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| BAföG Antrag und Anspruch Forum für Studenten, Schüler, Auszubildende |
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#1
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| Guten Tag, ich beziehe jetzt schon das dritte Jahr Schülerbafög für eine Berufsfachschule, wohne im eigenen Appartement, in der Nähe des Ausbildugnsortes, da dieser von der Wohnung meiner Mutter aus nur mit 2 sTd. Fahrt zu erreichen wäre. Letztes Jahr wurde schon ein Betrag von ca 100 € auf das Einkommen meines Vaters angerechnet (meine Eltern sind und waren nie verheiratet). mein Vater hat sich geweigert , mir diese 100 Euro zu geben, ein Vorausleistungsantrag beim Bafög-Amt wurde abgelehnt, da meine Mutter mir die 184€ KLindergeld überweist, was als Unterhalt des Vaters anerkannt wird. Dieses Jahr hat sich mein Vater dann ganz geweigert seine Einkünfte darzulegen. Daraufhin musste ich einen Vorausleistungsantrag stellen, lt. Auskunft des Amtes, damit diese Handhabe haben seine Einkommensdaten einzuklagen, bzw. zu überprüfen, ob er noch unterhaltspflichtig ist, da ich bereits eine betriebliche Ausbildung habe. jetzt habe ich heute den Bescheid über meinen Vorausleistungsantrag erhalten, welcher 281€ Ausmacht. Bedarf lt. Schülerbafög Bberufsfachschule 465 ./. 184 Kindergeld. bisher hatte ich erhalten 455 € BAfög (früherer Bedarfsatz) + die 184 € Kindergeld von meiner Mutter. mein Appartement, das ich jetzt schon seit 6 jahren bewohne (auch während der ersten Ausbildung) kostet 400€ warm, dazu Monatsticket 75€, das alleine ist dann schon mehr als ich jetzt monatlich erhalte, denn die 281 vorausleistung und 184 kindergeld machen nur 465€ aus. Schulbedarf, der leider bei dieser Ausbildugn sehr hoch ist, und Essen ist nicht mehr drin. Meine Mutter hat selbst ein so geringes Einkommen, dass sie Wohngeld erhält und sie hat schon Schulden gemacht um mich zu unterstützen. Wohngeld bekomme ich keines. meine Wohnung ist schon die günstigste in der Gegend (Großraum München), umziehen näher an die Ausbildung um das Monatsticket zu sparen bringt nichts, denn dort ist Wohnraum noch teurer, und die Renovierung der Wohnung und der Umzug alleine würde wieder eine Stange Geld kosten. nebenbei arbeiten kann ich auch nicht, da ich neben der 40Std. Woche in der Schule noch Hausaufgaben im Umfang von mindestens 20 Stunden pro Woche anfertigen muss. Früher wurde das Kindergeld nicht angerechnet, wie kommen die bitte darauf, dass man mit 465€ mit eigener Wohnung überleben kann?! Gibt es für mich die Möglichkeit ergänzende Leistungen nach SgB II zu beantragen? ich weis nicht genau, was das ist, das wurde mir nur von einem Mitschüler empfohlen. Und wenn ja, wo beantragt man sowas und was benötige ich an Unterlagen dazu? Oder gibt es noch was anderes, was ich machen kann? Darf denn überhaupt der "Unterhalt" von 184€ welche meine Mutter leistet auf den Unterhaltsanspruch den ich gegen meinen Vater habe aufgerechnet werden? jetzt hab ich grad das Geld für Miete und Fahrkarte zur verfügung. Wenn mir meine Mutter jetzt geld für Essen gibt, kann das Bafögamt ja noch mehr gezahlten Unterhalt vom Bedarf abziehen ? ich verstehe das einfach nicht, das sieht doch ein Blinder ,dass dieser Bedarfsatz nicht ausreichen ist. ich hab jetzt zwei Drittel der Ausbildung hinter mir, bin Klassenbeste und wollte eigentlich noch ein Jahr Zusatzqualifikation dran hängen, aber mit dem Einkommen muss ich das hinschmeissen. Wäre schön, wenn mir jemand Tips geben könnte. voraus schon mal vielen Dank cilly |
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#2
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| Wie lange willst du dich denn noch beschulen. Wenn man sich das nicht leisten kann, dann geht es halt nicht. Du kommst jetzt schon nicht über die Runden und willst noch eine Zusatzqualifikation dranhängen. Was hälst du denn von arbeiten? Ich kenne viele junge Leute, die bereits über eine gute schulische Ausbildung verfügen und trotzdem noch weitere Schulen besuchen, nur damit sie nicht arbeiten gehen müssen. Ganz ehrlich, bei dir klingt das auch so. Vielleicht besteht ja die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation in Abendschule zu machen. Oder auch berufsbegleitend. Meine Tochter wollte auch gerne Fachabi machen. Da sie sich aber bereits in der zweiten Ausbildung befand, hat sie das Fachabi nebenbei in Abendschule gemacht. Ich hätte sie als Mutter auch nach der Ausbildung beim Fachabi nicht mehr unterstützt. Irgendwann muss auch mal Geld verdient werden. |
