Bafög Antrag ohne Rückwirkung

Der BAföG Antrag dient dazu, das Studium oder die Ausbildung zu finanzieren. Er ist von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Wichtig: Die Ausbildungsförderung ist eine Antragsleistung. Ein Antrag ist Voraussetzung für die Leistung. Eine Rückwirkung des Antrags ist nicht vorgesehen. Das bedeutet, dass man Bafög erst ab dem Monat der Antragstellung erhält, nicht rückwirkend. Frühestens wird Bafög mit Beginn der Ausbildung gezahlt.

Voraussetzungen

Ziel des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) ist es, dass jeder junge Mensch, unabhängig von seiner sozialen und wirtschaftlichen Situation eine Ausbildung absolvieren kann, die seinen Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Ob Leistungen nach dem BAföG gezahlt werden, hängt im Wesentlichen von folgenden Punkten ab:

  • Ist die Ausbildung förderungsfähig?
  • Werden die persönlichen Förderungsvoraussetzungen erfüllt?
  • Wird der Ausbildungsbedarf durch das eigene Einkommen oder Vermögen oder das des Ehegattens oder der Eltern abgedeckt?
  • Die Förderungshöchstdauer darf nicht überschritten sein.

Besondere Voraussetzungen:

  • Ausbildung im Ausland
  • Alter
  • Weitere Ausbildung
  • Fachrichtungswechsel/Ausbildungsabbruch

Und Fragen, die später auftauchen:

  • Rückzahlung des Staatsdarlehens
  • Rückzahlung des verzinslichen Bankdarlehens

Antragstellung

Wo muss man den Bafög-Antrag stellen?

Der Bafög Antrag muss beim zuständigen Bafög-Amt gestellt werden. Dieses ist entweder beim Studentenwerk oder bei der Gemeindeverwaltung (Schülerbafög) angesiedelt. Die Zuständigkeit richtet sich also einmal nach der Art der Ausbildungsstätte. Wird ein Abendgymnasiun, ein Kolleg, eine Höhere Fachschulen oder Akademie besucht, so ist das Bafög-Amt der Stadt oder des Landkreises zuständig, in dem die Ausbildungsstätte liegt. Bei Schulen ist das Amt zuständig, in dessen Einzugsbereich die Eltern ihren ständigen Wohnsitz haben.

Beim Auslandsbafög gibt es Besonderheiten. Geht es um eine Auslandsausbildung, so sind bestimmte Bafög-Ämter als Auslandsämter zuständig. Es gibt siebzehn Auslands-Bafög-Ämter. Jedes dieser Ämter hat eine Zuständigkeit für einen bestimmten ausländischen Staat. Da Verzeichnis der Auslands-Bafög-Ämter findet man bei den Erläuterungen zum Formblatt 6.

Wo gibt es Antragsformulare?

Bafög-Antragsformulare bekommt man bei den jeweiligen Bafög-Ämtern, also in den Studentenwerken oder bei der Gemeinde. Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) stehen sie auch zum Download bereit: BAföG-Antragsformular.

Wichtig: Der Bafög-Antrag muss auf den zur Verfügung stehenden Formblättern gestellt werden. Lediglich zur Fristwahrung kann man einen formosen Antrag stellen.

Wann muss der Bafög Antrag gestellt werden (Antragsfrist)?

Der Bafög Antrag muss rechtzeitig, das heißt vor Beginn der Ausbildung gestellt werden. Bafög wird nicht rückwirkend geleistet. Da die Förderung nur für einen bestimmten Zeitraum bewilligt wird (man spricht von Bewilligungszeitraum), muss vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes ein neuer Bafög-Antrag, ein sogenannter Folgeantrag gestellt werden.

Der Antrag zum Auslands-Bafög sollte mindestens 6 Monate vor Beginn der Auslandsausbildung gestellt werden, damit er rechtzeitig bearbeitet werden kann.