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Ein Euro Jobs - 1 € Jobs - Plus Jobs Hier geht es um Fragen zum Ein 1 Euro Job und zu den Plus Jobs.

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  #1  
Alt 07.07.2010, 14:15
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Unglücklich Lange Geschichte: Mobbing im 1-€-Job. Wie sollte ich damit umgehen?

Hallo an alle Hilfesuchenden und helfenden Hände da draußen,

ich bin froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe und hoffe, dass man mir hier weiterhelfen kann.

Es geht um folgendes:

Momentan bin ich leider Arbeitsuchend gemeldet und bekomme, aufgrund meines geringen Verdienst in meiner letzten Tätigkeit, ALG2. Ich werde diesen Monat 25 Jahre alt, bin also derzeit noch in der U25-Abteilung.
Ich habe in meiner Jugend leider nicht verstanden, wie wichtig eine vernünftige Schul- und Berufsausbildung ist und leider erst mit 20 angefangen mein Leben in den Griff zu bekommen. Seitdem habe ich auch immer viel getan um meine berufliche Zukunft zu sichern bzw. zu verbessern. Ich bin damals ohne Abschluss von der Schule gegangen und besuche mittlerweile das Abendgymnasium um dort mein Abitur nachzuholen. Momentan habe ich die Fachoberschulreife mit Qualifikation und befinde mich in dem 3. Semester, also der 12. Klasse. "Nebenbei" habe ich ein Fernstudium im Bereich Mediendesign/Medienwirtschaft begonnen, welches ich auch selbst zahle um meine berufliche Zukunft zu verbessern, da ich damals (verständlicherweise) keinen Ausbildungsplatz bekommen habe. Dieses Studium ist ohne Abitur möglich. Mittlerweile befinde ich mich im 7 Semester und bin voraussichtlich -wie auch ursprünglich geplant- in einem Jahr fertig. Soviel erst einmal zu meiner Vorgeschichte. Ob sie von Bedeutung ist, weiß ich nicht aber ich möchte natürlich auch keine Informationen verschweigen.

Nun mache ich seit 2 Wochen einen "1-€-Job". Ursprünglich war ich für die Spülküche eines Gebrauchtwarenhandels vorgesehen, konnte dort allerdings schon am ersten Tag dafür sorgen, dass ich in den Verkauf gelange. Nachdem ich -auch am ersten Tag- ein kurzes Einführungsgespräch mit dem Chef (Geschäftsstellenleiter) führen dürfte und ich ihm in diesem anbot, auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte, setzte er mich kurzerhand als "Marketing und Design"... ja wie soll man sagen... ich nenne es jetzt mal "Leiterin" ein. Da es bisher keine solche Abteilung gab, bin und leite ich eben diese neue "Abteilung", bin für sämtliche Marketing und Designideen, -angebote und -umsetzungen zuständig und habe ausdrücklich gesagt bekommen, dass ich zwar momentan noch als 1-€-Kraft angestellt bin, allerdings Verantwortung trage und auch tragen soll und mich bei den "anderen 1-€-Jobbern" durchsetzen soll, da ich u.a. auch für die Gestaltung des Ladens zuständig bin und die "Jungs aus dem Lager" mir dabei helfen müssen.

Gesagt getan. Ich muss dazu sagen, ich war froh morgens wieder aufstehen zu "müssen" und einen geregelten Tagesablauf zu haben und habe mich umso mehr gefreut, dass ich nun eine so tolle Tätigkeit ausüben darf, auch wenn ich dafür nur 1,20 € bekomme.

Ich habe mich also ins Zeug gelegt und alles in meiner Macht stehende getan um meine Aufgaben bestmöglich oder sogar besser zu erfüllen. Da der Geschäftsstellenleiter 2 Tage nach meinem Start für 14 Tage in den Urlaub gefahren ist, war "das hohe Tier", der Geschäftsleiter der Mutterfirma, währenddessen mein Ansprechpartner. Er war 2x wöchentlich vor Ort und wir hatten jeweils auch ein Meeting in dem wir alles besprachen und so konnte ich mit ihm einiges absprechen und auch schon umsetzen. Auch er sagte, dass ich mich durchsetzen solle und "bitte bitte" Eigeninitiviative zeigen solle, am besten so viel, dass möglichst viele Ideen und am besten auch Ergebnisse vorliegen, sobald der Geschäftsstellenleiter wieder aus dem Urlaub zurück ist.

Dies setzte ich auch Erfolgreich um und der Geschäftsführer war bisher von all meinen Ideen und Umsetzungen, sowie von mir und meiner Arbeitsweise, angetan und lobte mich sehr.

Nun hatte ich heute morgen einen Termin bei der Jobagentur bei meiner Fallmanagerin (U25) mit welcher ich so meine Probleme habe. Im Moment gibt es sogar noch einen Rechtsstreit vor dem Sozialgericht und eine Beschwerde über sie liegt der zuständigen Teamleiterin, sowie der Geschäftsleitung auch vor. In dieser habe ich auch inständig um einen Fallmanagerwechsel gebeten.