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#3
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| Hallo Birgit, das tut mir leid für deine Tochter, dass du sie nicht unterstützen wolltest. Ich weis aus eigener Erfahrung (mein Vater), wie schlimm das ist, wenn die eigenen Eltern einen nicht unterstützen wollen. Du hat natürlich recht, ich könnte auch arbeiten gehen. In meinem erlernten Beruf schaut es leider schlecht aus, drum habe ich ja weitergelernt, weil nach der Ausbildung nichts zu finden war. Aber ich könnte ja zu Mc Donalds gehen, die suchen immer jemanden. Dann hätte ich wenigstens etwas mehr Geld , denn es macht eigentlich nicht so wirklich Spaß , immer am Existenminimum zu leben, besonders in meinem Alter. Und mit dem geringen Einkommen von Mc, Donalds brauche ich dann wenigstens später meine Eltern nicht zu unterstützen, die können dann Grundsicherung beantragen. Da mein Vater als ehemaliger Anabolika und Kokain Konsument ganz sicher nicht mehr lange arbeitsfähig sein wird, und er mit seiner "Selbständigkeit" auch nie in die Rentenkasse einbezahlt hat, meine Mutter uns Kinder alleine aufgezogen, und deswegen mit Halbtagsjob auch kaum Rente bekommen wird, wird da noch einiges auf den Sozialstaat Deutschland zukommen. Hast schon recht, warum soll ich jetzt knapp leben, mich weiterbilden, um dann später vom Sozialamt zum Unterhalt von meinen Eltern herangezogen zu werden. Ich glaub, ich schmeiß die Schule, Mc Donalds, ich komme! Woher der Fachkräftemangel in Deutschland kommt wundert mich jetzt aber nicht mehr. Nichts für ungut, aber ich find es toll von meiner Mutter, dass sie mich trotzdem immer unterstützt, die darf auch später bei mir wohnen. cilly |
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#4
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| Moment mal. Wir haben unsere Tochter unterstützt. Sie hat nach ihrem Realschulabschluss eine Ausbildung zur KFZ-Mechanikerin begonnen. Im 2. Lehrjahr hat sie festgestellt, dass ihr das keinen Spaß macht. Wir haben ihr gesagt, such dir einen anderen Ausbildungsplatz und du kannst die Ausbildung abbrechen. Hat sie gemacht. Sie hat das 2. Ausbildungsjahr abgeschlossen und danach eine Ausbildung zur examinierten Kranken- und Gesundheitspflegerin gemacht. Die Ausbildung hat sie erfolgreich beendet und ein Jahr in dem Beruf gearbeitet. Während dieser Zeit hat sie überlegt, ob sie das bis zum Rentenalter machen möchte. Wir haben ihr gesagt, sie soll sich Alternativen überlegen. Sie hat dann nochmal eine Ausbildung gemacht. Diesmal zur Kauffrau im Gesundheitswesen. In der Berufsschule hat man dann von der Möglichkeit erzählt, das Fachabi nebenbei in Abendschule zu machen. Auch das haben wir ihr ermöglicht. Und zwar indem wir ihr alle häuslichen Pflichten (unsere Tochter war damals schon 22) abgenommen haben. Auch konnte sie weiterhin bei uns zu Hause wohnen bleiben. Und jetzt bitte sag nochmal: Wir hätten unsere Tochter nicht unterstützt. Aber irgendwann ist auch mal Schluss. Sie wurde von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen und hat inzwischen eine eigene Wohnung (sie ist jetzt 25). In ihrem Leben hat sie aber noch keinen Cent vom Staat bekommen. Im Gegenteil, sie hat sogar nebenbei noch gejobbt. Also erzähl mir nix. Das man seine Eltern mal unterstützt ist für mich selbstverständlich und nichts Besonderes. Übrigens kann man bei Mc.D. auch gut nebenbei jobben. |
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#5
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| @Birgit63 ich denke, die Aussage der TE bezog sich auf diesen Passus:
__________________ Viele Menschen sind zu gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun. (Orson Welles) Wenn der Deutsche hinfällt, dann steht er nicht auf, sondern schaut, wer schadenersatzpflichtig ist. (Kurt Tucholski) |
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#6
