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| Grundsicherung - Sozialhilfe Leistungen des SGB XII sind hier Thema: Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter, Hilfe zur Pflege, etc. |
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#1
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| Ich bin alleinerziehender Vater einer 22jährigen Tochter mit Down Syndrom. Was bei Behinderten mittlerweile an Grundsicherung gekürzt wird, ist nicht mehr nachvollziehbar. Vor 2 Jahren habe ich noch 260,-- Euro bekommen, jetzt sind es nur noch 60,-- !!! Euro. Die schaffen sie bestimmt auch noch ab. Jetzt gehen sie sogar an die 1,70 Euro Essensgeld pro Tag dran, weil meine Tochter in der Werkstatt für Behinderte ein Mittagessen bekommt.Dann ist wohl irgendein Urteil gefällt worden, dass keine Nebenkosten mehr erstattet werden, ausser man schliesst einen Mietvertrag mit seinem eigenen Kind ab, dann muss man aber auch einen Ersatzbetreuer bestellen. Was für ein Unfug !!! Ich habe mittlerweile 3 Widersprüche gegen 3 Grundsicherungsbescheide laufen, keiner ist bis heute bearbeitet worden, weil keiner mehr durchblickt, anstatt dessen hat man die Widersprüche jetzt an den Landrat zur weiteren Bearbeitung geschickt. Die Behörden zwingen einen, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen. Es werden wohl z.Zt. Musterprozesse geführt gegen die Höhe der Grundsicherung, bis dahin wird wohl jeder Widerspruch erst mal auf Eis liegen. Ich habe den Eindruck, dass Politiker und Richter mittlerweile massiv gegen Behinderte vorgehen und alles kürzen, obwohl es nicht rechtmäßig ist. Die Folge ist, dass viele Behinderte in die Armutsgrenze hinein raten, weil sie sich nicht wehren können. Ein Skandal für Deutschland, was doch so viel Milliarden für Griechenland verschwendet. |
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#2
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| Hallo Wolli, zu Beginn meine Hochachtung für die Wahrnehmung deiner Vaterschaft und dass du dich so sehr für deine Tochter einsetzt. Dein Ärger ist erst mal verständlich. Trotzdem ist der Vergleich in Bezug auf die Entscheidungen betreffend die Europapolitik hier fehl am Platz. Hast du eine Frage oder ging es dir nur darum, deinen Frust abzulassen? Gruß anabell
__________________ es gibt immer ein Morgen - und Heute ward Gestern... |
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#3
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| Hallo Wolli, zuerst mal, ist deine Tochter Mitglied z.B. bei der Lebenshilfe oder dem VDK ? Meine Tochter (auch DS aber erst gute 2 Jahre alt) ist SELBST Mitglied beim VDK und der Verein übernimmt, bzw. hilft einen sehr gut bei allem was mit Behinderung und Behörden zu tun hat. Sie stellen (je nach länge der Mitgliedschaft geringe Gebühr bis kostenlos) einen Sozialanwalt der einen auch vor Gericht vertritt. Kostet 5 Euro Mitgliedsbeitrag im Monat. Bist du in einen entsprechenden Behinderten bzw. DS Forum im Net unterwegs ? Da finden sich meist Menschen mit den gleichen Problemen und können einen oft auch gut weiterhelfen. Homepage Behinderte Kinder, behindertes Kind :: REHAkids Das Forum für besondere Kinder :: Das Forum für behinderte Kinder. Tja, wie überall, um alles darfste kämpfen. Wir warten gerade auf den Gerichtsentscheid wegen dem Pflegegeld.......... ich weiß nicht ob ich mich ohne VDK so weit getraut hätte und wirklich Klage eingereicht hätte. Hauptsache nicht unterkriegen lassen. Und zum Thema Vorgehen gegen Behinderte...... manche Länder sind da schon weiter..... ![]() kathweb Nachrichten .:. Katholische Presseagentur Österreich |
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#4
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| Zitat:
ich bin schockiert, sprachlos und traurig ob dieser Vorgänge... eine stille anabell
__________________ es gibt immer ein Morgen - und Heute ward Gestern... |
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#5
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| Dem kann ich mich nur anschliessen. Wenn man hier nicht aufpasst, und was dagegen unternimmt, kommen die Ungeister zurück, die sich anmassen, über den Wert eines Menschen zu urteilen und die sich anmassen, zu urteilen, ob ein Mensch leben darf oder nicht. ... . Hoffe und bete dafür, dass sich das nicht wiederholt. !!!
