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Hartz IV 4 - ALG II 2 Hier können Fragen zum Thema Hartz IV 4 und Arbeitslosengeld II 2 gestellt werden, sofern sie nicht in ein spezielleres Unterforum gehören.

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  #1  
Alt 26.01.2011, 06:12
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Registriert seit: 26.01.2011
Beiträge: 1
Unglücklich Ich möchte gerne wieder arbeiten aber....

ich weis nicht ob sich das für die Bedarfsgemeinschaft zum negativen auswirkt.
- Ob dann noch Miete bezahlt wird
- ob mein Freund und unser Kind noch anspruch auf Hartz 4 haben
- ob sich das wircklich auszahlt
ich habe Angst das wir nicht mehr die Miete bezahlt bekommen, ich mein Kind dann länger im Kiga lasse obwohl es sich nicht auszahlt weil wir dann genausoviel haben, ausser weniger zeit.

Mit dem Rechner komme ich nicht zurecht.... ich habe mal eingegeben dass ich 1000 Euro verdiene bekommen wir 3 dann 312,66 + 1000 euro und müssen aber Miete selbst zahlen oder wird die übernommen? kann mir bitte jemand sagen wie das ist. Momentan haben wir 1124 + kindergeld + 100 mini job, dass sind 1408 Euro wenn ich arbeiten gehen würde ???
1000 Von meiner Arbeit
184 Kigeld
100 Minijob
und wieviel von der arge ??? 312,66 das sind 1596,66 Euro
187,34 MEHR ''mehr'' also das ist doch zu wenig??? oder wie rechne ich das und vorallem wird dann der kindergarten noch übernommen?????
Ich werd echt wahnsinnig würde so gerne arbeiten gehen dass es uns besser geht.... LG
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  #2  
Alt 26.01.2011, 06:24
Benutzerbild von Grubenpony
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Registriert seit: 29.11.2008
Beiträge: 8.216
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Aufgrund des Erwerbstätigenfreibetrages lohnt sich Arbeiten immer.

Dein Beitrag ist ein wenig konfus. Wie hoch ist eure Miete? Wären die €1000 brutto oder netto?
__________________
Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.
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  #3  
Alt 26.01.2011, 06:28
Benutzerbild von Turtle1972
Junior Admin
 
Registriert seit: 20.11.2008
Beiträge: 18.988
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Arbeiten lohnt sich immer. Das machen nämlich andere Menschen auch. Die spekulieren auch nicht auf "Sonst bezahlt mir das Amt die Miete nicht mehr.". Weil das nämlich nicht das Amt bezahlt, sondern jeder Mensch, der arbeitet! Oder woher dachtest du, kommt das Geld, mit dem eure Miete bezahlt wird? Aus der Bundesdruckerei?

Es gibt beim ALG 2 einen Freibetrag. Und den hat man immer mehr als vorher. Wenn du 1000 Euro brutto verdienen würdest, wären das 260 Euro.

Wären also 1000 Euro brutto z. B. 800 Euro netto, würden beim ALG 2 540 Euro angerechnet werden. Bei derzeit 1124 Euro ALG 2 wären es dann 540 Euro weniger, also 584 Euro ALG 2.

Wenn du z. B. 1300 Euro brutto verdienst, wären es 290 Euro Freibetrag. Das sind ungefähr 1000 Euro netto, so dass 710 Euro angerechnet würden, das ALG 2 wäre dann 414 Euro.

Und wenn man genug verdient, dass man kein ALG 2 mehr braucht, dann kann man auch die Miete ALLEIN bezahlen. Es gibt viele Familien, wo das so ist und die jammern auch nicht rum ala "Niemand bezahlt mehr unsre Miete.". Ggf. haben sie sie sogar schon immer ALLEIN bezahlt.

*kopfschüttelnd*

Turtle
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  #4  
Alt 26.01.2011, 08:13
Pat Pat ist offline
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Registriert seit: 24.01.2011
Beiträge: 9
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Guten Morgen zusammen,

ich hoffe mir ist nun keiner böse, weil ich als Neuling hierzu meinen Senf abgebe, zumal ich von den Berechnungen keine Ahnung habe.

Aber zu diesem Satz würde ich gerne etwas sagen:
Zitat:
Zitat von jenny25 Beitrag anzeigen
würde so gerne arbeiten gehen dass es uns besser geht.... LG
Hallo Jenny,

nur allein arbeiten gehen zu wollen, damit es einem einzig und allein finanziell besser geht, ist nicht gerade der richtige Ansatz.
Es sollte schon allein Deinem Ego wichtig sein, für Deine Brötchen selbst sorgen zu können.
Und nicht zuletzt ist es auch für Dein Kind wichtig, denn es sollte frühzeitig lernen, dass man für Dinge, die man haben möchte, arbeiten muss.

Auch ist der Grundgedanke völlig falsch. Zu denken "es sind ja dann nur ein paar Euro mehr als vorher, dafür hab ich aber weniger Zeit als vorher" ist unfair den Menschen gegenüber, die den Hartz IV Topf monatlich auffüllen.
Und viele von denen, die eben diesen Topf auffüllen, liegen mit ihrem Einkommen selbst gerade mal knapp über der Sozialgrenze....und arbeiten dabei noch für einen Hungerlohn 12 Std pro Tag und müssen ihre Fixkosten ebenfalls allein bezahlen.

