| |
| |||||||
| Grundsicherung - Sozialhilfe Leistungen des SGB XII sind hier Thema: Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Hilfe zur Pflege, etc. |
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
#1
| |||
| |||
| Hallo allerseits, Habe aktuell folgendes Problem - bin seit März letzten Jahres krankgeschrieben. Bin effektiv chronisch krank, Diagnose von Anfang 2006. Es war bereits zuvor klar, daß meine Krankheit stresssensitiv ist. Mir war auch damals bereits irgendwie klar, daß mein Job daran schuld ist. Habe zwar im ÖD gearbeitet, allerdings effektiv (und rückwirkend auch beweisbar) die Arbeit von 3 bzw. 4 Personen gemacht. Zu ca. 50% meiner Arbeit wurden zum Januar diesen Jahres 2 Personen ausgeschrieben. Mein Arzt wird mich definitiv bis in alle Ewigkeiten weiter krankschreiben um mich vor meinem Job zu schützen. War letztes Jahr insgesamt 2 1/2 Monate stationär, dummerweise in dem Klinikum in dem ich eigentlich arbeite und wurde nicht mal dort trotz u.a. Blutvergiftung im Dezember 2008 in Ruhe gelassen. Das ging sogar soweit, daß man während eines stationären Aufenthaltes ernsthaft auf Station angerufen hat, der Schwester gesagt hat, daß bei mir ein EEG gemacht werden sollte, ich mich in einem absolut schlechten Zustand dorthin geschleppt habe und effektiv wollten die Leute dort nur ein Problem gelöst bekommen (!). Ich war zu dem Zeitpunkt leider so kaputt, daß ich mich nicht mal beschwert habe. Sollte damals in eine AHB, das hat dann nicht geklappt. Hatte dann Reha beantragt. Man hat mich in der Zwischenzeit nicht wirklich in Ruhe gelassen (trotz Krankschreibung) und regelmässig wegen irgendwelchen Problemen daheim angerufen. Habe eine Wiedereingliederung durchgeführt, weil ich noch 2 Projekte die mir sehr wichtig waren erledigen wollte. Auch hier wurde die ärztliche Festlegung, was ich machen darf ignoriert und mir wurde sogar erzählt man könnte mir anordnen dass ich noch weitere Dinge zu erledigen hätte. Die damaligen Arbeiten hätten das Haus ca. 40.000-50.000 EUR gekostet, ich habe es kostenlos durchgeführt und trotzdem wollte man noch mehr rausholen Mein Zustand wurde immer schlimmer durch den ständigen psychischen Stress, habe August letzten Jahres deshalb 2 Chemos bekommen, sollte danach direkt in Reha. Dies wurde dann von der Reha-Klinik abgelehnt bzw. um einen Monat verschoben. Während dieser Zeit wurde ich ständig wegen aller möglichen Probleme kontaktiert, selbst 5 Tage vor der Reha bekam ich noch was Größeres zugeschickt. Die Krankheit war wegen der 2 Chemos ein wenig zurückgefahren, damals dachte ich es würde mir richtig gut gehen, war aber nur relativ. Jedenfalls war ich dann 3 bzw. 4 Tage auf Reha und die Reha-Klinik war für mich absolut falsch. Besser gesagt ich war dort noch mehr Stress ausgeliefert (Klinik war psychosomatisch, hatten keinen Plan von meiner Krankheit, jetzt im Nachhinein ist auch klar, daß ich nichts Psychosomatisches habe) und danach ging der ganze Scheiss von Vorne los. Habe dann nach Rücksprache mit meinem Arzt sofort die Reha abgebrochen. Kurze Zeit später fingen wieder Blutungen an - trotz der Chemos, die 3te hatte ich gerade mal eine Woche vor der Reha erhalten.Mir war dann persönlich klar wie die Situation um mich stand. Mir war auch klar, daß die Chemos nichts (mehr) bringen. Gott-sei-Dank hat dann der Chefapotheker von unserem Haus (eine der wenigen gescheiten Personen) es irgendwie geschafft, daß ich ein noch nicht zugelassenes Medikament ausserhalb der Studie erhalte (zu der Studie war ich zwar genommen worden, wäre allerdings erst im Dezember 2009 losgegangen - bis dahin wäre es zu spät gewesen). Habe bereits nach der Reha sämtlichen sonstigen Kontakt zum Haus unterbunden, alte Telefonnummern abgeschaltet etc. und oh wunder, Ende Dezember ist mein Zustand immer besser geworden. Es ist mir jetzt erst klar, wie schlecht es mir ging und vorallem, daß die damaligen Chemos so gesehen nicht viel gebracht haben. Tut mir Leid, daß ich so viel geschrieben habe. Ist aber vermutlich wichtig wegen meiner Fragen. Ich bin aktuell weiter krankgeschrieben, Krankengeld läuft vermutlich in ca. 5 Monaten aus. Ich weiss definitiv, daß ich dort keinen Tag mehr arbeiten möchte - mein Arzt lässt das auch nicht zu. Gekündigt habe ich bis jetzt (noch) nicht, da ich mir Stress mit dem Arbeitsamt ersparen möchte. Meine Frage wäre jetzt - wer ist überhaupt für mich zuständig? Würde es gerne abklären, ob ich jetzt offiziell selber kündigen soll oder wie das weiterläuft. Ob ich aktuell anderweitig arbeiten kann, kann niemand so richtig sagen. Persönlich gehe ich schon davon aus, darf halt nur nicht wieder so ein Mädchen-Für-Alles Job sein. Das Problem ist natürlich, daß es kein Medikament mehr gibt bzw. man hat bereits alle Medikamente an mir "ausprobiert" die zugelassen sind. Ich denke schon, daß ich aktuell "mehr Stress" aushalte nur wieviel weiss niemand. Die Situation wie zuvor werde ich definitiv nie mehr meinem Körper antun. Auf der anderen Seite will ich auch keine Rente o.