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| Siehst du Birgit, das sind doch schon mal ganz verschiedene Voraussetzungen, zum einen, hat deine Tochter wohl Ausbildungen machen wollen, wo sie die Ausbildungsstelle in angemessener Zeit von ihrem Wohnort erreichen konnte, und sie deswegen daheim wohnen bleiben konnte. Ich musste schon gleich aussziehen, da in unserer Gegend nichts zu kriegen war. zum zweiten redest du immer von "wir". Frag dich mal, ob das alles auch funktioniert hätte, wenn du ohne deinen Mann da stehen würdest, evtl. noch mit einem zweiten Kind. und zum dritten, wurde deine Tochter von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen, bei mir wurden alle 3 Lehrlinge nicht übernommen. Dieses "aufplustern" von wegen "ich hab noch nie was vom Staat genomme" geht mir etwas auf die Nerven. Dein Leben ist noch nicht vorbei, wer weis, was da noch kommt. Der Staat weis ganz genau, warum er diverse Sozialleistungen anbietet, das machen die nicht aus reiner Nächstenliebe. Es ist rein rechnerisch besser früh Leistungen anzubieten, um später Sozialhilfe, Alg II, Grundsicherung und Sozialbegräbnis einzusparen. Und wenn etwas für jedermann angeboten wird, dann schäm ich mich auch nicht, das anzunehmen. Ich möchte gerne mal stolz auf das sein, was ich mit meinem Können und Wissen erreicht habe, und nicht stolz darauf " nie etwas vom Staat bekommen zu haben". Je besser ich ausgebildet bin, umso erfolgreicher kann ich sein. Das macht sich auch mal in der Rentenkasse des Staates bemerkbar. Mir würde es jetzt einfach leid tun, wenn ich zwei Jahre umsonst Bafög bezogen hätte und jetzt im letzten Jahr abbrechen muss, nur weil sich mein Vater weigert seine Einkommensverhältnisse darzulegen, und mir deswegen das Kindergeld angerechnet wird. Deswegen habe ich hier eine sachliche Frage gestellt (oder auch mehrere Fragen) wofür ich aber leider keine Antwort erhalten habe. Leider verkommen solche ,eigentlich lobenswerte , Foren immer mehr zum Frustabladeplatz . Ich frage mich wirklich, wie jemand, der sich in seinem ganzen Leben noch nie mit Bafög befasst hat, auf die Idee kommt , anworten in einem Bafög -Forum zu geben. ich gebe auch niemandem Ratschläge, wie er sein Auto zu richten hat, weil ich davon einfach keine Ahnung habe. mfg cilly |
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#7
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| Zitat:
Da blicke ich nicht durch, deswegen die Frage Wie alt bist du jetzt, und was hast du an Schul- und Ausbildungsabschlüssen bisher erreicht? |
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#8
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| Das Alter würde mich jetzt auch glatt interessieren, denn so, wie es aussieht, wurden hier bei der Anmeldung (Geburtsjahr 1962) falsche Angaben gemacht. Turtle |
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#9
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| Richtig Turtle, ich bin Anfang/Mitte 20 und die Daten der Anmeldung sind die meiner Mutter, weil die wirklich der Meinung war, man könne hier ruhig Realdaten benutzen, wie man hier ja deutlich sieht, ist das nicht empfehlenswert. Und genau deswegen würde ich das auch nie machen, ebensowenig werde ich hier irgendwelche genauen Namen meiner Ausbildungsbetriebe oder Schulen nennen, weil dies schlicht und ergreifend zur Beantwortung meiner gestellten Fragen überhaupt nicht nötig ist. Find ich ganz toll, wie hier von den Admins Datenschutz betrieben wird, wow. Mein Appartement habe ich zu Beginn meiner betrieblichen Ausbildung bezogen, da ich zum Ausbildungsort ziehen musste (2 St. einfache Fahrtzeit vom Wohnort der Mutter aus), und da hab ich im ersten Jahr noch 29€ BAB bezogen, nur für eure Statistik, ansonsten hab ich es zusammen mit meiner Mutter selbst gesponsert. Vom Alter her, finde ich das jetzt, nach Fachabi, ganz ok, oder gibts da was dran auszusetzen? FAchabi-Lehre-zweite Ausbildung? Wenns dann keine sachlichen Antworten auf meine gestellten Fragen gibt, verabschiede ich mich, und P.S, turtle, ich heiß genausowenig cilly, wie du turtle. cilly |
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#10
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| Wie alt bist du denn wirklich? Dein von wegen Anfang/Mitte 20 nehme ich dir nicht ab. Zwischen 20 und Mitte 20 liegen ganze 5 Jahre. Den Schulabschluss (Realschulabschluss) macht man im allgemeinen mit 16. Ich gehe mal davon aus, dass du Ende 20 bist. Bisher hast du aber anscheinend noch nichts im Leben erreicht und trampelst auf denen rum, die es geschafft haben. Du bist nicht einen Deut besser als ich. |
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