__________________ Jeder für sich allein - ist nichts. Zusammen aber , sind wir ein unschlagbares Team !! |
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#6
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| Hallo Anabell, Du hast ja Recht, Politik hat hier irgendwie nichts zu suchen, aber man muss sich auch fragen, wer veranstaltet denn dies alles ? Ich könnte mittlerweile ein Buch schreiben, vielleicht mach ich es irgendwann auch mal) wie ich mich mit einem behinderten Kind seit 20 Jahren mit Behörden und Krankenkassen herumschlage. Was ich alles an Diskriminierungen erfahren habe, spottet jeglichem Vorstellungsvermögen. Aber ich bin noch einer der sich wehren kann, viele haben schon aufgegeben. Und das ist genau das, was mir voriges Jahr ein hoher Angestellter einer Stadtverwaltung gesagt hat: Wir müssen grundsätzlich alles ablehnen. Von 80% der Ablehnungen hörst Du nie wieder was. 20% wehren sich. Und von denen bleiben 10% übrig die klagen und Recht bekommen. Alles Klar !!! 90 % Ersparnis. Ein toller Erfolg. Und ich denke da ist auch mal eine politische Meinung zugelassen. Zitat:
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#7
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| Hallo Nachtvogel, ich bin nur Mitglied bei der Lebenshilfe Bonn und bei Sonderspass Brühl. Und habe eine gute Rechtsschutzversicherung ![]() Die benötige ich aber kaum, weil ich mich seit 20 Jahren intensiv mit Sozialrecht auseinandergesetzt habe und vieles selber regeln kann. (Helfe auch teilweise anderen Betroffenen in verschiedenen Foren). Da ich selbstständig bin, kann ich mir die Zeit dafür gut einteilen. Das Problem ist einfach, dass ich nicht nur ein behindertes Kind habe, sondern auch noch eine pflegebedürftige 87jährige Mutter, wo ich auch permanent Probleme mit deren Krankenkasse habe. Es vergeht kaum eine Woche, wo ich nicht wieder irgendetwas negatives von einer Behörde oder Krankenkasse auf meinem Tisch finde, so dass ich nur noch am schreiben bin und eigentlich kaum noch zu meiner richtigen Arbeit komme und das ist einfach nicht mehr normal. Diese ewigen Ablehnungen, Bescheidanforderungen und Bemessungsgrundlagen der Krankenkassen zermürben einen. Aber so lange ich noch kann, mache ich weiter. Und ich habe in 20 Jahren über 90% Erfolg gehabt. Zitat:
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#8
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| Hallo und vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich möchte Dir nur 2 Fälle sagen, woran ich mich in den 20 Jahren erinnere. Fall 1: Vor 20 Jahren, als meine Tochter geboren wurde, konnte man nach 3 Jahren Pflegegeld beantragen. (Das war damals neu). Es kam eine Dame vom med. Dienst der Krankenkasse. Ich war leider damals allein ohne Zeugen. Als sie meine Tochter sah, sagte sie zu mir: "Sowas (Down Syndrom) kann man ja heute verhindern." Sie meinte wohl die Abtreibung. Das Pflegegeld wurde damals erst nach einer Klage gezahlt. Heute würde ich so eine Dame rausschmeissen. Fall 2:Vor 2 Jahren behauptete die GEZ, dass meine Tochter aufgrund ihrer geistigen Lage nicht in der Lage wäre, bewusst ein Fernsehprogramm wahrzunehmen. Komisch nur, dass meine Tochter genau weiss, wo was läuft und nach der Sendung GZSZ um 20.15 das TV ausmacht und selbstständig ins Bett geht. Lt. GEZ ist meine Tochter zu doof dafür. Leider ist die GEZ ein Heiligtum der Politik (hoffentlich krieg ich jetzt nicht wieder Ärger) und sie kann öffentlich Behinderte diskriminieren. Zitat:
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#9
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| Hallo Wolli, dein Ärger ist nachvollziehbar und die Frustationstoleranz ist sicherlich an manchen Tagen ausgereizt, aber ich habe immer noch nicht verstanden, worum es dir hier geht. Brauchst du spezifisch Hilfe und Rat? Gruß anabell
__________________ es gibt immer ein Morgen - und Heute ward Gestern... |
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#10
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| Hallo Wolli, ja es ist zermürbend, das sehe ich nun schon nach NUR der kurzen Zeit die wir unsere Maus haben. Übrings heute ist das Gerichtsgutachten eingetroffen...... Das Gutachten ist positiv und nun heißt wieder warten...... das die Pflegekasse in die Puschen kommt. Lach...... man wird zum Fachmann zwangsläufigerweise......... führt ja kein Weg vorbei, anders zu seinem Recht zu kommen. Zitat:
Tschüssi nachtvogel |
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