ä. beantragen. Bin ja weiter fit in der Birne und arbeite aktuell auch an Open-Source Projekten mit. Kann mir jemand helfen? |
|
#2
| ||||
| ||||
| Zunächst ist noch die Krankenkasse für Dich zuständig (Zahlung von Krankengeld). Selbst kündigen würde ich auf keinen Fall. Nach der Aussteuerun Krankengeld (72 Wochen) besteht ein Anspruch auf "besonderes ALG I" nach § 125 SGB III. Dies wird aber nur im Zusammenhang mit einer Rentenantragstellung bewilligt (mein letzter Standt). Sofern Du wieder arbeiten möchtest und Dich auch selbst für erwerbsfähig hältst, wäre für Dich die ArGe / jobcenter, etc. zuständig. Also ALG II. |
|
#3
| |||
| |||
| Zitat:
Kündigen werde ich allerdings wohl müssen - ich meine mir ist definitiv meine übrige Gesundheit deutlich wichtiger als alles andere. Ich würde selbst lieber Regale im Supermarkt einräumen, immerhin würde das mich nicht kaputtstressen. Effektiv hätte ich natürlich lieber einen entsprechenden Job. Kündigen wollte ich bereits letztes Jahr (bzw. effektiv bereits Ende 2007, habe es nur vor mir hergeschoben) und habe es nicht gemacht, was mir definitiv rückwirkend geschadet hat. Im Übrigen stellt sich mir dabei auch die Frage wie es aussehen würde, wenn ich zur Aussteuerung noch dort angestellt wäre und dann ggf. als arbeitsfähig bis 3 Stunden täglich gehalten werde - könnte man mich dann ggf. zwingen im alten Job zu arbeiten und mich damit komplett kaputt zu machen? Ich weiss ja nicht, wie der entsprechende Amtsarzt so ist und weiss auch nicht, ob der auf meine aktuell behandelnde Ärzte hört. Ich meine -wie gesagt- wenn ich in derselben Situation "gezwungen" werden würde, im Supermarkt zu arbeiten - hätte ich damit keine Probleme. Es geht mir nur darum, daß ich in diesem Hause nicht mehr arbeite. Da käme auch noch die Frage auf, ob es effektiv reicht wenn ich kurz vor der Aussteuerung kündigen würde oder ob das 3 Monate vor der Aussteuerung erfolgen sollte. Wie gesagt ein entsprechendes Attest bekomme ich absolut problemlos. Beide aktuell behandelnde Ärzte werden mich in die Situation nicht mehr zurücklassen, sogar ein Arzt unseres Hauses würde mir ein entsprechendes Attest ausstellen. Würde natürlich alles zuvor mit der AA schriftlich klären, damit es definitiv keine Probleme gibt. Kündigen selber werden die mir garantiert nicht, einmal weil man so jemand wie mich für das Gehalt nicht mal halbwegs bekommen würde (da wollte man bereits seit 3 Jahren etwas machen, ist auch nichts passiert) und außerdem könnte früher oder später noch was ausfallen und man bräuchte mich dann in der blödesten Situation so oder so. Da wäre es dann dumm, wenn man mich rausgeworfen hätte. Wobei ich mich um eine Kündigung von deren Seite sogar noch freuen würde. Ist eigentlich ganz schön Banane das Ganze. Allerdings einen anderen Arbeitsvertrag o.ä. wird man mir genausowenig geben, einfach nur deshalb, weil ich mich dann darauf beziehen könnte, wenn man mir mal wieder alle möglichen anderen Geschichten aufzwingen möchte. Zitat:
Vielleicht wäre es auch besser erstmal für 1 oder 2 Jahre Rente zu beantragen. Weil gesund in der Form bin ich noch lange nicht. Zitat:
Nochmal vielen Dank für die Antwort. |
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Alleinerziehend / Alleinstehend Länger als 6 Wochen krank, neuen HartzIV Antrag stellen? | dragonson | Hartz IV 4 - ALG II 2 | 2 | 01.03.2010 12:56 |
| krank gleich am anfang - was wird? | Phoenixx | Hartz IV 4 - ALG II 2 | 3 | 19.02.2010 08:04 |
| Trotz Arbeit kein Geld zum Leben...Was tun wer kann helfen? | bulli82 | Hartz IV 4 - ALG II 2 | 20 | 24.09.2009 16:55 |
| Hartz IV als Schüler des Abgendgymnasiums??? | Mizantroop | Hartz IV 4: U 25 | 20 | 24.06.2009 07:24 |
| Kind / Kinder Kind krank - Vater ist in der Maßnahme und die Mutter auf Arbeit | Alex_winf01 | Hartz IV 4 - ALG II 2 | 3 | 08.02.2009 13:44 |