Nun aber zum eigentlichen Problem: Bei der Jobagentur angekommen, empfingen mich meine Fallmanagerin, sowie Ihre Teamleitung (meines Wissens "dicke" Freunde) und baten zum Gespräch. Aus oben genannten Gründen bat ich meinen "Betreuer" des 1-€-Jobs aber mit zu kommen, da ich solche Gespräche nicht mehr ohne Zeugen führen möchte und mir dies auch von meinem Anwalt nahe gelegt wurde. Dieser verspätete sich allerdings leider erheblich weswegen ich darum bat, das Gespräch zu verschieben. Die Antwort darauf war, dass dieses Gespräch nicht verschoben werden kann, da sonst ein "Nicht Erscheinen" eingetragen werden müsse und so beugte ich mich wohl oder übel und begann das Gespräch ohne meinen "Betreuer". Dieser erschien allerdings knappe 10 min. später. Das dieses kein "Gott sei Dank" wert ist, wird man weiter unten feststellen können.

In diesem Gespräch wurden mir viele, unhaltbare, Dinge vorgeworfen, die in diesem Fall aber nicht Thema sein sollten, auch wenn diese mich teilweise sehr betroffen gemacht haben, aber gut...

Das eigentliche Problem lag darin, dass ich gefragt wurde, welche Tätigkeit ich denn momentan in dem oben beschriebenen Laden ausüben würde. Ich antwortete wahrheitsgemäß mit "Prinzipiell das Marketing und Design...". Ich wurde ausgelacht und mir wurde unterstellt, dass dies nicht stimmen würde. Auch mein "Betreuer" stimmte dem nicht zu und unterstellte mir, dass es "etwas hoch gegriffen wäre" und ich doch nur simple Schreibarbeit erledigen würde. Dies stimmt aber keinesfalls. Wie oben erwähnt sagten mir sowohl Geschäftstellenleiter, als auch der Geschäftsführer, dass ich ausdrücklich für das Design und Marketing zuständig wäre und "nebenbei" die Gestaltung des Ladens, was ja irgendwie mit zu dem äußeren Erscheinungsbild eines Unternehmens gehört, übernehmen solle. Dies tat ich auch.

Im gesamten Gespräch wurde mir immer und immer wieder unterstellt, dass ich Lügen würde und die Realität nicht ganz begreifen würde. Ich hätte keine Kompetenzen, keine Erfahrungen und kein Wissen (alleine diese Punkte machen mich gerade wieder ziemlich wütend) und ich sollte mich darauf beschränken im Lager Erfahrungen zu sammeln und mich auch weiterhin als Aushilfskraft bewerben, weil nur darin meine Zukunft läge. Sehr traurig, so etwas von Fallmanagern und "Betreuern" zu hören, die einem doch eigentlich helfen sollten und nicht auch noch auf einem "rumtrampeln" sollten. Zu guter Letzt sagte mein Betreuer, dass er sich erkundigt hätte und im "gesamten Betrieb" niemand gut auf mich zu sprechen wäre. Ich wäre unhöflich, unsympathisch, frech, dreißt, würde "den Chef raushängen lassen" und vieles mehr...

Ich war entsetzt! Bisher verstand ich mich eigentlich mit allen sehr gut und habe mit den Mitarbeitern mit denen ich direkt zusammen gearbeitet habe einen sehr guten und netten Kontakt aufgebaut. Da ich, aufgrund eines Todesfalls, jedoch gestern kurzfristig für einen Kollegen die Lagerleitung übernehmen musste und dies den "Jungs" wahrscheinlich nicht passte, ging ich davon aus, dass eben genau diese Aussagen lediglich aus dem Lager stammten und fragte nach. Mein "Betreuer" erwiederte jedoch, dass dies eben nicht nur aus dem Lager käme.

Alles in allem kam also bei dem Gespräch heraus: Ich sei faul, unmotiviert, arrogant, unfähig, verlogen, unhöflich, frech, dreißt und unsympathisch und hätte maximal als Aushilfskraft im Lager und ähnliches eine berufliche Zukunft. Im genannten Betrieb würde ich aufgrund der oben genannten Gründe sowieso nicht übernommen werden und ich sollte mich ja nicht wieder in meine "realitätsfremde Welt" flüchten.

PUH!

Natürlich versuchte ich bei sämtlichen Unterstellungen zu erwiedern und gab konkrete Antworten und Argumente preis, allerdings war es, wie man sich sicher vorstellen kann, nicht gerade einfach als "billige 1-€-Jobberin" vor 3 Beamten zu sitzen, die einen gemeinsam in Grund und Boden reden.

Nachdem das Gespräch beendet war fuhr ich also zur Arbeit und sprach als erstes meine direkten Kollegen an.
Ich bin kein Mensch der hinter dem Rücken redet oder etwas unausgesprochen lässt und empfand dies auch als richtig. Vielleicht ließe sich ja dadurch alles klären, dachte ich.

Meine beiden direkten Kollegen waren total erstaunt, als ich Ihnen von dem vorangegangenen Gespräch erzählte und wunderten sich. Keiner von beiden wurde auf mich von besagtem "Betreuer" angesprochen. Der Geschäftsleiter erkundigte sich über mich und bekam ein positives Feedback. Das wusste ich jedoch schon.

