Das Arbeitslosengeld im SGB III (dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch) geregelt und dient dazu, Arbeitnehmer, die arbeitslos geworden sind, sozial abzusichern. Es ersetzt das Arbeitsentgelt, das der Arbeitslose wegen der Arbeitslosigkeit nicht erzielen kann.

Das Arbeitslosengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Sozialversicherung. Die Finanzierung erfolgt durch die Beiträge, die die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer und deren Arbeitgeber leisten.

Arbeitslose haben einen Rechtsanspruch auf die Leistung, wenn sie für die gesetzlich geforderte Mindestzeit versichert waren.

Leistungsträger ist die Bundesagentur für Arbeit (BA). Direkte Ansprechpartner findet man in der  örtlich zuständigen Agentur für Arbeit. Dort kann der Antrag auf Arbeitslosengeld gestellt werden.

Anspruch erst mit Antrag

Arbeitslosengeld ist eine Sozialversicherungsleistung der Agentur für Arbeit. Es ist an drei Voraussetzungen geknüpft:

  • Arbeitslosigkeit
  • Persönliche Arbeitslosmeldung
  • Erfüllung der Anwartschaftszeit

Was muss ich beim ALG I Antrag beachten? Im Einzelnen klären wir folgende Fragen:

Wann besteht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Wie beantrage ich ALG I?

Wo gibt es Antragsformulare?

Höhe

Die Höhe des Arbeitslosengeldes ist abhängig von dem versicherungspflichtigen Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitslose im letzten Jahr vor der Entstehung des Anspruchs durchschnittlich erzielt hat und das beim Ausscheiden aus dem Beschäftigungsverhältnis abgerechnet war.

Dieses Bruttoentgelt ist die Grundlage für die Errechnung eines pauschalierten Nettoentgeltes, das unter Berücksichtigung der Entgeltabzüge, die bei Arbeitnehmern gewöhnlich anfallen (rechnersicher Abzug für Sozialversicherungsbeiträge und Steuern), errechnet wird.

Für Arbeitslose mit einem Kind im Sinne des Steuerrechts ergibt sich ein Arbeitslosengeldes in Höhe von 67 %, für die übrigen Arbeitslosen in Höhe von 60 % des pauschalierten Nettoentgelts.

Mit unserem ALG I Rechner können Sie Ihren Anspruch im Voraus berechnen, so dass keine Unklarheiten über die Höhe des Arbeitslosengeldes bestehen.

Dauer des Arbeitslosengeldes

Wie lange der Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht, also seine Dauer, ist von zwei Punkten abhängig:

  • Dauer der versicherungspflichtigen Beschäftigung innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Arbeitslosmeldung,
  • Lebensalter bei der Entstehung des Anspruchs.

Sperrzeit

Arbeitnehmerinnen, die gegen ihre sich aus dem SGB III ergebenden Pflichten verstoßen ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, müssen mit dem Eintritt einer Sperrzeit rechnen. Sperrzeit bedeutet, dass das Arbeitslosengeld erst nach Ablauf einer Frist gezahlt wird.

Die Einzelheiten sowie das  Verfahren der Bewilligung von Arbeitslosengeld aus sind den nachfolgenden Ausführungen zu entnehmen.

Gleiches gilt für die Frage, wie man mit Widerspruch und Klage gegen einen negativen Arbeitslosengeld-Bescheid vorgehen kann.