Insofern verstehe ich Deine Zweifel überhaupt nicht?
Selbst wenn Du + / - Null rausgehen würdest...DU allein hättest dann aber das gute Gefühl, Deine Familie selbst ernähren zu können und allein das sollte schon ausschlaggebend sein.

Nix für ungut,
Pat

PS: warum das Kind überhaupt länger im KIGA lassen? So wie ich das jetzt verstanden habe, bezieht Dein Lebensgefährte ebenfalls Hartz IV.
Ist es ihm dann nicht möglich, nachmittags auf das Kind aufzupassen?
Dann würden die Kosten für den Ganztagesplatz wegfallen und das Kind könnte weiterhin vormittags zur KITA.
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  #5  
Alt 26.01.2011, 21:59
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Beiträge: 231
Standard ?

Bei Sätzen wie: "würde gerne arbeiten, ABER..." werde ich immer irgendwie stutzig. Kommt für mich immer so rüber, als wolle man Argumente sammeln, warum man NICHT arbeiten gehen sollte.
Lohnt ja nicht, ist ja fast nicht mehr als jetzt, mein Freund bekommt dann was abgezogen...usw.

Himmel, gehts noch?

Du sollst es Dir ja nicht mit H4 gemütlich machen, sondern alles dran setzen, dass Du wieder in der Arbeitswelt Fuss fasst. Und nicht rumrechnen, was Dir dann alles "abgezogen" wird
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  #6  
Alt 27.01.2011, 00:13
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Beiträge: 155
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Das Problem ist vielleicht das durch Medien und Reden von Politiker oftmals der Eindruck entsteht das sich momentan Arbeit nicht lohnt und dagegen etwas getan wird.

Dadurch bekommt der ein oder andere vielleicht Angst, das wenn er einen Job annimmt hinterher schlechter darsteht und seine Ausgaben nicht mehr decken kann.

Ich habe schon oft gehört das manche glauben das wenn sie diese oder jene Arbeit annehmen hinterher weniger haben.
Weil sie nicht wissen das sie aufstocken können.
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  #7  
Alt 27.01.2011, 08:40
Pat Pat ist offline
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Registriert seit: 24.01.2011
Beiträge: 9
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Hallo Luebecker,

das mit der Angst, bei Arbeitsaufnahme seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können, mag bei einigen so sein.

Aber dann geh ich doch zu meiner Sachbearbeiterin und frage nach.
"Ich kann hier einen Job bekommen...aber nach Abzug aller monatlichen Rechnungen bleibt nicht sehr viel zum Leben übrig, was kann ich tun?"

Bei einigen Menschen hab ich leider eher das Gefühl, dass sie eine reine Nutzen - Aufwandrechnung erstellen.

Hartz IV = xy € + viel Freizeit
Arbeit = xy € + ein klein wenig mehr - wenig(er) Freizeit

Gerade das Ding mit der Freizeit und das bei Arbeitsantritt nicht unbedingt mit einem Managergehalt zu rechnen ist hört man doch oft.
So auch bei der Themenerstellerin:
Zitat:
"ich mein Kind dann länger im Kiga lasse obwohl es sich nicht auszahlt weil wir dann genausoviel haben, ausser weniger Zeit."


Ich habe schon oft genug die Gespräche auf dem Flur der Arge morgens mitbekommen.
"Warum soll ich mir für 150€ monatlich mehr den Arsch aufreissen und dafür jeden Tag stundenlang malochen gehen?"
oder auch gerne "Für xy€ steh ich morgens doch gar nicht erst auf"

Bei den Leuten frage ich mich ernsthaft, ob sie ihren Wecker nur stellen, damit sie im Schlaf nicht aus Versehen verhungern oder verdursten....
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  #8  
Alt 27.01.2011, 11:30
Benutzerbild von Turtle1972
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Registriert seit: 20.11.2008
Beiträge: 18.988
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Letztendlich bestätigt es aber doch die Tatsache, dass ALG 2 schlichtweg eine bequeme Hängematte ist.

Turtle
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  #9  
Alt 27.01.2011, 12:30
Benutzerbild von Agent Of Liberty
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Beiträge: 390
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Zitat:
Zitat von Pat Beitrag anzeigen
Hartz IV = xy € + viel Freizeit
Arbeit = xy € + ein klein wenig mehr - wenig(er) Freizeit
Diese Kosten-Nutzen-Analyse ist hübsch, aber noch erweiterbar. Es kommt gar nicht sooo selten vor, dass Hartzons sich nach Arbeitsaufnahme nicht nur über weniger Freizeit und darüber, dass "alles angerechnet wird", beschweren. Auch ein Vorgesetzter, der sagt, was zu tun und zu lassen ist, passt so gar nicht in das Weltbild mancher Zeitgenossen.

Der absolute Experte unter meiner Kundschaft findet zwar durchaus immer wieder Arbeitsstellen, hält es aber jeweils maximal eine Woche mit Arbeit aus. Anlässlich einer Anhörung wegen drohender Sanktion brachte er gar eine Ausgabe des Grundgesetzes mit und meinte allen Ernstes, die Tatsache, dass da ein Chef rumläuft, der Arbeitsanweisungen erteilt, würde ihm die Fortsetzung seiner Arbeit unmöglich machen und verstoße überdies gegen sein Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit......
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angst, arbeit, geld, hartz 4

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