Nun ging ich in den Verkauf und erkundigte mich dort. Ich konnte leider nicht alle darauf ansprechen aber zumindest weiß ich, dass auch dort niemand wirklich etwas gegen mich hat (so zumindest die Aussage.......) und die Damen vorne jedoch mitbekommen haben, dass die anderen 1-€-Jobber sich wohl tierisch darüber aufgeregt hätten, dass ich eben diese Position bekleide und mir "etwas heraus nehmen würde". Was genau gemeint ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es einfache Dinge sind, die zu meiner Arbeit gehören, wie eben das Schaufenster eigenständig dekorieren, Flyer erstellen, Poster drucken und aufhängen und die Jungs hin und wieder bitten mir ein Möbelstück von A nach B zu tragen. Dann kam der Knaller.

Ich habe gestern einen bisher ungenutzten Raum eingerichtet. Dieser befindet sich direkt angrenzend zu der Büroabteilung und so ergab es sich, dass ich diesen relativ kleinen Raum, der auch mal ein Büro war, eben zu diesem machte und einige Möbel aus der Abteilung (welche aufgrund der vielen Artikel förmlich überlief) in diesen Raum stellte um dort eine kleine Ausstellung zu machen. Kunden sollten sich "Ihr" Büro anschauen. Hübsch eingerichtet und dekoriert und nicht wild durcheinander gestellt wie bisher.

Meine lieben Kolleginnen und Kollegen aus dem Lager bzw. der Spülküche dachten aber wohl, dass ich mir kurzerhand mein eigenes Büro einrichten würde und klebten auf sämtliche Möbel Aufkleber und Preisschilder, wobei dies nicht in dieser Weise vorgesehen war. Die Preisschilder wollte ich heute in einem extra Design ausdrucken.
Aber wie es in einem "Kindergarten" so ist, wird erstmal gestichelt und hinter dem Rücken geplant, wie man mich am besten für meine "Dreißtigkeit" bestrafen könnte.

Das witzige ist, dass ich sogar ein OK vom Geschäftsleiter für genau diesen Raum als eigenes Büro hätte. Allerdings haben wir uns darauf geeinigt, dass wir warten, bis der Geschäftsstellenleiter aus dem Urlaub zurück ist um das ganze noch einmal mit ihm abzusprechen, damit er sich nicht überrumpelt fühlt. Prinzipiell hätte ich mir diese extra Arbeit also gar nicht machen müssen und nur bis nächste woche warten müssen, bis ich mir (sehr wahrscheinlich) mein eigenes Büro dort einrichten dürfte und dann wäre das gleiche Spielchen auch abgelaufen, diesmal sogar ohne Gerüchte in die Welt zu setzen. Aber das nur nebenbei.

Jaaaa... Nun habe ich folgendes Problem: Mein "Betreuer" sagte mir im Prinzip, dass ich keine Entscheidungen treffen dürfe und keine Verantwortung tragen würde. Ich hätte dies nur falsch verstanden (In 4 Meetings und unzähligen Gesprächen, die sinngemäß lauteten "Machen Sie! Sie haben die Verantwortung und die Befugnis! Wir wollen was sehen!"). Meine Fallmanagerin und deren Teamleitung stempeln mich als Lügnerin ab, was durch den "Betreuer" ja n nur bestätigt wird. Die anderen 1-€-Kräfte sind neidisch, sauer oder was auch immer und versuchen mich auflaufen zu lassen und ich stehe in der Mitte und weiß nicht so Recht woran ich nun bin.

Heute hatte ich eigentlich eine Tour durch Universitäten und Schulen geplant um dort Kooperationen rauszuschlagen. Diese Route musste ich erstmal absagen und versuchte mich an die Arbeit zu machen, die ich machen "durfte".
Wenn ich aber bis nächste Woche meine Todo-Liste nicht abgearbeitet kriege, werden Geschäftsleiter und Geschäftsstellenleiter wahrscheinlich auch nicht gerade erfreut sein und mich nicht mehr für so kompetent und fleißig halten wie bisher.

Auf wen sollte ich "hören" und was würdet ihr tun?
Und was ist, wenn aufgrund solcher Spielereien eine Kündigung ins Haus flattern würde oder das Mobbing zu stark wird? Bekomme ich dann eine Sperre? Darf ich mich dagegen wehren? Könnte ich gegen die jeweiligen Mitarbeiter in irgendeiner Weise vorgehen, wenn deren Betreuer und "Chef" genannter auch gegen mich ist?

Ich bin ziemlich verzweifelt.
Ich reiße mir, Entschuldigung für die Wortwahl, den Arsch auf um dort die bestmöglichste Arbeit zu leisten, bin zu allen freundlich und hilfsbereit, gehe mehr als nur vorsichtig mit dem Budget um und hoffe so sehr auf eine möglichst baldige Übernahme aber das könnte mir alles versauen oder meinen Willen, das ganze dort als Festangestellte in die Hand zu nehmen, gänzlich brechen, denn wie soll man vernünftige Arbeit abliefern, wenn es einen solchen Stress gibt?

Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
Er könnte für Klarheit sorgen.

Allerdings könnte es so oder so für mich ausgehen.
Vielleicht wirkt dies ja auch sehr unselbstständig und hilflos und macht absolut keinen guten Eindruck.
Vielleicht schreckt er davor zurück einer einzigen Person zu helfen, anstatt die Gemeinschaft der großen Gruppe hinten zu behalten.
Vielleicht wäre dies der/ein Grund, warum ich mir eine baldige Übernahme abschminken könnte und ich vielleicht sogar in die ursprüngliche Position in der Spülküche zurück verfrachtet werde.

