurück gegangen wenn ich eine andere Wahl gehabt hätte (nicht jeder Mensch auf dieser Welt hat eine wundervolle Beziehung zu seinen Eltern!). Meinem Mann ist scheißegal was mit mir ist - der wird niemals irgendwelche unserer Schulden bezahlen oder Unterhalt. ich bin einfach nur eine sehr verzweifelte Frau in einer sehr ausweglosen Situation und ich würde gerne ohne ALG II auskommen, nur leider kann ich nicht arbeiten gehen. wieso man dann hierfür so angegriffen wird versteh ich einfach nicht . ich habe nur versucht eine Lösung dafür zu finden, wie ich meine SChulden loswerde und mir und meinem Sohn einen unbelasteten Neuanfang ermögliche. Dennoch danke für eure Antworten. P.S. also wenn Eltern monatlich 50 € auf ein Sparbuch einzahlen und das 25 Jahre lang kann das ja wohl kaum jemand ernsthaft als illegal bezeichnen....und als Geldwäsche schon gar nicht, da dies nämlich voraussetzen würde, dass das Geld aus einer Straftat stammt...ich kenne hunderte Eltern die für ihr Kind Sparbücher machen. und ja man mag es kaum glauben...meine Eltern versteuern tatsächlich die Miete die ich ihnen in bar gebe, man mag sie dumm nennen, aber meine Eltern haben nicht die geringste Lust Einnahmen am Staat vorbeizuschleusen. dass ich eine Waschmaschine brauche liegt daran dass ich nicht vorhabe dort wohnen zu bleiben! oder heb doch mal einer von euch die Hand, der mit 29 Jahren gerne bei seinen Eltern wohnen möchte?....aber ich kann ja natürlich täglich die Wäsche mit nem Kleinkind zu meiner Mama bringen um sie dort zu waschen. |
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#10
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| Nu ist aber gut. Du schreibst: Zitat:
Zitat:
Und wenn du arbeitsunfähig bist (Eigendiagnose, hast du Medizin studiert?), wärst du eh kein Fall fürs SGB II. Das gibts nämlich nur für Leute, die arbeiten können. Zitat:
Zitat:
Wenn man aber Geld auf den Namen des Kindes anlegt und dann behauptet, dass es gar nicht dem Kind gehört, dann ist es GELDWÄSCHE, ob dir das gefällt oder nicht. Dazu kannst du ja gern nach § 3 und § 8 GwG und "Konto auf eigene Rechnung" googlen. Für mich ist es der Schwindelei doch etwas zu viel... Erst bleibt man in der alten Wohnung wohnen, plötzlich ist von "alter Wohnung bei den Eltern" keine Rede mehr. Dann sind die Eltern so bitterböse, legen aber monatlich 50 Euro fürs böse Kindchen an. Zu der Frage, ob die Eltern die 650 Euro monatlich überhaupt versteuern, kommt erst gar keine Antwort. Plötzlich ist man arbeitsunfähig. Und dem netten Ehemann, der eigentlich Unterhalt zahlen müsste, möchte man lieber noch 1500 Euro in den Rachen schieben... Das ist doch alles lächerlich. Turtle |
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