Fragen über Fragen und Sätze über Sätze.
Entschuldigt bitte vielmals für diesen ellenlangen Roman.
Ich muss zugeben, ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und bin jetzt schon ein Stück weit ruhiger und erleichterter, nachdem ich mir den Frust von der Seele schreiben konnte.

Alles Liebe und vielen Dank vorab.
Betty
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  #2  
Alt 07.07.2010, 14:24
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Du bist diesem Laden im Rahmen einer AGH zugewiesen. Die Tätigkeit, die du dort ausführen sollst wurde in der Zuweisung mit "Beschäftigung in einer Spülküche" angegeben.

Und diese Beschäftigung hast du auszüben. Nicht mehr und nicht weniger.

Wäre ich der Vermittler und würde das mitbekommen, würde ich die Trägereigenschaften desselben anzweifeln und notfalls alle Arbeitsgelegenheiten bei diesem Träger beenden.

Dass du bei den Maßnahmen, die du in deinem Roman beschreibst, Ärger mit deinen Kollegen bekommen hast, verwundert mich nicht. Mich würde es auch ärgern, wenn jemand, der zum "Spülen" gekommen ist, jetzt meint, sie wäre die stellvertretende Leiterin des Ladens.

Turtle
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  #3  
Alt 07.07.2010, 14:33
Benutzerbild von Grubenpony
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Zitat:
Zitat von raus_aus_hartzIV Beitrag anzeigen
Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
Er könnte für Klarheit sorgen.
Warum solltest du das tun wollen? Was ändert sich dadurch für dich? Das sind deine persönlichen Probleme. Entweder du machst dein Ding dort weiter (um dann zu sehen, was sich im Endeffekt ergibt) oder du pochst auf deinen Vertrag als Spülhilfe.
__________________
Meine hier eingestellten Beiträge stellen nur meine persönliche Meinung und KEINE Rechtsberatung dar. Ich erhebe nicht den Anspruch allwissend zu sein und lasse mich gerne korrigieren. Wer mich nicht mag, darf mich gerne ignorieren, persönliche Angriffe bitte ich zu unterlassen. Vielen Dank.
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  #4  
Alt 07.07.2010, 14:34
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Hallo Turtle,

Danke erstmal für Deine schnelle Antwort.

Ich kann ja auch verstehen, dass es den anderen nicht passt, dass ich diese Leiter schneller hinauf klettern darf aber sollte ich dafür bestraft werden? Ist es meine Schuld, dass mir diese Stelle zugewiesen wurde und ist es verwerflich, dass ich die Gelegenheit beim Schopfe packe? Wer würde das nicht tun?

Zitat:
Mich würde es auch ärgern, wenn jemand, der zum "Spülen" gekommen ist, jetzt meint, sie wäre die stellvertretende Leiterin des Ladens.
Ich meine ja nicht, dass ich stellvertretende Leiterin bin, ganz im Gegenteil.
Ich mache einfach nur meine Arbeit und versuche mich nach Möglichkeit aus dem Lager ganz rauszuhalten, weil es mir viel zu blöd ist jemanden "rumzuschupsen" der im Prinzip in der gleichen Situation ist wie ich. Dass mein Kollege, der mir eben auch etwas zu sagen hat, nun sagt, dass ich den gestrigen Dienstag seine Lagerleitung übernehmen soll ist unschön aber gehört in dem Fall dann leider auch mit zu meinen Aufgaben. Ich war aber nichts desto trotz weder unhöflich, noch frech oder sonst irgend etwas. Im Gegenteil! Mit mir wurde in einer Art und Weise geredet, wie man sie sonst nur -ich sags mal ganz böse- von versoffenen Asis auf der Parkbank kennt und ich dachte mir "sei ruhig, lass dich nicht reizen. Sag einfach, was Du zu sagen hast und geh danach zurück an Deinen Platz!"
Ich habe mich also sogar der Anweisung wiedersetzt und mich eben nicht "knallhart durchgesetzt".

Zitat:
Du bist diesem Laden im Rahmen einer AGH zugewiesen. Die Tätigkeit, die du dort ausführen sollst wurde in der Zuweisung mit "Beschäftigung in einer Spülküche" angegeben.

Und diese Beschäftigung hast du auszüben. Nicht mehr und nicht weniger.
Im ersten Anschreiben stand der Name des Ladens und "Lager, Logistik, Transport" als Tätigkeitsbeschreibung. Im Vertrag, welchen ich am 1. Arbeitstag unterschrieben habe stand allerdings schon "Marketing & Design".
Aber selbst wenn nicht: Die Kräfte werden dort so eingeteilt, wie sie gebraucht werden. Sollte ich mich dem widersetzen wäre ich schön blöd.
1. habe ich das zutun, was mir dort gesagt wird und
2. habe ich in diesem Fall die besseren Karten übernommen zu werden, weil ich eben genau das gut kann und in diesem Bereich Erfahrungen sammeln durfte bzw. es noch studiere. Und Sinn und Zweck ist es ja, aus der Arbeitslosigkeit so schnell wie möglich heraus zu kommen, nicht wahr?
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  #5  
Alt 07.07.2010, 14:36
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Zitat:
Zitat von Grubenpony Beitrag anzeigen
Warum solltest du das tun wollen? Was ändert sich dadurch für dich? Das sind deine persönlichen Probleme. Entweder du machst dein Ding dort weiter (um dann zu sehen, was sich im Endeffekt ergibt) oder du pochst auf deinen Vertrag als Spülhilfe.
Weil 2 meiner Kollegen es mir geraten haben und um einfach Klarheit zu bekommen. Im Moment stehe ich zwischen den Stühlen und weiß nicht "Mache ich nun die Arbeit, die ich diese Woche erledigen sollte oder mache ich nun etwas völlig anderes und kassiere dafür wahrscheinlich nächste Woche erstmal einen Einlauf..."

Es ist wirklich eine blöde Situation, da ich nicht weiß:
Geschäftsführer oder Betreuer/1-€-Team.
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  #6  
Alt 07.07.2010, 16:07
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Zitat:
Zitat von raus_aus_hartzIV Beitrag anzeigen
Weil 2 meiner Kollegen es mir geraten haben und um einfach Klarheit zu bekommen. Im Moment stehe ich zwischen den Stühlen und weiß nicht "Mache ich nun die Arbeit, die ich diese Woche erledigen sollte oder mache ich nun etwas völlig anderes und kassiere dafür wahrscheinlich nächste Woche erstmal einen Einlauf..."
Ich habe keine Vorstellung davon, welchen Nutzen du oder jemand anderes aus dieser Vorgehensweise ziehen sollte. Das kann nur ein Schuß nach hinten werden.
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  #7  
Alt 07.07.2010, 16:47
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Eine AGH läuft so: Ein Verein o. ä. beantragt beim Amt, das sie z. B. eine Spülhilfe brauchen und begründet, wieso das nötig ist und wieso in öffentlichem Interesse usw. Weiterhin gibt der Verein an, was das kostet.

Die ARGE bewilligt das, wenn sie findet, dass es in Ordnung ist. Und ZAHLT dafür. Wenn also die ARGE eine Maßnahme für eine SPÜLHILFE bewilligt hat und der Träger dich MASSNAHMEWIDRIG einsetzt, dann kann der Geschäftsführer sich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln: notfalls bekommt er keine Kohle mehr für deine Maßnahme, wenn er meint, dich in Marketing und Design einsetzen zu müssen, obwohl dafür keine Maßnahme bewilligt wurde.

Und zum Rest des Romans: Sorry, dein Verhalten klingt äußerst anmaßend. Und das würde mir als "Kollege" auch nicht gefallen. Dabei bleibe ich.

Turtle
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  #8  
Alt 07.07.2010, 17:20
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Du solltest auf Turtle hören und nur die Arbeit ausüben, die in Deiner Zuweisung steht. Trägt man Dir etwas anderes auf, bitte darum es schriftlich zu bekommen.

Dir ist anscheinend nicht klar, wie übel Du Dich da in die Scheiße setzen kannst. Stell Dir nur vor, es kommt aufgrund eines Deiner Werbeflyer zu einem Gerichtsverfahren mit der Konkurrenz oder einer der "Jungs", die für Dich Möbelstücke von A nach B tragen, hat dabei einen Arbeitsunfall.

Du kannst Dich darauf verlassen, kein Geschäftsführer und kein Geschäftsstellenleiter wird sich dann "erinnern" können Dir irgendetwas erlaubt oder Dich mit irgendwas beauftragt zu haben.

Wo Deine berufliche Zukunft liegt, weiß ich nicht. (Bei dem Ehrgeiz und der Initiative, die Du zeigst wohl eher nicht in der Spülküche.) Aber Deine berufliche Gegenwart ist da, wo die Arge Dich mittels Zuweisung hingeschickt hat.

Und das in keine Gemeinheit der Arge, das dient zum Schutz der 1€-Jobber. Denn im Normalfall sieht es ja wohl eher so aus, dass der Lagerarbeiter plötzlich gefährliche Abfälle entsorgen darf und die Spülkraft für die Putzfrau einspringt.

Und was Dein Verhältnis zu Deinen Kollegen angeht. Das ist seine Sache, die selbst dann sehr viel Fingerspitzengefühl erfordern würde, wenn Du für diese Stelle regulär eingestellt worden wärst. Wenn jemand von außen kommt und allen sagt (oder sagen) soll, wo es lang geht, führt das fast immer zu emotionalen Verwerfungen. (V.a. wenn der Betreffende deutlich jünger ist.)

Stell Dir nur mal vor zu Schulzeiten wäre in Deiner Clique plötzlich Eine aufgetaucht, jünger als die anderen, aber mit ganz großem Maul und hätte versucht Euch allen zu sagen wo es lang geht. Wäre ihr nicht gut bekommen, oder? (Und zwar v.a. dann, wenn sie tatsächlich was los gehabt hätte.)

Nocheinmal: Wenn man Die Arbeiten gibt, die nicht in Deiner Zuweisung stehen, bitte um schriftliche Anweisungen. Wenn Du die bekommen solltest, geh damit zur Arge. Ich wette, dann bist Du ganz schnell raus aus diesem Job. Fakt ist nämlich: Die Arge und damit der Steuerzahler zahlt der Firma augenblicklich eine Fachkraft. Und die sollen sich die Herrschaften gefälligst einstellen !
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  #9  
Alt 08.07.2010, 05:21
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Zitat:
Zitat von Turtle1972 Beitrag anzeigen
Eine AGH läuft so: Ein Verein o. ä. beantragt beim Amt, das sie z. B. eine Spülhilfe brauchen und begründet, wieso das nötig ist und wieso in öffentlichem Interesse usw. Weiterhin gibt der Verein an, was das kostet.

Die ARGE bewilligt das, wenn sie findet, dass es in Ordnung ist. Und ZAHLT dafür. Wenn also die ARGE eine Maßnahme für eine SPÜLHILFE bewilligt hat und der Träger dich MASSNAHMEWIDRIG einsetzt, dann kann der Geschäftsführer sich auf den Kopf stellen und mit den Ohren wackeln: notfalls bekommt er keine Kohle mehr für deine Maßnahme, wenn er meint, dich in Marketing und Design einsetzen zu müssen, obwohl dafür keine Maßnahme bewilligt wurde.
Sehr interessant. Das war mir gar nicht bewusst. Danke!

Zitat:
Und zum Rest des Romans: Sorry, dein Verhalten klingt äußerst anmaßend. Und das würde mir als "Kollege" auch nicht gefallen. Dabei bleibe ich.
Darf ich fragen, was Du als anmaßend betittelst? (ernsthafte Frage!)
anmaßend ist meines Wissens gleichzusetzen mit den Wörtern Arrogant und Überheblich und genau das bin ich ja eigentlich nicht. Klar, wie gesagt, Neid und "Hass" sind irgendwo verständlich aber nochmal die Frage: Ist es verwerflich, die Möglichkeit zu nutzen, die einem geboten wird und würde nicht jeder andere ebenso handeln?

Mammut68: Vielen Dank für die ausführliche und interessante Antwort. Ich werde nachher mit dem Geschäftsführer sprechen und ihm die gestrige Situation schildern und gleichzeitig um eine "rechtliche" Klärung der Sache bitten. Also um eine schriftliche Arbeitsanweisung. Egal was dabei raus kommt ist es wohl das Beste was ich machen kann.

Ich werfe dabei aber einfach mal eine weitere Frage in den Raum:
Angenommen der 1-€-Job wird ihm gestrichen bzw. mir wird dieser gekündigt. Darf er mich als Praktikantin einstellen oder Anfangs vielleicht mit einem Dumpinglohn, aber dafür als Fachkraft? Gibt es irgendwelche Vorschriften an die er sich zu halten hat, z.B. einen Mindestlohn? Bin diesbezüglich wirklich ziemlich unerfahren.

Vielen Dank nochmal.

Liebe Grüße
Betty
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  #10  
Alt 08.07.2010, 08:18
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Es gibt immer noch den Passus im Strafgesetzbuch, dass Lochnwucher eine Straftat ist. Soviel zum "Lohndumping" ohne Konsequenzen.

Zitat:
Darf ich fragen, was Du als anmaßend betittelst? (ernsthafte Frage!)
Gerne.

Zitat:
Momentan habe ich die Fachoberschulreife mit Qualifikation und befinde mich in dem 3. Semester, also der 12. Klasse.
Klingt mehr als komisch, wo du doch dann Bafög bekommen müsstest, wenn du angeblich schon so weit bist beim Abi. Besonders komisch klingt es, wenn man liest, dass du ohne Schulabschluss die Schule verlassen hast. Da fragt man sich doch, wie man zwischenzeitlich angeblich den Fachhochschulabschluss sich erworben haben will. Oder wird man heute mit Abschluss 7. Klasse zum Abi zugelassen?

Zitat:
Nebenbei" habe ich ein Fernstudium im Bereich Mediendesign/Medienwirtschaft begonnen, welches ich auch selbst zahle um meine berufliche Zukunft zu verbessern, da ich damals (verständlicherweise) keinen Ausbildungsplatz bekommen habe. Dieses Studium ist ohne Abitur möglich. Mittlerweile befinde ich mich im 7 Semester und bin voraussichtlich -wie auch ursprünglich geplant- in einem Jahr fertig.
Aha. Auch bei dem "Studium" waren also die Zugangsvoraussetzungen: "Abgang 7. Klasse"?!

Zitat:
Ursprünglich war ich für die Spülküche eines Gebrauchtwarenhandels vorgesehen, konnte dort allerdings schon am ersten Tag dafür sorgen, dass ich in den Verkauf gelange.
Du konntest also dafür "sorgen", dass du maßnahmewidrig eingesetzt wirst. Allein das ist schon anmaßend. Es liegt nicht in deinem Einflussbereich, zu veranlassen, dass du maßnahmewidrig eingesetzt wirst. Die anderen Leute dort machen auch die Arbeit, für die sie bewilligt wurden.

Zitat:
auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte
Beim Daddeln am Computer? Printdesign macht man am Mac, alles andere ist unprofessionell. Erzähle doch mal, mit welchen Programmen du dich auskennst. Wird sicherlich interessant.

Zitat:
Nachdem ich -auch am ersten Tag- ein kurzes Einführungsgespräch mit dem Chef (Geschäftsstellenleiter) führen dürfte und ich ihm in diesem anbot, auch Werbeflyer oder Plakate zu erstellen, da ich im Digital- und Printdesign schon einige Erfahrung sammeln durfte, setzte er mich kurzerhand als "Marketing und Design"... ja wie soll man sagen... ich nenne es jetzt mal "Leiterin" ein.
Einbildung scheint bei dir wirklich dem Grundbegriff "Bildung" zu entsprechen. Am ersten Tag... Leiterin... lächerlich.

Zitat:
dass ich zwar momentan noch als 1-€-Kraft angestellt bin, allerdings Verantwortung trage und auch tragen soll und mich bei den "anderen 1-€-Jobbern" durchsetzen soll, da ich u.a. auch für die Gestaltung des Ladens zuständig bin und die "Jungs aus dem Lager" mir dabei helfen müssen.
Das so ein Verhalten, sich ab dem ersten Tag als Chefin aufzuspielen, für Unruhe sorgt: das verwundert dich? Wobei mich das nicht verwundert, dass es dich nicht verwundert, ich glaube, du lebst irgendwo in deiner eigenen (Einbildungs)Welt.

Zitat:
Nun hatte ich heute morgen einen Termin bei der Jobagentur bei meiner Fallmanagerin (U25) mit welcher ich so meine Probleme habe. Im Moment gibt es sogar noch einen Rechtsstreit vor dem Sozialgericht und eine Beschwerde über sie liegt der zuständigen Teamleiterin, sowie der Geschäftsleitung auch vor. In dieser habe ich auch inständig um einen Fallmanagerwechsel gebeten.
Jo, den witzlosen Thread kennen wir hier ja zur Genüge. Wie wenn du ein Anrecht auf einen anderen FM hättest. Aber das und das hier bestätigt doch, dass du dir irgendwo was einbildest. Offensichtlich hast du mit allem Probleme, was dich aus deiner Traumwelt in die Realität holt.

Zitat:
Ich wurde ausgelacht und mir wurde unterstellt, dass dies nicht stimmen würde. Auch mein "Betreuer" stimmte dem nicht zu und unterstellte mir, dass es "etwas hoch gegriffen wäre" und ich doch nur simple Schreibarbeit erledigen würde. Dies stimmt aber keinesfalls. Wie oben erwähnt sagten mir sowohl Geschäftstellenleiter, als auch der Geschäftsführer, dass ich ausdrücklich für das Design und Marketing zuständig wäre und "nebenbei" die Gestaltung des Ladens, was ja irgendwie mit zu dem äußeren Erscheinungsbild eines Unternehmens gehört, übernehmen solle. Dies tat ich auch.
Du merkst offensichtlich gar nicht, wie sehr du in einer Scheinwelt lebst.

Zitat:
Im gesamten Gespräch wurde mir immer und immer wieder unterstellt, dass ich Lügen würde und die Realität nicht ganz begreifen würde. Ich hätte keine Kompetenzen, keine Erfahrungen und kein Wissen (alleine diese Punkte machen mich gerade wieder ziemlich wütend) und ich sollte mich darauf beschränken im Lager Erfahrungen zu sammeln und mich auch weiterhin als Aushilfskraft bewerben, weil nur darin meine Zukunft läge. Sehr traurig, so etwas von Fallmanagern und "Betreuern" zu hören, die einem doch eigentlich helfen sollten und nicht auch noch auf einem "rumtrampeln" sollten. Zu guter Letzt sagte mein Betreuer, dass er sich erkundigt hätte und im "gesamten Betrieb" niemand gut auf mich zu sprechen wäre. Ich wäre unhöflich, unsympathisch, frech, dreißt, würde "den Chef raushängen lassen" und vieles mehr...
Welche Kompetenzen und Erfahrungen hast du denn? Was hast du für einen Beruf gelernt? Wann hast du ihn gelernt? Wann ausgeübt? Natürlich musst du dich auf ALLE zumutbaren Jobs bewerben, dachtest du, ALG 2 ist deine private Traumerfüllungsfinanzierung?! Und dass man nicht gut auf dich zu sprechen ist, weil du meinst, was Besseres zu sein als die Kollegen: das liest man aus jedem deiner Sätze heraus. Und sowas gibt nunmal böses Blut. Im Übrigen solltest du mal nachschlagen, wie man "dreißt" korrekt schreibt. Wer deutsche Rechtschreibung und Grammatik nicht beherrscht, sollte nicht rumtönen, er könne Flyer und Co. erstellen. Würde ich einen Flyer in der Hand halten, der mit Rechtschreibfehlern behaftet ist, würde ich keinen Fuß in das Geschäft setzen, von dem dieser Flyer kommt.

Zitat:
Alles in allem kam also bei dem Gespräch heraus: Ich sei faul, unmotiviert, arrogant, unfähig, verlogen, unhöflich, frech, dreißt und unsympathisch und hätte maximal als Aushilfskraft im Lager und ähnliches eine berufliche Zukunft. Im genannten Betrieb würde ich aufgrund der oben genannten Gründe sowieso nicht übernommen werden und ich sollte mich ja nicht wieder in meine "realitätsfremde Welt" flüchten.
Genau das hätte ich dir auch gesagt. Und das allein nur aus der Erkenntnis, was du in diesem Thread von dir gibst und in dem anderen.

Zitat:
Nun ging ich in den Verkauf und erkundigte mich dort. Ich konnte leider nicht alle darauf ansprechen aber zumindest weiß ich, dass auch dort niemand wirklich etwas gegen mich hat (so zumindest die Aussage.......) und die Damen vorne jedoch mitbekommen haben, dass die anderen 1-€-Jobber sich wohl tierisch darüber aufgeregt hätten, dass ich eben diese Position bekleide und mir "etwas heraus nehmen würde". Was genau gemeint ist, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Ich gehe jedoch davon aus, dass es einfache Dinge sind, die zu meiner Arbeit gehören, wie eben das Schaufenster eigenständig dekorieren, Flyer erstellen, Poster drucken und aufhängen und die Jungs hin und wieder bitten mir ein Möbelstück von A nach B zu tragen.
Du weißt nicht, was damit gemeint ist, wenn gesagt wird, dass sich jemand "etwas heraus nimmt". Das zeigt ganz offensichtlich deine gestörte Realitätswahrnehmung.

Zitat:
Ich habe gestern einen bisher ungenutzten Raum eingerichtet.
Nach dem Elfmeter im Amt so unsensibel zu sein und wieder die Chefin rauszukehren und Anweisungen an Menschen zu geben, denen gegenüber du als SPÜLHILFE nicht anweisungsberechtigt bist, zeigt doch, dass du nicht einen Funken Realitätssinn hast.

Zitat:
Das witzige ist, dass ich sogar ein OK vom Geschäftsleiter für genau diesen Raum als eigenes Büro hätte.
Auch hier dürfte die Einbildung wieder die tatsächlichen Gegebenheiten übertreffen.

Zitat:
Meine Fallmanagerin und deren Teamleitung stempeln mich als Lügnerin ab, was durch den "Betreuer" ja n nur bestätigt wird. Die anderen 1-€-Kräfte sind neidisch, sauer oder was auch immer und versuchen mich auflaufen zu lassen und ich stehe in der Mitte und weiß nicht so Recht woran ich nun bin.
Geh zum Psychologen und lass dir helfen, in der Realität anzukommen.

Zitat:
Und was ist, wenn aufgrund solcher Spielereien eine Kündigung ins Haus flattern würde oder das Mobbing zu stark wird? Bekomme ich dann eine Sperre? Darf ich mich dagegen wehren? Könnte ich gegen die jeweiligen Mitarbeiter in irgendeiner Weise vorgehen, wenn deren Betreuer und "Chef" genannter auch gegen mich ist?
Natürlich käme es dann zu einer Sanktion. Natürlich könntest du dagegen in Widerspruch und Klage gehen. Natürlich kannst du gegen die Mitarbeiter vorgehen, veranlasse, dass sie alle gekündigt werden, du bist ja da. Das reicht doch... Wozu braucht man schon die anderen?! Schätzungsweise dürfen wir uns in ca. einem Jahr darauf freuen, dass du neben deiner Fallmanagerin, den Beschäftigten des Vereins dann auch noch die Bundeskanzlerin absetzen lassen willst. Oder den neuen Präsidenten. Das schaffst du schon! Bestimmt! Ist doch dein gutes Recht...

Zitat:
Heute hatte ich eigentlich eine Tour durch Universitäten und Schulen geplant um dort Kooperationen rauszuschlagen. Diese Route musste ich erstmal absagen und versuchte mich an die Arbeit zu machen, die ich machen "durfte".
Spülen?! Tour durch Universitäten... mir wird schlecht...

Zitat:
Ich bin ziemlich verzweifelt.
Ich reiße mir, Entschuldigung für die Wortwahl, den Arsch auf um dort die bestmöglichste Arbeit zu leisten, bin zu allen freundlich und hilfsbereit, gehe mehr als nur vorsichtig mit dem Budget um und hoffe so sehr auf eine möglichst baldige Übernahme aber das könnte mir alles versauen oder meinen Willen, das ganze dort als Festangestellte in die Hand zu nehmen, gänzlich brechen, denn wie soll man vernünftige Arbeit abliefern, wenn es einen solchen Stress gibt?
Was erwartest du? Grad mal ein paar Tage da, Chefallüren und nicht teamfähig, realitätsfern und anmaßend, aber alle sollen lieb Kind mit dir spielen? Mädel, du hast ein Problem. Aber ein ganz gewaltiges.

Zitat:
Nun die Frage, die mir schon den ganzen Tag im Kopf rum schwirrt:
Sollte ich den Geschäftsleiter anrufen und ihm die Situation schildern?
Er könnte für Klarheit sorgen.
Mach das. Der wird sich sicherlich freuen.

Zitat:
Allerdings könnte es so oder so für mich ausgehen.
Woran das wohl liegen könnte?

Zitat:
Vielleicht schreckt er davor zurück einer einzigen Person zu helfen, anstatt die Gemeinschaft der großen Gruppe hinten zu behalten.
Vielleicht wäre dies der/ein Grund, warum ich mir eine baldige Übernahme abschminken könnte und ich vielleicht sogar in die ursprüngliche Position in der Spülküche zurück verfrachtet werde.
Wo du auch hingehörst. Denn dafür gibt es das Geld des Steuerzahlers.

Zitat:
Ich muss zugeben, ich bin sehr gespannt auf eure Antworten und bin jetzt schon ein Stück weit ruhiger und erleichterter, nachdem ich mir den Frust von der Seele schreiben konnte.
Antwort:

Geh schleunigst in fachkundige Behandlung! Irgendjemand muss dich aus deiner Traumwelt rausholen.

Turtle
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